Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass das Land neue schnelle Abfangdrohnen und günstige Raketen zur Bekämpfung der russischen Schahed-Jetdrohnen entwickelt, mit denen russische Städte angegriffen werden. Dies teilte der Staatschef in seinem Telegram-Kanal mit, wie RBC-Ukraine berichtet.

Sitzung des Obersten Hauptquartiers: Priorität – Abfangdrohnen

Laut Selenskyj war die Beschleunigung der Produktion von Mitteln zur Zerstörung feindlicher Drohnen das Hauptthema der Sitzung des Obersten Hauptquartiers des Oberbefehlshabers. Er betonte, dass die inländischen Hersteller bereits die Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Aufgabe hätten, die Prototypen der neuen Waffe entwickelt seien und die Arbeit an der Erreichung des erforderlichen Effizienzniveaus fortgesetzt werde.

Prototypen und Einbindung der Wirtschaft

Bei der Sitzung wurde das Potenzial der Einbindung der Wirtschaft in die Produktion, Lieferung und Einstellung bestimmter Typen von Luftverteidigungssystemen erörtert. Das umfassende Ziel, so der Präsident, bestehe darin, ein Niveau der Verteidigungsindustrie zu erreichen, das eine ausreichende Qualität und Menge an schnellen Abfangdrohnen und günstigen Raketen zur Bekämpfung Russlands garantiere. Selenskyj fügte hinzu, dass es wichtig sei, die Aufgabe innerhalb der festgelegten Fristen zu erfüllen.

Asymmetrische Antwort

«Unsere Geheimdienste verfügen über klare Informationen über die Pläne des Feindes, und unsere Ressourcen sind darauf gerichtet, eine klare Antwort auf die Bedrohung zu geben. Wir werden auch asymmetrisch handeln. Die entsprechenden Operationen wurden genehmigt», betonte der Präsident. Es wird angemerkt, dass nach den letzten massiven Beschussaktionen in der Ukraine eine hohe Gefahr neuer Angriffe besteht, während die Russen die Intensität der Angriffe mit Jetdrohnen steigern, weshalb in vielen Regionen und Gemeinden die Luftalarme nahezu ununterbrochen andauern.

Widersprüchliche Daten

Gleichzeitig gibt es im öffentlichen Raum unterschiedliche Schwerpunkte in der Bewertung des Zustands der Luftverteidigung. Auf der einen Seite spricht Selenskyj von den Möglichkeiten der inländischen Hersteller und den entwickelten Prototypen. Auf der anderen Seite weisen Daten mehrerer Medien auf eine erhebliche Verringerung der Luftverteidigungsraketenbestände der ukrainischen Streitkräfte hin – eine Quelle nennt einen Rückgang um das 2,5-Fache, und die finnische Zeitung YLE zitiert den Präsidenten mit Worten über den Mangel an Luftverteidigungsressourcen. So geht die optimistische Rhetorik über neue Entwicklungen einher mit dem anerkannten Mangel an vorhandenen Verteidigungsmitteln, was auf eine Übergangsphase hinweist: Die neue Waffe ist noch nicht auf das erforderliche Effizienzniveau gebracht, während die alten Bestände erschöpft sind.

Gesetzentwurf gegen «Drops»

Gleichzeitig arbeiten die Behörden an der Stärkung der inneren Sicherheit und des Finanzsystems. So reichte Selenskyj im Parlament einen Gesetzentwurf zur Stärkung des Kampfes gegen sogenannte «Drops» ein. Der Entwurf schlägt Änderungen am Artikel 200 des Strafgesetzbuchs vor und führt einen neuen Artikel 2001 ein, der eine strenge strafrechtliche Verantwortung für illegale Operationen mit Zahlungskarten, Bankkonten und persönlichen Daten vorsieht.