Die ukrainische U-15-Juniorennationalmannschaft hat nach wie vor keinen Cheftrainer. Laut dem Projekt «ТаТоТаке» hat der Ukrainische Fußballverband (UAF) den Prozess der Ernennung von Dmytro Jefimow, der als Favorit für diese Position galt, wegen seiner Beteiligung an der Fußballtätigkeit auf den vorübergehend besetzten Gebieten der Oblast Donezk ausgesetzt. Bis zum 31. August 2026 war keine endgültige Entscheidung über die Ernennung des Spezialisten in die Juniorennationalmannschaft getroffen worden.

Laufbahn und umstrittene Phase

Der 41-jährige Jefimow zeichnete in einem exklusiven Kommentar für Sport RBC.UA seine professionelle Biografie im Detail nach. Von 2014 bis 2018 arbeitete er in der Kinderakademie des «Schachtjor» in Donezk. Anschließend, von Juli 2018 bis Juli 2024, setzte er die Zusammenarbeit mit dem Club fort, diesmal jedoch in Kiew. Von Juli 2024 bis Juni 2026 arbeitete Jefimow beim FK «Bukowyna» (Tscherniwzi), wo er lebte, während seine Familie in Kiew war. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit war während seiner gesamten Karriere die Kinder- und Jugendmannschaften.

Position des Trainers: «Ich habe meinen Fehler korrigiert»

Jefimow bestritt die Tatsache seiner Arbeit in Donezk in der Zeit von 2014 bis 2018 nicht. «Ich verstehe, warum jetzt Fragen zu meiner Vergangenheit aufkommen. Ja, auf einer bestimmten Etappe meiner Karriere habe ich bei Mannschaften gespielt, die sich auf dem vorübergehend besetzten Gebiet befanden. Heute betrachte ich diese Phase meines Lebens mit großer Bedauern. Ich habe meinen Fehler vor 8 Jahren, im Juli 2018, korrigiert», erklärte der Spezialist. Er betonte, dass er seine früheren Entscheidungen nicht rechtfertigen wolle, und unterstrich: «Ich unterstütze die Ukraine und verbinde meine Zukunft ausschließlich mit dem ukrainischen Fußball. Ich lebe zusammen mit meiner Familie in der Ukraine. Hier ist mein Zuhause, hier ist meine Familie».

Widersprüchliche Angaben

In den Aussagen der Parteien zeigt sich eine unterschiedliche Einordnung der Phase 2014–2018. Jefimow bezeichnet Donezk jener Zeit in seinem Kommentar als «ukrainisches Donezk» und unterstreicht, dass er genau in den Strukturen des FK «Schachtjor», also im Rahmen eines legitimen ukrainischen Clubs, gearbeitet habe. Die UAF betrachtet diesen Vorgang demnach nach Informationen von «ТаТоТаке» jedoch als Beteiligung an der Fußballtätigkeit auf dem vorübergehend besetzten Gebiet, was zur Aussetzung der Ernennung geführt hat. Eine Seite betont also die institutionelle Zugehörigkeit zu einem ukrainischen Club, die andere den geografischen und politischen Status des Gebiets, auf dem die Arbeit faktisch stattfand. Außerdem charakterisiert Jefimow das Jahr 2018 als den Moment der «Korrektur des Fehlers», während die Position der UAF keine öffentliche Bestätigung enthält, dass dieses Argument bei der Entscheidung berücksichtigt wurde.

Wunsch, mit der Nationalmannschaft zu arbeiten, und weitere Perspektiven

Trotz der entstandenen Situation äußerte Jefimow seine Bereitschaft, weiter mit dem ukrainischen Fußball zu arbeiten. «Ich halte es für richtig, nicht nur das zu bewerten, was vor vielen Jahren geschah, sondern auch, welche Werte und welche Position eine Person heute hat. Was das Angebot betrifft, mit der ukrainischen U-15-Nationalmannschaft zu arbeiten – für mich ist das eine große Verantwortung und eine Ehre», fasste der Trainer zusammen. Er fügte hinzu, dass er jungen Spielern helfen wolle, sich zu entwickeln, und zum Wachstum des ukrainischen Fußballs beizutragen, und seine Position «vor allem durch seine Taten und seine weitere Arbeit» untermauern wolle. Derzeit hat die UAF weder eine endgültige Ablehnung noch eine Bestätigung der Ernennung bekannt gegeben, und die Frage bleibt offen.