In der Nacht zum 12. Juli führten russische Kampfdrohnen neue Angriffe auf die Städte Charkiw und Dnipro durch. Die Angriffe richteten sich gegen Objekte der zivilen Infrastruktur, wodurch Brände entstanden und Menschen verletzt wurden. Die offiziellen Informationen wurden von den lokalen Behörden und den Luftstreitkräften der Ukraine bestätigt.
Situation in Charkiw
In Charkiw wurden Treffer in mehreren Verwaltungsbezirken registriert. Laut Überwachungsdaten flogen die Drohnen von Norden und Nordosten in die Stadt ein. Eine Serie von Explosionen wurde gegen 03:14 Uhr verzeichnet.
Die schwerwiegendsten Folgen wurden im Schewtschenko-Bezirk registriert. Hier traf eine der feindlichen Drohnen eine Wohnbebauung. Infolge des Angriffs erlitten mehr als 20 Mehrfamilienhäuser Schäden. Zwei Einwohner wurden verletzt, darunter ein 16-jähriges Mädchen. Den Verletzten wurde medizinische Hilfe geleistet.
Im Kiwer-Bezirk brach nach dem Treffer in einer Garagenkooperative ein Feuer aus. Drei Personen suchten infolge des Vorfalls medizinische Hilfe. Auch im Saltow-Bezirk wurden Treffer registriert, jedoch kam es dort vorläufig ohne menschliche Opfer ab.
Die Stadtbehörden riefen die Einwohner auf, wachsam zu bleiben, da sich im Luftraum weiterhin feindliche Drohnen befanden.
Angriff auf Dnipro
Gleichzeitig mit Charkiw geriet auch Dnipro unter Beschuss russischer UAVs. Die Drohnen griffen die Stadt von Nordwesten an. Vorläufigen Informationen zufolge war ein Objekt der Lebensmittelindustrie das Ziel. Vor Ort arbeiten Notdienste, die das Ausmaß der Zerstörung einschätzen. Derzeit liegen keine Informationen über Verletzte vor.
Folgen des Angriffs in Sumy
Während Charkiw und Dnipro neue Angriffe abwehrten, werden in Sumy weiterhin die Folgen des Angriffs vom Vortag, dem 11. Juli, geklärt. Die Zahl der Opfer der Tragödie ist gestiegen: Ein Mann, der während des Beschusses schwere Verletzungen erlitten hatte, verstarb im Krankenhaus. Die Gesamtzahl der Todesopfer infolge des Angriffs auf Sumy belief sich somit auf fünf Personen.
Die lokalen Behörden in den Oblasten Charkiw und Dnipropetrowsk ermitteln weiterhin alle Umstände der nächtlichen Angriffe und bewerten den der Infrastruktur zugefügten Schaden.