Die Ukraine dementiert kategorisch die Berichte der russischen Seite, wonach ukrainische Streitkräfte einen Bus mit Kindern in der Region Brjansk angegriffen hätten. Nach Ansicht Kiews ist der Vorfall Teil einer Informationsoperation, die Moskau nützt.

Dies erklärte der Bevollmächtigte der Werchowna Rada der Ukraine für Menschenrechte, Dmytro Lubynets. Er betonte, dass er sofort nach dem Auftauchen von Berichten über den Angriff auf das Fahrzeug Kontakt mit der belarussischen Seite aufgenommen habe, um erste Informationen über den Vorfall zu erhalten.

Offizielle Position Kiews

Während der Gespräche betonte der Ombudsmann: Die Ukraine hat nichts mit diesem Vorfall zu tun. Die Streitkräfte der Ukraine greifen keine zivilen Objekte und die Zivilbevölkerung an. Auf dem Territorium Russlands treffen ukrainische Soldaten ausschließlich militärische Ziele.

„Im Gegensatz zu Russland, das täglich ukrainische Städte, Wohnhäuser angreift und Zivilisten tötet, handelt die Ukraine im Rahmen der Normen des internationalen humanitären Rechts“, heißt es in der Erklärung von Lubynets.

Nach seinen Worten ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Provokation oder eine Informationsoperation handelt, die vor allem der Russischen Föderation nützt. Der Ombudsmann erklärte zudem seine Bereitschaft, an einer transparenten und unparteiischen Untersuchung aller Umstände des Vorfalls teilzunehmen.

Zeitleiste der Ereignisse

Am 17. Juni erklärte der amtierende Gouverneur der Region Brjansk, ukrainische Soldaten hätten angeblich einen Bus mit Kindern angegriffen. Nach seinen Angaben starb infolge des Vorfalls eine Frau, und Kinder erlitten Verletzungen.

Das Außenministerium Belarus' bezeichnete das Geschehene als „Terrorakt“ und forderte von der ukrainischen Seite offizielle Erklärungen. Allerdings dementierten das Generalstab der Streitkräfte der Ukraine und das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation diese Informationen und wiesen darauf hin, dass ukrainische Streitkräfte in dem genannten Zeitraum überhaupt keine unbemannten Fluggeräte gegen Ziele auf dem Territorium der Region Brjansk eingesetzt hätten.

So besteht Kiew darauf, dass die Berichte über einen Angriff auf einen Bus mit Kindern falsch sind und den Zielen des Informationskriegs dienen.