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title: "„Kein Mangel, aber die Logistik unter Druck“: Vize-Wirtschaftsminister erklärt, warum es in den Läden zu Engpässen kommen kann"
description: "Vize-Wirtschaftsminister Taras Wysotskyj erklärte, dass in der Ukraine kein Mangel an sozial bedeutsamen Lebensmitteln bestehe, jedoch die russischen Angriffe auf Verteilzentren vorübergehende Störungen bei der Lieferung der Waren in die Geschäfte verursachen."
date: 2026-09-02T11:10:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-lebensmittelversorgung-wysotskyj-lagerangriffe
tags: [ukraine, food-supply, logistics, war-economy, retail]
publisher: "XAB.info"
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# „Kein Mangel, aber die Logistik unter Druck“: Vize-Wirtschaftsminister erklärt, warum es in den Läden zu Engpässen kommen kann

![:Stellvertretender Wirtschaftsminister Taras Wysozkyj auf einem Briefing erklärt Lieferengpässe in Geschäften durch Logistikprobleme](https://xab.info/media/2026/09/02/ukraine-food-supply-vysotsky-warehouse-attacks/ukraine-food-supply-vysotsky-warehouse-attacks-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Vize-Wirtschaftsminister Taras Wysotskyj erklärte, dass in der Ukraine kein Mangel an sozial bedeutsamen Lebensmitteln festgestellt werde.
- Nach seinen Angaben wird die Produktion von Getreide und Ölsaaten 80 Millionen Tonnen übersteigen, bei einem Inlandsverbrauch von etwa 20 Millionen Tonnen.
- Die russischen Angriffe auf Verteilzentren verursachen vorübergehende Lieferengpässe, keinen Mangel an Waren.
- Der Beamte rief dazu auf, keine Vorräte anzulegen, und verwies auf die Tätigkeit Hunderte Hersteller in verschiedenen Regionen.
- Händler wechseln zu einem Netz kleiner Lager; die Transportkosten für gekühlte Produkte sind um 35–50 % gestiegen.

Im Rahmen des Telethrons erklärte der stellvertretende Minister für Wirtschaft der Ukraine, Taras Wysotskyj, dass kein Mangel an sozial bedeutsamen Lebensmitteln im Land festgestellt werde. Nach seinen Angaben übersteigt die Produktionsmenge in den wichtigsten Lebensmittelkategorien den Inlandsverbrauch, während die russischen Angriffe auf Lagerstätten lediglich vorübergehende Schwierigkeiten bei der Lieferung der Waren in die Geschäfte verursachen, nicht aber bei deren grundsätzlicher Verfügbarkeit.

### Produktion übersteigt den Verbrauch

Wysotskyj nannte Kategorien, bei denen die Produktion die Nachfrage übersteigt: Gemüse für die Borschtsch-Zusammenstellung, Getreide, Mehl, Brot, Hülsenfrüchte, Nudeln, Zucker und Pflanzenöl. Auch die Produktion von Futtermitteln, die für die Herstellung von Milch- und Fleischprodukten benötigt werden, sei ausreichend, so seine Einschätzung. Der Beamte nannte konkrete Zahlen: In diesem Jahr würden in der Ukraine, so seine Worte, mehr als 80 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten geerntet, während der Inlandsverbrauch bei etwa 20 Millionen Tonnen liege, also rund einem Viertel des Gesamtvolumens.

### Angriffe auf die Logistik, nicht auf die Produktion

Das zentrale Problem, so die Einschätzung des Vize Ministers, liege nicht in den Mengen, sondern in der Verteilungsinfrastruktur. Er betonte, dass Russland gezielt Lagerstätten für Produkte angreife, insbesondere große Verteilzentren, über die die Waren in Partien angeliefert, sortiert und an konkrete Geschäfte weitergeleitet würden. Durch die Beschädigung solcher Objekte käme es zu vorübergehenden Lieferengpässen: Physisch sei ausreichend Ware vorhanden, doch das Verteilsystem werde schrittweise umgestellt.

### Kein Grund zur Panik

Wysotskyj betonte, dass es keinen Grund für den Massenkauf von Vorräten gebe. Er erklärte, dass in der Ukraine Hunderte Hersteller in jeder Kategorie in verschiedenen Regionen tätig seien und es unmöglich sei, alle Straßen und Zufahrten zu den großen Städten vollständig zu blockieren. Gleichzeitig sei es derzeit schwieriger, ein breites Sortiment in jedes einzelne Geschäft zu liefern, daher könnten die Lieferungen mit kleinerem Sortiment, aber in größeren Mengen und mit bestimmter Regelmäßigkeit erfolgen. Die benötigten Waren würden, so seine Worte, in mehreren Verkaufsstellen verfügbar sein und die Grundbedürfnisse der Bevölkerung decken können.

