Die Ukraine hat einen umfassenden Prozess der Rückführung herausragender historischer Persönlichkeiten ins Heimatland eingeleitet. Im Mittelpunkt steht die Schaffung eines Nationalen Pantheons sowie die Umbettung von Persönlichkeiten des Befreiungskampfes auf dem Gelände des Nationalen Militärgedenkfriedhofs (NWMK).
Erste Phase: Die Rückkehr der Helden
Der Prozess ist schrittweise organisiert. In der ersten Phase haben Militärführer, die am Befreiungskampf teilgenommen haben, Priorität. Auf dem Gelände des Gedenkfriedhofs wurden bereits zwei spezielle Bereiche für sie ausgewiesen. Derzeit werden die Vorbereitungen für die Überführung der sterblichen Überreste der ersten zehn Helden getroffen.
Zu den Personen, deren sterbliche Überreste als erste umgebettet werden sollen, zählen Kommandeure der Ukrainischen Galizischen Armee (UGA): Ignat Stepaniw, Antin Kraws und Wiktor Kurmanowitsch.
Kriterien und vorübergehende Beisetzung
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Helden sofort in den Pantheon selbst aufgenommen werden. Wie Poturajew anmerkte, werden Militärführer, die viel für den Schutz des Vaterlandes getan haben, aber nach bestimmten Kriterien derzeit noch nicht den Status des Pantheons erfüllen, in separate Sektoren des Friedhofs überführt.
Die Oberbefehlshaber und führenden Persönlichkeiten der Befreiungsbewegung sollen ihre letzte Ruhestätte direkt im Pantheon herausragender Ukrainer finden. Der Gedenkstätte selbst befindet sich jedoch noch im Aufbau. Daher werden selbst die bedeutendsten historischen Persönlichkeiten zunächst auf dem Gelände des Militärgedenkfriedhofs bestattet. Erst später werden ihre sterblichen Überreste an den endgültigen Ort – in den Pantheon – überführt.
Die Geschichte des Projekts
Die Initiative zur Schaffung des Pantheons wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj im April 2026 angekündigt. Das Projekt sieht den Bau eines Denkmals zur Ehrung nationaler Helden und Schlüsselfiguren der Geschichte vor, die eine Rolle bei der Prägung des nationalen Bewusstseins und der Staatlichkeit gespielt haben.
Der erste Schritt zur Umsetzung dieser Idee war die Rückführung der sterblichen Überreste des Obersten Andrej Melnyk und seiner Frau Sofia aus Luxemburg. Die stellvertretende Leiterin des Präsidentenbüros, Iryna Wereschtschuk, bezeichnete dieses Ereignis damals als Beginn der Bildung des Nationalen Pantheons der Helden.