In der Werchowna Rada der Ukraine zeichnet sich eine wichtige legislative Verschiebung ab: Der zuständige Ausschuss für humanitäre und Informationspolitik hat die Initiative zur Kriminalisierung der Ukrainophobie einstimmig unterstützt. Dies teilte RBC-Ukraine unter Berufung auf Iryna Vereschuk, die stellvertretende Leiterin des Präsidentenbüros, mit.
Kriminalisierung der Missachtung des Staates
Während der Ausschusssitzung wurde das Schicksal des Gesetzentwurfs Nr. 15186 erörtert. Iryna Vereschuk, die an der Diskussion teilnahm, betonte, dass die öffentliche Missachtung der ukrainischen Nation und des Staates als Straftat anerkannt werden muss. Ihrer Meinung nach sind solche Maßnahmen trotz möglicher Unzufriedenheit im Ausland notwendig, um einen souveränen ukrainischen Staat aufzubauen.
„Ja, vielleicht gefällt das nicht allen (besonders außerhalb der Ukraine). Aber wenn wir einen ukrainischen Staat aufbauen, sehe ich nichts Schlechtes an diesen legislativen Änderungen', unterstrich die stellvertretende Leiterin des Präsidentenbüros.
Was der Gesetzentwurf vorsieht
Initiator des Dokuments ist der Volksabgeordnete Nikolai Knjaschizky. Der Gesetzentwurf schlägt wesentliche Änderungen im Strafgesetzbuch der Ukraine vor, um die Strafen für Handlungen, die dem Staat schaden, klar zu definieren. Laut dem Wortlaut des Dokuments sind folgende Handlungen betroffen:
- Öffentliche Aufrufe zur Verleugnung der Subjektivität der Ukraine;
- Begründung der Assimilation des ukrainischen Volkes;
- Öffentliche Geringschätzung der ukrainischen Sprache und Kultur.
Der Urheber der Initiative begründet die Notwendigkeit des Gesetzes damit, dass das derzeitige Gesetzgebungsrecht nicht über ausreichende Instrumente zur Bekämpfung dieses Phänomens verfügt. Nach Angaben von Knjaschizky ist der Gesetzentwurf eine Antwort auf eine langjährige Forderung der Gesellschaft, die sich unter den Bedingungen des Hybridkrieges gebildet hat.
Kontext der Ereignisse
Die Diskussion über den Schutz der Nation findet vor dem Hintergrund von Aussagen über massive Bedrohungen statt. Zuvor hatte Kirill Budanow, der Leiter des Hauptnachrichtendienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, erklärt, dass Russland bereits vor Beginn der Invasion einen Genozid an Ukrainern geplant hatte. In diesem Zusammenhang werden legislative Initiativen zum Schutz der nationalen Souveränität und der Sprache von der Regierung als Teil der Strategie zur Bekämpfung feindlicher Handlungen betrachtet.