Die Ukraine hat von der Europäischen Union einen neuen großen Finanztranche in Höhe von 3,8 Milliarden Euro erhalten. Die Mittel werden ausschließlich für die Verteidigungsbedürfnisse und die Streitkräfte des Landes verwendet.

Dies teilte die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swirydenko mit. Ihrer Meinung nach werden diese Mittel eine entscheidende Unterstützung für den ukrainischen Rüstungssektor und die Armee im Rahmen des andauernden Konflikts darstellen.

Wofür die Mittel verwendet werden

Laut dem Statement des Regierungschefs werden die erhaltenen Mittel zur Finanzierung prioritärer Verteidigungsbedürfnisse eingesetzt. Insbesondere geht es um:

  • die Produktion ukrainischer Drohnen;
  • die Stärkung der Kapazitäten des Rüstungssektors;
  • die Sicherstellung dringender Lieferungen für die Bedürfnisse an der Front.

Diese Tranche stellt die erste rein militärische Hilfe für die Ukraine im Rahmen des neuen Finanzinstruments — Ukraine Support Loan — dar.

Gesamtvolumen der Hilfe der EU

Swirydenko betonte, dass am 25. Juni bereits 3,2 Milliarden Euro an finanzieller Hilfe im Rahmen desselben Darlehens in den Staatshaushalt eingegangen sind. Damals wurden die Mittel für die allgemeine Haushaltsunterstützung des Landes bereitgestellt.

Somit hat das Gesamtvolumen der Finanzierung, das die Ukraine bereits im Rahmen des Instruments Ukraine Support Loan erhalten hat, 7 Milliarden Euro erreicht.

Erwartungen an den IWF und die Weltbank

Laut der Ministerpräsidentin soll Mitte Juli eine Sitzung des Direktoriums des Internationalen Währungsfonds stattfinden, auf der die nächste Tranche für die Ukraine genehmigt wird. Ihr Volumen wird 690 Millionen Dollar betragen.

Zuvor wurde auch berichtet, dass die Ukraine von der Weltbank 3,39 Milliarden Dollar erhalten wird. Diese Mittel werden zur Unterstützung der makrofinanziellen Stabilität und zur Finanzierung des Staatshaushalts verwendet.

Die neuen Zuflüsse von der EU und internationalen Organisationen werden Kiew helfen, die finanzielle Stabilität aufrechtzuerhalten und die militärischen Operationen fortzusetzen, trotz erheblicher Ausgaben für die Verteidigung.