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title: "140 Millionen Euro und Mittelknappheit: Wie die Ukraine Wohnraum nach Angriffen wiederherstellt"
description: "Die Ukraine hat 140 Millionen Euro für den Wiederaufbau von Wohnraum erhalten, doch dies reicht nicht aus, um alle Bedürfnisse zu decken. Elena Schulyak berichtete über die Arbeit lokaler Kommissionen und die Mittelknappheit vor dem Hintergrund militärischer Ausgaben. 🏚️🇺🇦"
date: 2026-07-30T09:58:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-140-millionen-euro-wiederaufbau-wohnraum-nach-angriffen
tags: [ukraine, elena-shulyak, urc-2026, housing-recovery]
publisher: "XAB.info"
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# 140 Millionen Euro und Mittelknappheit: Wie die Ukraine Wohnraum nach Angriffen wiederherstellt

![Feuerwehrleute löschen ein Feuer in einem zerstörten Gebäude nach einem Angriff, was das Ausmaß der Zerstörung und die Herausforderungen der Wohnungsbehebung in der Ukraine veranschaulicht](https://xab.info/media/2026/07/30/ukraina-140-mln-evro-vosstanovlenie-zhilya-posle-atak/ukraina-140-mln-evro-vosstanovlenie-zhilya-posle-atak-1.webp)

Die Ukraine steht weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen im Bereich des Wiederaufbaus von Wohnraum. Trotz neuer internationaler Finanzierungen decken die verfügbaren Mittel nicht alle Bedürfnisse der Bürger ab, deren Häuser durch russische Angriffe beschädigt oder zerstört wurden.

Über das Ausmaß des Problems und die Hilfsmechanismen berichtete Elena Schulyak, Vorsitzende des Ausschusses der Werchowna Rada für Fragen der Organisation der Staatsgewalt, der lokalen Selbstverwaltung, der regionalen Entwicklung und des Städtebaus.

### Mittelknappheit vor dem Hintergrund militärischer Ausgaben

Laut der Abgeordneten wird ein erheblicher Teil des ukrainischen Budgets derzeit für Sicherheit und Verteidigung aufgewendet – es geht um mehr als 100 Milliarden Hrywnja. Gleichzeitig fehlt den Programmen, die mit der Wohnversorgung zu tun haben, stets das Geld in dem Umfang, der notwendig wäre, um alle Bedürfnisse gleichzeitig zu decken.

Der Staat führt seit 2023 Unterstützungsprogramme für Betroffene ein. Insbesondere funktioniert die Plattform „єВідновлення“ (eRecovery), über die Entschädigungen für beschädigte oder zerstörte Wohnungen beantragt werden können. Die Finanzierung solcher Programme wird auch von der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) unterstützt.

Während der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine (URC 2026) in Danzig wurde ein Zusatzabkommen über 140 Millionen Euro unterzeichnet. Schulyak betonte jedoch, dass selbst dieser Betrag nicht ausreicht, um alle obdachlos gewordenen Menschen gleichzeitig zu versorgen.

### Funktionsweise der lokalen Kommissionen

Kommentar zu den Folgen der Angriffe auf Kiew und die Oblast Kiew, stellte die Abgeordnete fest, dass auf der ersten Ebene die lokalen Selbstverwaltungsorgane eine Schlüsselrolle spielen. Im ganzen Land wurden bei den lokalen Behörden spezielle Kommissionen eingerichtet, die auf Fälle von Beschädigung oder Zerstörung von Wohnraum reagieren sollen.

Nach dem Gesetz muss die Kommission innerhalb von 30 Tagen auf einen Antrag reagieren. In diesem Zeitraum muss sie:

  - Die Tatsache der Beschädigung festhalten;

  - Ein technisches Gutachten unter Einbeziehung von Fachleuten organisieren;

  - Den weiteren Weg für das Haus oder die Wohnung festlegen.

Nach dem Gutachten sind mehrere Szenarien möglich. Einige Häuser können repariert werden, indem die Schäden behoben werden. Gleichzeitig kann es Objekte geben, die nicht mehr durch eine Generalsanierung wiederhergestellt werden können und abgerissen werden müssen. Genau das technische Gutachten muss die Antwort liefern, ob die Menschen Wohnungszertifikate erhalten oder ob die Reparatur auf andere Weise finanziert werden kann.

### Abhängigkeit von internationaler Hilfe

Das ukrainische Budget wird auch durch internationale Programme gestützt. Kürzlich erhielt das Land die erste Tranche in Höhe von 3,2 Milliarden Euro im Rahmen einer zweijährigen Hilfe, deren Gesamtvolumen 90 Milliarden Euro betragen soll. Angesichts des Umfangs der Bedürfnisse reichen diese Mittel jedoch immer noch nicht aus.

„Die erste Priorität des Staates bleibt Sicherheit und Verteidigung. Die zweite große Richtung sind soziale Ausgaben, insbesondere die Rentenversorgung“, erinnerte Schulyak. Seit Beginn der Invasion werden Renten weiterhin zu bestimmten Terminen ausgezahlt, und jährlich im März findet eine Indexierung statt.

Der weitere Wiederaufbau beschädigter und zerstörter Wohnungen hängt somit sowohl von der schnellen Arbeit der lokalen Kommissionen als auch von der Verfügbarkeit von Mitteln in staatlichen Programmen und der weiteren Unterstützung internationaler Partner ab.