### Umbau des Handels und steigende Kosten

Nach der Zerstörung großer Verteilzentren begannen ukrainische Händler, ihr Lager- und Lieferumfeld umzustellen und auf ein Netz kleiner Lager umzusteigen. Dies betrifft insbesondere gekühlte Produkte: Die Transportkosten für diese seien, den vorliegenden Daten zufolge, um etwa 35–50 % gestiegen, was je nach Kategorie, Region und konkretem Händler den Endpreis der Waren um 7–12 % erhöhen könnte.

### Widersprüchliche Daten

Die offizielle Position, dass kein Mangel bestehe, weicht von einzelnen Berichten über die Situation in den Regalen ab. So werden in einer Reihe von Veröffentlichungen leere Regale in großen Handelsketten (insbesondere bei „Metro“) festgestellt und beschrieben, wie Lieferengpässe im Sortiment ukrainische Städte nach den Angriffen auf die Lager erfassen. Die auf Ministerialebene geäußerte Einschätzung „kein Mangel an sozial bedeutsamen Lebensmitteln“ und die im Einzelhandel beobachteten vorübergehenden Leerstände in den Regalen könnten somit verschiedene Ebenen des Problems widerspiegeln: die Verfügbarkeit der Ware im Land insgesamt und deren physische Erreichbarkeit in einem konkreten Geschäft an einem konkreten Tag. Beide Versionen sind in offenen Quellen dargelegt, und die endgültige Bewertung hängt von der Region und der Warenkategorie ab.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Russland greift Lebensmittellager an: Wysotskyj erklärt, ob die Ukraine einem Mangel droht](https://www.rbc.ua/ukr/news/rosiya-b-e-skladah-iz-produktami-visotskiy-1788347206.html) - Первичный источник: заявления замминистра экономики Тараса Высоцкого в эфире телемарафона — отсутствие дефицита, 80 млн тонн производства против 20 млн потребления, удары по распределительным центрам, призыв не закупать впрок.
- [Russland zerstört Lebensmittellager: Bleiben die Ukrainer ohne Essen?](https://tsn.ua/ru/ukrayina/rf-unichtozhaet-prodovolstvennye-sklady-ostanutsya-li-ukraintsy-bez-edy-3157739.html) - Корреспондирует с темой ударов по продовольственным складам и вопросами доступности продуктов.
- [Droht der Ukraine ein Lebensmittel-Mangel: Berater des Präsidenten erklärt die Lage](https://www.bagnet.org/news/economics/1402805/grozit-li-ukraine-defitsit-produktov-sovetnik-prezidenta-obyasnil-situatsiyu) - Дополнительный контекст по оценке дефицита на уровне официальных лиц; согласуется с общей картиной отсутствия системного дефицита.
- [Leere Regale bei „Metro“: Lebensmittel-Mangel erfasst ukrainische Städte nach Angriffen auf Lager](https://theotherukraine.info/2026/08/31/pustye-polki-v-metro-deficzit-produktov-ohvatyvaet-ukrainskie-goroda-posle-udarov-po-skladam/) - Сообщает о пустых полках в крупных сетях и перебоях в рознице — расхождение с официальной формулировкой «дефицита нет», отражено в блоке «Противоречивые данные».

## ❓ FAQ

### Q: Besteht in der Ukraine nach Einschätzung des Ministeriums ein Mangel an Lebensmitteln?
**A:** Vize-Wirtschaftsminister Taras Wysotskyj erklärte, dass kein Mangel an sozial bedeutsamen Lebensmitteln festgestellt werde: Die Produktion der wichtigsten Kategorien übersteige den Inlandsverbrauch.

### Q: Warum kommt es dann in den Geschäften zu Engpässen?
**A:** Nach Angaben des Beamten greift Russland gezielt Verteilzentren und Lager an, wodurch vorübergehende Lieferstörungen entstehen, obwohl physisch ausreichend Ware vorhanden ist.

### Q: Wie viel Getreide und Ölsaaten sollen in diesem Jahr geerntet werden?
**A:** Nach Einschätzung von Wysotskyj mehr als 80 Millionen Tonnen, während der Inlandsverbrauch bei etwa 20 Millionen Tonnen liegt – rund ein Viertel des Volumens.

### Q: Sollte man Vorräte anlegen?
**A:** Wysotskyj betonte, dass es keinen Grund für den Massenkauf von Vorräten gebe, da in verschiedenen Regionen Hunderte Hersteller in jeder Kategorie tätig seien.

### Q: Wie reagieren die Händler auf die Zerstörung großer Lager?
**A:** Die Handelsketten wechseln zu einem Netz kleiner Lager; die Transportkosten für gekühlte Produkte sind um etwa 35–50 % gestiegen, was den Endpreis um 7–12 % erhöhen könnte.