Im US-Außenministerium wurde offiziell erklärt, dass die Ukraine eine Position einnimmt, die es erlaubt, von einem Vorteil im Krieg gegen Russland zu sprechen. Dies teilte Jeremy Levine, der stellvertretende Außenminister der USA für auswärtige Hilfe, humanitäre Fragen und Religionsfreiheit, mit. Seine Worte wurden von RBC-Ukraine unter Berufung auf Mezhha.net zitiert.
Die Ukraine gewinnt den Krieg
Jeremy Levine gab diese Erklärung während eines ukrainischen Mittagessens in Danzig ab, das vom Viktor-Pintschuk-Stiftung organisiert wurde. Die Veranstaltung fand am Vorabend der internationalen Konferenz zur Wiederherstellung der Ukraine (URC-2026) statt.
Laut dem amerikanischen Beamten arbeitet die Ukraine weiterhin daran, eine neue Phase des Konflikts zu festigen und befindet sich derzeit in der Position des Siegers. „Wir befinden uns derzeit in einer Lage, in der die Ukraine den Krieg gewinnt“, betonte Levine.
Taktikwechsel: Wer fürchtet den Winter?
Der stellvertretende Außenminister wies auf eine erhebliche Änderung der Situation im Vergleich zu den Vorjahren hin. Während ukrainische Truppen zuvor das Eintreten des Winters erwarteten und befürchteten, dass dies die Aktivität der russischen Armee verlangsamen könnte, hat sich das Bild nun geändert. Jetzt ist es Russland, das auf die Kälte hofft, während die Ukraine weiterhin Druck ausübt.
Levine erinnerte daran, dass die ukrainische Seite auch unter schwierigen Winterbedingungen in der Lage war, den Verlauf der Ereignisse zu ändern und Angriffe auf Infrastrukturziele auf russischem Territorium durchzuführen. „Dies ist jetzt ein sehr wichtiger Moment: Die Ukraine kann den Druck an der Front aufrechterhalten“, fügte er hinzu.
Sanktionen und Unterstützung
Der Vertreter des Außenministeriums berührte auch das Thema einer möglichen Überprüfung der Sanktionspolitik gegenüber russischem Öl. Er versicherte, dass Washington weiterhin Sanktionsschritte mit seinen europäischen Partnern koordinieren werde.
Die USA bleiben ihrem Kurs der Unterstützung der Ukraine und der Aufrechterhaltung des internationalen Drucks auf Moskau treu. In letzter Zeit hat die US-Regierung ihre Rhetorik geändert und größere Hilfe zugesagt, während sie die Aktionen Kiews als erfolgreich bewertet.
Ein positives Signal kam insbesondere vom US-Präsidenten Donald Trump. Er erklärte, dass es Wladimir Selenskyj „nicht schlecht gehe“ und der ukrainische Führer seine Position im Konflikt mit Russland behalte. Trump hatte zuvor bereits eine mögliche Überprüfung der Sanktionen gegen Russland erwähnt, was Kiew als günstiges Zeichen für den weiteren Dialog interpretiert.