---
title: "Ukraine erreicht normales Niveau der Schrottbereitstellung für die Metallurgie: Kalenok fordert Einfuhrzoll von 180 Euro/Tonne für Export in die EU"
description: "Der Präsident der Branchenorganisation „Ukrmetallurgprom“, Alexander Kalenok, erklärte, dass die Beschränkungen für den Schrottexport die Metallurgen mit Rohstoffen versorgt haben, und forderte die Einführung einer Zollgebühr von 180 Euro/Tonne für Lieferungen in die EU, wo derzeit eine Nullrate gilt."
date: 2026-08-25T11:32:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-export-schrott-eu-zoll-180-euro-tonne-kalenok-de
tags: [ukraine, scrap-metal, export-restrictions, eu-trade, metallurgy, ukrmetallurgprom, cabinet-of-ministers]
publisher: "XAB.info"
---

# Ukraine erreicht normales Niveau der Schrottbereitstellung für die Metallurgie: Kalenok fordert Einfuhrzoll von 180 Euro/Tonne für Export in die EU

![Metallbruch-Container auf einem ukrainischen Stahlwerk, Export von Schrott in die EU mit einer Abgabe von 180 Euro pro Tonne](https://xab.info/media/2026/08/25/ukraina-eksport-metaloloma-es-pohlyna-180-evro-tonnu-kalenkov/ukraina-eksport-metaloloma-es-pohlyna-180-evro-tonnu-kalenkov-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die Kabinettsbeschränkungen für den Schrottexport haben zu einem normalen Niveau der Rohstoffversorgung der Metallurgiebetriebe geführt
- Die Verordnung Nr. 1795 vom 31.12.2025 führte eine Nullquote für den Schrottexport für das gesamte Jahr 2026 ein
- Kalenok schlägt vor, eine Zollgebühr von 180 Euro/Tonne für den Schrottexport in die EU festzusetzen, wo derzeit eine Nullrate gilt
- Die „Grauzonen“-Transitschemata über Polen kosteten den Haushalt mehr als 3 Mrd. Hrywnja
- Die Verarbeitung von Schrott im Inland ist wirtschaftlich vorteilhafter als der Rohstoffexport: mehr Steuern, Währungserlöse und Wertschöpfung

Die vom Kabinett der Minister der Ukraine eingeführten Beschränkungen für den Schrottexport haben eine positive Wirkung gezeigt und es ermöglicht, die Rohstoffversorgung der ukrainischen Metallurgiebetriebe auf ein normales Niveau zu bringen. Dies erklärte der Präsident der Branchenorganisation „Ukrmetallurgprom“, Alexander Kalenok, bei der Bewertung der Ergebnisse der im Zeitraum 2025–2026 ergriffenen Krisenmaßnahmen. Laut seinen Angaben litten die inländischen Metallurgen 2025 unter einem akuten Schrottmangel: Aufgrund des Fehlens von Rohstoffen zu wettbewerbsfähigen Preisen konnten einzelne Unternehmen die geplanten Produktionsvolumina nicht erfüllen. Die Situation verschärfte sich durch den Wettbewerb mit ausländischen Käufern, darunter Betrieben, die Zugang zu günstigen russischen Ressourcen hatten, was ukrainischen Schrott zu einem attraktiven Objekt für den Ausfuhrhandel zu unterbewerteten Preisen machte.

### Von der Exportzollgebühr zur Nullquote: Aufbau des Schutzmechanismus

Laut Kalenok war die regulatorische Reaktion der Regierung gestaffelt. Zuerst wurde eine Exportzollgebühr auf Schrott in Höhe von 180 Euro pro Tonne eingeführt, anschließend zusätzliche Beschränkungen, die den Rohstoffabfluss über Transitwege verhindern sollten. Genau dieses Maßnahmenpaket habe, nach Einschätzung des Leiters von „Ukrmetallurgprom“, seine Wirksamkeit bewiesen: Die Schrottversorgung der Metallurgieunternehmen stieg auf ein normales Niveau. Der Höhepunkt der Exportbeschränkungspolitik war die Kabinettsverordnung Nr. 1795 vom 31. Dezember 2025, mit der für das gesamte Jahr 2026 eine Nullquote für den Schrottexport eingeführt wurde. Vor der Einführung des Verbots wuchs der Schrottexport stetig, und die „Grauzonen“-Schemata – wenn Schrott über Polen mit Nullzoll ausgeführt und dann nach der Türkei weitergeleitet wurde – kosteten den Staatshaushalt mehr als drei Milliarden Hrywnja, trotz der formell geltenden Rate von 180 Euro/Tonne.

### Die Schwachstelle: Freier Handel mit der Europäischen Union

Gleichzeitig wies Kalenok auf eine erhebliche Lücke in der geltenden Regulierung hin: Sie erstreckt sich aufgrund des durch den Assoziierungsvertrag vorgesehenen Freihandelsregimes nicht vollständig auf den Handel mit der Europäischen Union. Bis heute gilt für die Ausfuhr von Schrott in die EU eine Nullzollsatz, was, so der Präsident von „Ukrmetallurgprom“, von unredlichen Exporteuren aktiv ausgenutzt wird. Kalenok schlug vor, dass die Ukraine Konsultationen mit Brüssel führt und auch in dieser Richtung beschränkende Maßnahmen anwendet, insbesondere angesichts des andauernden Krieges. Die konkrete Initiative – eine Zollgebühr von 180 Euro pro Tonne Schrott für den Export in die EU festzusetzen und damit die Bedingungen für alle Lieferungsrichtungen auszugleichen.

