Als Reaktion auf die scharfen Äußerungen Teherans nach dem Angriff auf ein Schiff im Kaspischen Meer gab es in Kiew eine harte Antwort. Der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, erklärte, dass die Position eines Landes, das Russland im Krieg unterstützt, die Handlungen Kiews nicht beeinflussen sollte.
Reaktion auf die Drohungen des Iran
Bei der Kommentierung des Vorfalls nutzte Pletenchuk eine ironische Metapher und merkte an, dass man in solchen Situationen oft rät, es »mit kaltem Wasser hinunterspülen« zu lassen. Seiner Meinung nach ist es im Iran wahrscheinlich zu heiß, und es gibt einfach kein solches Wasser. Der Sprecher betonte, dass die Ukraine nicht verpflichtet ist, die Meinung eines Staates zu berücksichtigen, der direkt zur Stärkung des russischen militärischen Potenzials beiträgt.
Ein entscheidendes Argument war die direkte Beteiligung des Iran an der Lieferung von Waffen. Pletenchuk wies darauf hin, dass Teheran Russland ein »Instrument des Terrors« in Form von Kamikaze-Drohnen zur Verfügung gestellt hat, deren Produktion im eigenen Land skaliert hat und das Training von Operatoren durchführt. Aus seiner Sicht ist die Meinung eines solchen Landes das Letzte, was die Ukraine in der aktuellen Situation kümmern sollte.
Logistik als legitimes Ziel
Ein besonderer Schwerpunkt in der Erklärung lag auf dem Status militärischer Transporte. Dmytro Pletenchuk erklärte kategorisch, dass jede militärische Logistik, die zur Unterstützung russischer Truppen genutzt wird, ein legitimes militärisches Ziel darstellt. Seine Aussage lautete, dass die Reaktion Kiews offensichtlich sein wird, wenn ukrainische Nachrichtendienste, die auch international tätig sind, Informationen über solche Objekte erhalten.
Chronologie der Ereignisse
Die Spannungen rund um das Kaspische Meer verschärften sich nach den Ereignissen vom 26. Juli. An diesem Tag beschuldigte das iranische Außenministerium die Ukraine öffentlich des Angriffs auf ein Schiff, das Teheran als Handelsschiff bezeichnete. Die iranische Seite gab bekannt, dass bei dem Angriff ein Seemann getötet und ein weiterer verletzt wurde.
Noch am selben Tag bestätigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Erfolg der Operation. Der Staatschef teilte mit, dass die Streitkräfte bei den Fernangriffen im Kaspischen Meer »sehr gute Ergebnisse« erzielt hätten. Laut Selenskyj wurde ein Schiff getroffen, das für den Transport von Militärfracht nach Russland genutzt wurde.