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title: "Ukraine will Mehrwertsteuer auf 21 % anheben, um einen Staatsfonds zur Entschädigung von Geschäftsschäden durch Beschuss zu schaffen"
description: "Das ukrainische Wirtschaftsministerium schlägt vor, die Mehrwertsteuer um 1 Prozentpunkt auf 21 % zu erhöhen, um einen Staatsfonds zur Entschädigung von Geschäftsschäden durch Beschuss zu schaffen. Der Spezialfonds wird ab 2027 arbeiten."
date: 2026-09-15T18:40:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-mwst-21-staatsfonds-entschaedigung-geschaeftsschaeden-beschuss
tags: [ukraine, vat, business-compensation, war-damage, tax-policy, export-credit-agency]
publisher: "XAB.info"
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# Ukraine will Mehrwertsteuer auf 21 % anheben, um einen Staatsfonds zur Entschädigung von Geschäftsschäden durch Beschuss zu schaffen

![Sitzung des Kabinetts der Minister der Ukraine: Diskussion über die Erhöhung der MwSt auf 21 % für einen Staatsfonds zur Entschädigung von Unternehmensschäden](https://xab.info/media/2026/09/16/ukraina-nds-21-gosfond-kompensatsii-biznesu-ot-obstrelov/ukraina-nds-21-gosfond-kompensatsii-biznesu-ot-obstrelov-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das Wirtschaftsministerium schlägt vor, die Mehrwertsteuer von 20 % auf 21 % zu erhöhen, um einen Staatsfonds zur Entschädigung der ersten Verluste von Unternehmen durch Beschuss zu schaffen.
- Der Fonds wird ab Anfang 2027 über die „Export-Kredit-Agentur“ arbeiten; Entschädigungsgrenze – 10 Millionen US-Dollar, Prämie – 2 % der Deckungssumme.
- Die Regierung hat von einer Einfuhrabgabe wegen Inflationsrisiken abgesehen; der Mehrwertsteueranstieg wird auf etwa 0,8 Prozentpunkte Inflation geschätzt.
- Von internationalen Partnern werden 1–2 Milliarden US-Dollar erwartet; der Fonds deckt die Verluste der Unternehmen, aber nicht Waren ab.

Das ukrainische Ministerium für Wirtschaft und Umweltschutz beabsichtigt, einen staatlichen Fonds zur Entschädigung der ersten Verluste (First-Loss) von Unternehmen durch feindliche Angriffe einzurichten. Dies erklärte der Minister für Wirtschaft und Umweltschutz, Alexander Krawtschenko, auf der Veranstaltung „Global Outlook“, die von der Europäischen Business Association in Kiew organisiert wurde. Nach seinen Worten arbeitet die Regierung an einem Mechanismus, der es Unternehmen ermöglichen soll, einen Teil ihrer Verluste durch Beschuss zu erstatten, wobei die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes um einen Prozentpunkt – von 20 % auf 21 % – die Finanzierungsquelle des Fonds bilden soll.

### Mechanismus „First Loss“ und Mehrwertsteuersatz

Das vorgeschlagene Modell sieht vor, durch den Anstieg der Mehrwertsteuer etwa 1 Milliarde US-Dollar in Form eines staatlichen Beitrags anzusammeln. Der Minister betonte, dass die Steuererhöhung die optimale Lösung sei, da sie alle Wirtschaftszweige umfasse, in der Verwaltung bequem sei und der Entgrauung des Geschäftslebens fördere: Von dem Programm könnten nur Mehrwertsteuerzahler profitieren. Krawtschenko beschrieb die Situation als „Kreuzung“ – entweder werde die Ukraine endlich Mechanismen der Kriegsversicherung einführen, oder sie bleibe im aktuellen Modus, in dem Unternehmen Unterstützung bräuchten, die Möglichkeiten der Regierung jedoch begrenzt seien.

### Warum keine Einfuhrabgabe?

Das Wirtschaftsministerium erklärte, dass alternative Optionen zur Finanzierung des Fonds geprüft worden seien, darunter die Einführung einer zusätzlichen Einfuhrabgabe. Von dieser Idee wurde wegen des Risikos einer höheren Inflation abgesehen. Nach Schätzungen der Regierung werde die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 1 Prozentpunkt nur zu einem geringen Anstieg der Inflation führen – voraussichtlich um 0,8 Prozentpunkte. Der Mehrwertsteuersatz wurde somit als das am wenigsten inflationäre und am besten steuerbare Instrument gewählt.