### Orientierung an der europäischen Politik und die Wirtschaftlogik der Verarbeitung im Inland

Der Präsident von „Ukrmetallurgprom“ betonte auch, dass sich die Ukraine an der eigenen Politik der EU orientieren sollte, in der Schrott zunehmend als strategisch wichtiger Rohstoff für die Dekarbonisierung der Industrie betrachtet wird. In diesem Kontext sei es für den Staat wirtschaftlich vorteilhafter, Schrott im Inland zu verarbeiten, als ihn in Rohstoffform zu exportieren: Die Herstellung von fertigen Metallprodukten bringe ein größeres Volumen an Steuereinnahmen, Währungserlösen und Wertschöpfung. Kalenok äußerte die Überzeugung, dass ein Dialog mit der Europäischen Union über die Einführung beschränkender Maßnahmen für den Schrottexport nicht nur möglich, sondern auch notwendig sei: „Ich denke, dass wir zumindest mit der Europäischen Union sprechen und darüber sprechen könnten, dass dies getan werden muss.“

### Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Zahlen und Daten festgestellt. Die Verordnung Nr. 1795 vom 31. Dezember 2025, die Zollrate von 180 Euro/Tonne und die Schätzung der Haushaltsverluste von mehr als drei Milliarden Hrywnja werden in den Materialien von RBC-Ukraine, UNIAN und „Obozrevatel“ konsistent genannt. Gleichzeitig weist die Quelle „Obozrevatel“ (ID 3) darauf hin, dass die Ukraine die Unterstützung Brüssels bereits vor der Einführung des Schrottexportverbots erhielt, was einen bestimmten Kontext schafft: Formal unterstützte die EU die beschränkenden Maßnahmen Kiews, jedoch bewahrt das Freihandelsregime weiterhin eine Nullrate für Lieferungen in die europäische Richtung, was die Initiative Kalenoks zur Einführung einer Zollgebühr von 180 Euro/Tonne für den Export in die EU zu einem Gegenstand künftiger Verhandlungen macht, nicht zu einer geltenden Regel.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Ukraine könnte den Schrottexport in die EU beschränken: Grund genannt](https://www.rbc.ua/ukr/news/ukrayina-mozhe-obmezhiti-eksport-metalobruhtu-1787657405.html) - Основной источник заявления Каленкова: дефицит лома в 2025 г., поэтапность мер, предложение пошлины 180 евро/тонну на экспорт в ЕС, ориентир на политику ЕС по декарбонизации.
- [Die Ukraine sollte den Schrottexport für alle Richtungen, einschließlich der EU, beschränken – Experte](https://www.unian.net/economics/other/ukraine-sleduet-ogranichit-eksport-metalloloma-dlya-vseh-napravleniy-v-tom-chisle-i-v-es-ekspert-13480005.html) - Подтверждает позицию Каленкова о необходимости ограничения экспорта лома по всем направлениям, включая ЕС.
- [Ukraine erhielt die Unterstützung Brüssels, bevor sie den Schrottexport verbot – Kalenok](https://www.obozrevatel.com/ekonomika-glavnaya/ukraina-poluchila-podderzhku-bryusselya-pered-tem-kak-zapretit-eksport-loma-kalenkov.htm) - Дополнительный контекст: поддержка ЕС до введения запрета; нулевая квота на 2026 год; потери бюджета от «серых» схем.
- [Der Schrottexport aus der Ukraine bedroht die wirtschaftliche nationale Sicherheit, Beschränkungen sind noch „nötig ...“](https://www.unian.net/society/eksport-loma-iz-ukrainy-ugrozhaet-ekonomicheskoy-nacbezopasnosti-ogranicheniya-nuzhny-eshche-na-vchera-kalenkov-13210470.html) - Подтверждает позицию Каленкова о необходимости ограничения экспорта лома по всем направлениям, включая ЕС.

## ❓ FAQ

### Q: Was genau hat das Kabinett der Minister der Ukraine zur Beschränkung des Schrottexports eingeführt?
**A:** Zuerst wurde eine Exportzollgebühr in Höhe von 180 Euro pro Tonne eingeführt, dann zusätzliche Beschränkungen gegen Transitwege. Am 31. Dezember 2025 verabschiedete das Kabinett die Verordnung Nr. 1795, mit der für das gesamte Jahr 2026 eine Nullquote für den Schrottexport festgelegt wurde.

### Q: Warum erstreckt sich das geltende Verbot nicht vollständig auf den Schrottexport in die EU?
**A:** Wegen des durch den Assoziierungsvertrag zwischen der Ukraine und der EU vorgesehenen Freihandelsregimes. Für die Ausfuhr von Schrott in die europäische Richtung gilt bis heute eine Nullzollsatz, was es unredlichen Exporteuren ermöglicht, diese Richtung ohne Beschränkungen zu nutzen.

### Q: Welche konkrete Maßnahme schlägt Alexander Kalenok für den Handel mit der EU vor?
**A:** Kalenok schlägt vor, Konsultationen mit der Europäischen Union durchzuführen und eine Zollgebühr von 180 Euro pro Tonne Schrott für den Export in die EU festzusetzen, um die Bedingungen mit anderen Richtungen auszugleichen. Er betont, dass solche beschränkenden Maßnahmen angesichts des Krieges besonders notwendig sind.

### Q: Wie viel hat der ukrainische Haushalt durch die „Grauzonen“-Exportwege mit Schrott verloren?
**A:** Laut den in den Materialien von RBC-Ukraine angeführten Daten hat der Staatshaushalt aufgrund der Transitwege über Polen (mit Nullzoll) und der anschließenden Weiterleitung von Schrott nach der Türkei mehr als drei Milliarden Hrywnja verloren, trotz der formell geltenden Exportzollrate von 180 Euro/Tonne.