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title: "Schattenflotte unter Beschuss: Ukraine antwortet auf russische Beschwerde bei der IMO und enthüllt Abfangpläne"
description: "Die Ukraine hat auf die Beschwerde Russlands bei der IMO geantwortet und erklärt, dass die „Schattenflotte' den Krieg finanziert und keine normale Kommerzielle Tätigkeit darstellt. Kiew enthüllte Pläne zur Festnahme von Schiffen mit Drohnen und Booten, während der Westen bereits begonnen hat, Tanker in der Straße von Dover und im Mittelmeer zu beschlagnahmen. 🚢🚫🇷🇺"
date: 2026-06-30T17:52:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Schattenflotte unter Beschuss: Ukraine antwortet auf russische Beschwerde bei der IMO und enthüllt Abfangpläne

![Gasfrachter, der den Schattenflotten symbolisiert, am Kai: Ukraine antwortet Russland in der IMO](https://xab.info/media/2026/06/30/ukraina-otvetila-na-zhalobu-rossii-v-imo-i-raskryla-plany-po-perehvatyu-tenevogo-flota/ukraina-otvetila-na-zhalobu-rossii-v-imo-i-raskryla-plany-po-perehvatyu-tenevogo-flota-1.webp)

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) ist zur Bühne für eine neue diplomatische Konfrontation zwischen Moskau und Kiew geworden. Im Zentrum des Konflikts steht die sogenannte „Schattenflotte' Russlands und die Rechtmäßigkeit der Aktionen der ukrainischen Streitkräfte gegen diese. Während Russland Anfang Juni die Ukraine wegen eines Angriffs auf ein LNG-Tankerschiff des „Terrorismus' bezichtigte, entfaltete Kiew eine Argumentation, die den Status kommerzieller Schiffe, die die russische Kriegsmaschine finanzieren, in Frage stellt.

### Diplomatischer Schlagabtausch: Terrorismus oder militärische Notwendigkeit?

Anfang Juni richtete Moskau eine Eingabe an die IMO, in der es Kiew terroristische Handlungen vorwarf. Auslöser war der Angriff im März auf den russischen Flüssigerdgastanker *Arctic Metagaz* im Mittelmeer. Die russische Seite bestand auf dem Schutz kommerzieller Interessen und der Sicherheit der Schifffahrt.

Am 26. Juni legte die Ukraine jedoch ihre Antwort vor. Vizepremierminister Oleksij Kuleba stellte in einem Schreiben an die Organisation die fundamentale Frage, ob die Aktivitäten der Schiffe der „Schattenflotte' ausschließlich als gewöhnliche kommerzielle Operationen betrachtet werden können.

Aus Sicht Kiews spielen diese Schiffe eine entscheidende Rolle bei der Generierung von Einnahmen für den russischen Staatshaushalt, die direkt die militärischen Bemühungen des Landes finanzieren. Kuleba betonte, dass die Ukraine im Jahr 2025 bereits etwa zehn Schiffe der „Schattenflotte' angegriffen hat, die unter Sanktionen stehen und russische Güter transportieren.

### Gegenangriff mit Argumenten: Statistiken und Fakten

In ihrer Antwort beschränkte sich die Ukraine nicht nur auf die Verteidigung eigener Aktionen, sondern erhob auch Vorwürfe gegen Russland wegen der Verletzung des humanitären Völkerrechts. Kuleba führte Daten an, wonach Russland seit Februar 2022 mehr als 200 Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen hat.

Zu den Geschädigten gehören zivile Schiffe verschiedener Länder. Erwähnt werden insbesondere Angriffe auf 59 Handelsschiffe, darunter das türkische Frachtschiff *MV Victress* und das deutsche Schiff *Helga*. „Diese Angriffe sind ein weiterer Beweis für die offene Missachtung des humanitären Völkerrechts durch Russland, der Gesetze, die den Seekrieg regeln, sowie der Sicherheit des Handelsschiffsverkehrs', erklärte der ukrainische Vizepremierminister.

### Wirksamkeit der Angriffe: Wie sich die Logistik Russlands verändert

Die Angriffe der ukrainischen Seite zeigen bereits spürbare Ergebnisse in der Logistik russischer Transportunternehmen. Nach dem Vorfall im März ist kein russischer LNG-Tanker mehr ins Mittelmeer eingefahren. Laut Daten des maritimen Nachrichtendienstes Windward ist die „Schattenflotte' gezwungen, das Kap der Guten Hoffnung zu umfahren, was die Reisezeit und -kosten erheblich erhöht.

Die globale „Schattenflotte', die die Interessen Russlands, Irans und Venezuelas bedient, umfasst mehr als 1.500 Tanker. Der Druck auf sie wächst jedoch nicht nur von ukrainischer Seite, sondern auch von westlichen Partnern.

### Westlicher Druck und neue Bekämpfungsmethoden

Die europäischen Verbündeten der Ukraine haben ihre Aktivitäten zur Neutralisierung der „Schattenflotte' intensiviert. Am 14. Juni beschlagnahmte Großbritannien einen Tanker mit russischer Ladung in der Straße von Dover, und Frankreich hielt ein ähnliches Schiff im Mittelmeer an. Insbesondere stoppte die französische Marine den Tanker *Deliver* in der Nähe Siziliens; das Schiff liegt derzeit unter Bewachung vor Anker.

Europäische Partner üben Druck auf Offshore-Register in Barbados, Panama und Kamerun aus. Das Ziel ist die Streichung der Schiffe aus den Registern dieser Flaggenstaaten, was rechtliche Grundlagen für deren Festnahme und Durchsuchung schaffen würde.

### Neue Waffe: Drohnen und Boote

Der Kampf gegen die „Schattenflotte' rückt in den technologischen Fokus. Großbritannien plant, 500 Millionen Pfund Sterling für den Kauf von Schnellbooten und Kampfdrohnen für Kommandos auszugeben, die im Polarkreis eingesetzt werden können. Diese Technik dient dem Abfangen von Schiffen, die Sanktionen verletzen.

Auch die Ukraine bereitet ihre Kräfte vor. Der Kommandeur einer Einheit des Hauptgeheimdienstes des Verteidigungsministeriums mit dem Rufnamen „Neunter' berichtete, dass ukrainische unbemannte Boote vom Typ *Katran* für Operationen zur Festnahme von Schiffen der „Schattenflotte' direkt im Schwarzen Meer vorbereitet werden.