Die Ukraine hat bereits mit der Zusammenstellung des 22. Sanktionspakets gegen die Russische Föderation begonnen. Dies erklärte der vom Präsidenten beauftragte Sanktionsbeauftragte Wladyslaw Wlasjuk im Fernsehen.据 ihm zufolge wurde die Arbeit an der neuen Liste bereits vor einem Monat aufgenommen, wobei dokumentarische Beweise für die Entführung ukrainischer Kinder im Mittelpunkt stehen werden.
Status des 21. Pakets und Zukunftspläne
Laut Informationen, die Wlasjuk von der Europäischen Kommission erhalten hat, ist das Verfahren zur Genehmigung des 21. Sanktionspakets abgeschlossen. Die Abstimmung verlief erfolgreich, und die rechtliche Frage ist endgültig geklärt. Es wird erwartet, dass das Dokument in Kürze veröffentlicht wird. Wlasjuk bestätigte, dass Kiew parallel zum Inkrafttreten des aktuellen Pakets bereits aktiv am nächsten arbeitet.
Prioritäten des 22. Pakets
Die neue Sanktionsliste wird nicht nur eine Auflistung von Personen und Strukturen enthalten, sondern auch ausführliche Materialien, die als Begründung für die Beschränkungen dienen. Wladyslaw Wlasjuk hob mehrere Schlüsselbereiche hervor:
- Kindesentführung: Bereits im September ist die Verabschiedung eines Zwischensanktionspakets geplant, das sich speziell auf Entführer ukrainischer Kinder richtet.
- Wahlfälschung: Der EU bereitet eine harte Reaktion auf die sogenannten Wahlen zur Staatsduma der RF auf den besetzten Gebieten der Ukraine vor. Wlasjuk warnte, dass die Teilnehmer dieser Veranstaltungen mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl unter ukrainische als auch unter EU-Sanktionen fallen werden.
- Rüstungsindustrie: Dieser Block wird der umfangreichste sein. Als Grund wird das ungelöste Problem der Lieferung westlicher Komponenten nach Russland genannt.
- Energiesektor: Die Ausgestaltung dieses Blocks wird von der Position der USA und der Situation rund um den Iran abhängen.
Es wird erwartet, dass die Parteien Ende Oktober die Ergebnisse zusammenfassen und das vollständige 22. Paket erstellen werden.
Kontext: Was im 21. Paket enthalten ist
Das vorherige, am 23. Juli von den EU-Botschaftern abgestimmte 21. Sanktionspaket wurde von der Leiterin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, als das stärkste der letzten vier Jahre bezeichnet. In die Sanktionslisten kamen 218 Positionen, darunter 90 Banken, Krypto-Plattformen und Ölhändler aus Drittländern. Zudem wurden die Beschränkungen für den russischen „Schattenflotte“ ausgeweitet und erstmals ein Einreiseverbot in die EU für russische Militärs eingeführt, die an Kampfhandlungen gegen die Ukraine beteiligt sind.