In der Ukraine wurde ein Kipper der amerikanischen Marke Ford entwickelt und hergestellt, der Transportaufgaben unter Fernsteuerung eines Operators ausführen kann. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Aussage der 783. Brigade GOST. Auf dem veröffentlichten Foto ist ein weißer Ford F-Line-Kipper mit angehobener Ladefläche zu sehen, der auf einem Platz vor dem Gebäude eines kommunalen Unternehmens geparkt ist, über dem die ukrainische Flagge weht und das Wappen mit dem Dreizack angebracht ist.

Robotisierung der Logistik an der Front

Laut Vertretern der Brigade zielt das Projekt auf die Einführung neuer technologischer Lösungen und vor allem auf den Schutz von Menschenleben ab. „Wir arbeiten an neuen Lösungen. Wir setzen Technologien ein. Wir bewahren das Wichtigste – das Leben der Menschen. Wir haben einen Kipper mit Fernsteuerung zur Beförderung und Lieferung von Gütern entwickelt“, hieß es in der 783. Brigade GOST. Es handelt sich also nicht um ein serienmäßiges ziviles Fahrzeug, sondern um eine spezialisierte militärische Lösung, die an die Aufgaben der Versorgung und des Transports unter Kampfbedingungen angepasst wurde.

Funktionieren des Systems

Das Hauptziel der Entwicklung besteht darin, das Risiko für die Besatzung so weit wie möglich zu verringern. Der Operator steuert den Kipper ferngesteuert, und das Fahrzeug führt die erforderlichen Transportaufgaben ohne ständige Anwesenheit eines Fahrers in der Kabine aus. „Das ist keine einfache Modernisierung der Technik. Das ist eine praktische Lösung, die darauf abzielt, Leben und Gesundheit der Soldaten zu schützen“, fügten die Militärs hinzu. Dieser Ansatz verlagert den Menschen aus der unmittelbaren Gefahrenzone in eine geschützte Position und ermöglicht die Ausführung routinemäßiger, aber gefährlicher Aufgaben bei der Güterlieferung, ohne dass die Besatzung in der Beschusszone aussteigen muss.

Was über die Eigenschaften bekannt ist

Es wird berichtet, dass der Kipper den vollständigen Testzyklus durchlaufen hat, was die Bereitschaft der Entwicklung für den praktischen Einsatz bestätigt. Dabei nennt die Brigade die Steuerungsentfernung, die Art der verwendeten Kommunikation und eine Reihe anderer technischer Eigenschaften nicht. Das Fehlen öffentlicher Daten über den Wirkungsradius und den Kommunikationskanal ist für Militärprojekte typisch, bei denen solche Parameter häufig als vertrauliche Informationen eingestuft werden.

Kontext: Trend zu bodengestützten robotergesteuerten Systemen

Die Entwicklung eines ferngesteuerten Kippers fügt sich in den breiteren Trend zur Robotisierung von Bodentechnik ein. Zuvor hatte das türkische Verteidigungsunternehmen FNSS den schwimmenden bodengestützten robotergesteuerten Komplex U-MAV (Multi-Purpose Modular Unmanned Amphibious Vehicle) vorgestellt, der auf dem Wasser Geschwindigkeiten von bis zu 7 Knoten erreicht und an Land 70 km/h. Außerdem wurde erwähnt, dass der UGV Protector die Tragfähigkeit verdoppelt und einen neuen Kommunikationstyp erhalten hat. Zusammen zeigen diese Beispiele, dass bodengestützte robotergesteuerte Komplexe zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Bewaffnung und Logistik der Verteidigungskräfte werden.