Für die Bewohner der Ukraine, deren Fahrzeuge durch russische Beschüsse zerstört oder beschädigt wurden, hat das Innenministerium ein vereinfachtes Verfahren für die Dokumentenerstellung eingeführt. Die Besitzer des betroffenen Fahrzeugs können die Dienste mobiler Servicezentren kostenlos in Anspruch nehmen, ohne den Tatort verlassen zu müssen.

Das Hauptservicezentrum des Innenministeriums bestätigte, dass die Arbeit mobiler Teams an den Orten der Beschüsse es den Geschädigten ermöglicht, Verwaltungsfragen sofort zu klären. Insbesondere geht es um die Verschrottung des Fahrzeugs (Abmeldung) und die Wiederherstellung der Führerscheine.

Wie man die Dienstleistung am Ort des Beschusses erhält

Der größte Vorteil des neuen Verfahrens ist der Wegfall der Notwendigkeit einer vorherigen Registrierung über das System „E-Zapis“. Der Ablauf hat jedoch seine eigenen Nuancen:

  • Statusfeststellung. Zuerst müssen Sie sich an die Organe der vorgerichtlichen Ermittlungen wenden – Polizei, SBU oder andere Strukturen. Dort erhalten Sie ein Dokument, das den Status des Geschädigten bestätigt.
  • Kontakt zum Service. Mit diesem Dokument sollten Sie sich an das am Ort arbeitende mobile Servicezentrum des Innenministeriums oder an ein beliebiges regionales Zentrum wenden.
  • Ergebnis. Die Dienstleistung wird kostenlos innerhalb eines Arbeitstages nach Einreichung der Dokumente erbracht.

Warum es wichtig ist, ein verbranntes Auto abzumelden

Das Ministerium betont einen wichtigen rechtlichen Aspekt: Selbst ein vollständig zerstörtes Fahrzeug bleibt im Register auf den Eigentümer registriert. Wenn das Fahrzeug nicht mehr wiederhergestellt werden kann, muss es offiziell verschrottet werden. Dies vermeidet zukünftige Probleme mit Steuern und Bußgeldern.

Das Verschrotten kann in jedem Servicezentrum des Innenministeriums durchgeführt werden, unabhängig vom Wohnort des Eigentümers. Sowohl der Eigentümer selbst als auch sein bevollmächtigter Vertreter können sich wenden.

Einschränkungen und wichtige Bedingungen

Es gibt Situationen, in denen das Abmeldeverfahren nicht durchgeführt werden kann:

  • Wenn das Fahrzeug belastet ist (z. B. als Pfand bei einer Bank).
  • Wenn der Eigentümer das Fahrzeug bereits entsorgt hat, dies aber nicht dokumentiert hat – eine Wiederherstellung der Registrierung nach der Verschrottung ist dann unmöglich.

Falls das Zulassungsbescheinigung oder die Kennzeichen verloren oder gestohlen wurden, wird stattdessen eine entsprechende Anordnung oder Bescheinigung der Innenministeriumsorgane ausgestellt.

Für diejenigen, die den mobilen Ortstermin nicht nutzen können, bleibt das Standardverfahren gleich: Sie müssen sich über das System „E-Zapis“ registrieren oder einen Schein am Terminal des Servicezentrums ziehen.

Kompensationen und Wiederherstellung

Neben den administrativen Fragen haben Ukrainer Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Zuvor wurde berichtet, dass das Internationale Register für Schäden die Liste der Kategorien für die Einreichung von Anträgen über die App „Diia“ erweitert hat. Jetzt kann man Entschädigung für immaterielle Schäden, den Verlust des Zugangs zu Medizin und Bildung sowie für Sachschäden fordern.

Auch das Programm „eWiederaufbau“ zur Kompensation zerstörter Wohnräume ist in Kraft. Das Recht auf Zahlung ist vererbbar: Selbst wenn der Eigentümer ums Leben kommt, können seine Erben die Entschädigung nach Eintritt in die Erbschaft beantragen.