Die ukrainische Nationalmannschaft ist erfolgreich in die neue Ausgabe der UEFA Nations League (Division B) gestartet und hat einen knappen, aber äußerst wichtigen Sieg gegen Ungarn errungen. Die Partie fand in der Puskás Aréna in Budapest statt und bot neben einem intensiven Kampf auf dem Rasen auch wichtige personelle Umstellungen, harte Zweikämpfe und eindrucksvolle Solidaritätsbekundungen ukrainischer Fans auf den Rängen.

Das Debüt von Andrea Maldera und personelle Intrigen

Dieses Spiel markierte die erste offizielle Bewährungsprobe für das neue Trainerteam der Ukraine unter der Leitung von Andrea Maldera. Vor der Partie äußerte sich der italienische Übungsleiter ausführlich zum Fitnesszustand von Spielern wie Matwij Ponomarenko und Roman Jaremtschuk sowie zu den Perspektiven von Mychajlo Mudryk. Kurz vor dem Anpfiff wurde bekannt, dass Roman Jaremtschuk gar nicht im Spielkader stand, während der junge Matwij Ponomarenko auf der Bank Platz nahm.

Spielverlauf: Taktischer Kampf und Sikans Tor

Die Begegnung begann mit hohem Tempo, jedoch taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, ins Kombinationsspiel zu finden. Ungarn kreierte im ersten Durchgang die gefährlicheren Tormöglichkeiten, darunter ein Lattenschuss von Lukács und ein Distanzschuss von Bolla knapp über die Latte. Die Ukraine antwortete mit vereinzelten Schüssen. Der Wendepunk der ersten Halbzeit folgte kurz vor dem Pausenpfiff: Heorhij Sudakow schlug eine präzise Flanke von der linken Seite, und Danylo Sikan köpfte den Ball unhaltbar für den Torwart ins Netz.

Widersprüchliche Daten

Zu einigen Spielszenen und Schiedsrichterentscheidungen gab es in den Medien unterschiedliche Einschätzungen. So bemängelten einige Analysten die extreme Härte in den Zweikämpfen der ersten Halbzeit – insbesondere ein heftiges Foul von Wolodymyr Braschko an Kevin Csoboth (Schaefer), nach dem der Ungar behandelt werden musste. Während Kritiker dem Schiedsrichter eine zu große Nachsicht bei harten Fouls vorwarfen, betonten andere Experten, dass der Unparteiische absichtlich ein physisches Spiel zuließ. Auch die Rote Karte für Olexandr Nasarenko in der Nachspielzeit sorgte für heftige Diskussionen und Rudelbildungen.

Zweite Halbzeit und Protest der ukrainischen Ultras

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen fundamental: Ungarn übernahm die Initiative und drängte auf den Ausgleich, während die Ukraine tief stand und auf Konter lauerte. Trotz des massiven Drucks hielt die Defensive der Gäste stand, und in der 76. Minute vergab Oleh Ocheretko sogar die Großchance auf das 2:0, als er Ihor Krasnopir alleine auf das Tor schickte. Abseits des Rasens machten ukrainische Ultras mit Transparenten ('Save Oleshky') auf die humanitäre Krise in den besetzten Gebieten aufmerksam.