Die ukrainischen Behörden haben beschlossen, den Ansatz zur Bildung ausländischer Legionen grundlegend zu ändern. Anstelle eines chaotischen Rekrutierungsprozesses für Freiwillige hat das Kabinett der Minister die Schaffung eines professionellen Betreuungssystems genehmigt und eine feste Vergütung von 300.000 Hrywnja für jeden rekrutierten Kämpfer festgelegt.
Wie aus der Rede von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko und dem stellvertretenden Verteidigungsminister Wasyly Schkuraokow während der Fragestunde an die Regierung hervorgegangen ist, übernimmt der Staat die Aufgabe, die Initiative zur Gewinnung ausländischer Soldaten zu skalieren. Bisher war dieser Prozess unstrukturiert, was zu Problemen mit der Qualität des Personals führte.
Professionelle Auswahl statt Chaos
Die wesentliche Neuerung wird die Einbindung einer spezialisierten Rekrutierungsfirma sein. Das Agentur wird den gesamten Prozess mit ausländischen Kandidaten übernehmen: von der Suche und der ersten Auswahl bis hin zum Bestehen der militärischen medizinischen Untersuchung (VVK).
Der stellvertretende Verteidigungsminister Wasyly Schkuraokow erklärte, dass die derzeitige Situation im Bereich der Rekrutierung im Verteidigungsministerium zu Beanstandungen führt, vor allem aufgrund von Fällen der Desertion. Das neue System soll diese Risiken durch eine sorgfältige Überprüfung der Gesundheit und Motivation der Kandidaten ausschließen.
Falls ein Ausländer als nicht diensttauglich eingestuft wird, muss die Rekrutierungsfirma ihn in sein Heimatland zurückführen. Dies soll die Belastung der Wehrämter minimieren und die Kampfkraft der Legionen erhöhen.
Finanzielle Anreize und neue Verträge
Die Entscheidung über die Auszahlung von 300.000 Hrywnja pro Kämpfer wurde getroffen, um maximal motiviertes Personal zu gewinnen, das in der Lage ist, den Gegner effektiv zu bekämpfen. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko betonte, dass der Staat daran interessiert ist, eine Legion zu schaffen, die wirklich kämpft und nicht nur auf den Listen verzeichnet ist.
Diese Maßnahme fügt sich in den allgemeinen Kontext der Reformierung des Soldes in der Ukraine ein. Am 22. Juni unterzeichnete Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Gesetz über Änderungen im Staatshaushalt, das eine erhebliche Gehaltserhöhung für Militärangehörige vorsieht.
Die neuen Vertragsbedingungen für die Verteidiger umfassen:
- Zusätzliche Zahlungen für das Erreichen konkreter Kampfergebnisse.
- Eine einmalige Belohnung nach Abschluss des ersten Vertrags.
- Eine jährliche Gesundheitsbeihilfe.
- Sonderzahlungen für die Vernichtung des Feindes oder die Gefangennahme russischer Besatzer.
So geht die Ukraine zu einem härteren und transparenteren Modell der Armeeaufstellung über, bei dem die Qualität des Personals Priorität hat und finanzielle Instrumente zur Stimulierung von Kampfhandlungen eingesetzt werden.