### Parameter des Fonds und Finanzierungsquellen

Nach Worten des Ministers werde der Start des Fonds helfen, von internationalen Partnern zusätzliche 1–2 Milliarden US-Dollar anzuziehen. Der Spezialfonds werde ab Anfang 2027 über die staatliche „Export-Kredit-Agentur“ arbeiten. Die Entschädigungsgrenze betrage 10 Millionen US-Dollar, die Prämie für die Teilnehmer des Programms – 2 % der Deckungssumme. Wichtig sei, dass der Fonds gerade die Verluste der Unternehmen abdecke, aber nicht auf Waren ausgedehnt werde. Krawtschenko fügte hinzu, dass der Start des Fonds die Arbeit der kommerziellen Versicherungsgesellschaften vereinfachen und mit der Zeit den internationalen Rückversicherungsmarkt öffnen werde, der für die Ukraine derzeit faktisch geschlossen sei.

### Widersprüchliche Angaben

In den Formulierungen des Ministers gibt es je nach Medium leichte Unterschiede in den Schwerpunkten. In den Materialien von RBC-Ukraine wird die Mehrwertsteuererhöhung als „optimale Lösung“ bezeichnet, während sie in der Schlagzeile von Interfax als „einzige Lösung“ für die schnelle Bildung eines Versicherungsfonds dargestellt wird. Im Wesentlichen beschreiben beide Versionen denselben Mechanismus, jedoch unterscheidet sich der Grad der Kategorizität der Bewertung. Außerdem beziehen sich alle genannten Parameter (Satz 21 %, Grenze 10 Millionen US-Dollar, Start 2027) derzeit auf die Entwicklungs- und Vorschlagsstufe der Regierung und nicht auf ein verabschiedetes Gesetz, was bei der Interpretation der Zahlen zu berücksichtigen ist.

### Kontext: von Lugano bis 2026

Der Minister erinnerte daran, dass die Diskussionen über eine umfassende Kriegsversicherung seit der Konferenz in Lugano im Juli 2022 andauerten, jedoch bis 2026 noch kein wirksamer Mechanismus existiere. Zuvor hatte Alexander Krawtschenko erklärt, dass die Verluste des ukrainischen Geschäftslebens durch russische Angriffe im Jahr 2026 10 Milliarden US-Dollar betragen könnten. In diesem Kontext bekräftige die Regierung ihre Absicht, die Programme zur Unterstützung der Unternehmer auszubauen und an der Schaffung eines Mechanismus zur Versicherung von Kriegsrisiken für Unternehmen zu arbeiten.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wirtschaftsministerium über die Hilfe für Unternehmen, die von Russland angegriffen werden: Wir stehen an einer Kreuzung](https://www.rbc.ua/ukr/news/minekonomiki-dopomogu-biznesu-kiy-atakue-1789496776.html) - Подтверждает заявление Кравченко на Global Outlook, повышение НДС с 20% до 21%, ~1 млрд $ госвзноса, отказ от импортного сбора, инфляционный эффект ~0,8 п.п., лимит 10 млн $, ставку 2%, запуск с 2027 г. через Экспортно-кредитное агентство, привлечение 1–2 млрд $ от партнеров, оценку убытков 2026 г. в 10 млрд $.
- [In der Ukraine wird über eine Steuererhöhung zur Hilfe für Unternehmen nachgedacht](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/6aa554ccf7a5ca948b84de09) - Подтверждает инициативу повышения налогов (НДС) для помощи бизнесу, пострадавшему от атак; согласуется с основной версией механизма.
- [Die Mehrwertsteuererhöhung ist die einzige Lösung für die schnelle Bildung eines Versicherungsfonds für ...](https://ru.interfax.com.ua/news/economic/1203112.html) - Подтверждает повышение НДС как инструмент формирования страхового фонда; в заголовке использована более категоричная формулировка «единственное решение», что учтено в блоке «Противоречивые данные».

## ❓ FAQ

### Q: Um wie viel soll die Mehrwertsteuer in der Ukraine erhöht werden?
**A:** Um einen Prozentpunkt – von 20 % auf 21 %. Nach Schätzungen der Regierung wird dies zu einem Inflationsschub von voraussichtlich 0,8 Prozentpunkten führen.

### Q: Wann wird der Spezialfonds zur Entschädigung von Geschäftsschäden arbeiten?
**A:** Ab Anfang 2027, über die staatliche „Export-Kredit-Agentur“.

### Q: Wie hoch sind die Grenzen und die Prämie des Programms?
**A:** Die Entschädigungsgrenze beträgt 10 Millionen US-Dollar, die Prämie für die Teilnehmer – 2 % der Deckungssumme. Der Fonds deckt die Verluste der Unternehmen ab, erstreckt sich aber nicht auf Waren.

### Q: Warum wurde keine Einfuhrabgabe eingeführt?
**A:** Von dieser Idee wurde wegen des Risikos einer höheren Inflation abgesehen; die Mehrwertsteuererhöhung gilt als weniger inflationär und in der Verwaltung bequemer.