In Thailand, einem exotischen Schauplatz für den internationalen Boxsport, fand ein Kampf statt, der den Status von Tyson Fury als einer der führenden Schwergewichte der Gegenwart bestätigte. Der britische Super-Schwergewichtler errang einen überzeugenden Sieg gegen den Polen Mariusz Wach. Der Kampf dauerte sieben Runden, bis Frys Gegner selbst darum bat, das Duell zu beenden, da er das weitere Widerstehen nicht mehr wollte.
Dominanz ohne K.O.
Während des gesamten Kampfes zeigte der „Zigeuner-König“ eine vollständige Überlegenheit gegenüber seinem Gegner. Das Ende des Abends löste jedoch eine zwiespältige Reaktion bei den Anwesenden aus. Laut Sky Sports pfiff das Publikum im Saal auf Fury. Der Grund war einfach: Die Zuschauer erwarteten einen spektakulären, klaren Knockout, der trotz des offensichtlichen Vorteils des Briten nicht zustande kam.
Herausforderung an Anthony Joshua
Nach Beendigung des Kampfes verbarg der 38-jährige Fury seine Ambitionen nicht und schaltete sofort auf seinen Hauptkonkurrenten um. Der Brite erklärte, dass das Ergebnis identisch gewesen wäre, wenn Anthony Joshua im Ring gegen ihn geboxt hätte. Damit warf Fury seinem britischen Landsmann, der an diesem Abend seinen Kampf gegen Jermaine Prenger in Dschidda bestreitet, faktisch eine Herausforderung.
Fury selbst lehnte die Option ab, für den bevorstehenden Kampf von Joshua nach Saudi-Arabien zu reisen. Anstatt den Kampf live zu verfolgen, plant er, Zeit mit seiner Familie zu verbringen.
Der Weg zurück zum Titel
Dieser Sieg war für Fury der 39. Kampf in seiner Profikarriere. Seine Statistik ist beeindruckend: 36 Siege, ein Unentschieden (Dezember 2018 gegen Deontay Wilder) und zwei Niederlagen. Bemerkenswert ist, dass der Brite beide Male nur gegen einen einzigen Gegner verlor – gegen den Ukrainer Oleksandr Usyk.
Hauptziel von Fury bleibt derzeit die Rückeroberung des Weltmeistertitels im Schwergewicht, den er in den Kämpfen gegen Usyk verlor. Dazu plant er einen Kampf gegen Anthony Joshua, dessen Kampf in der Nacht auf Sonntag stattfinden wird.