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title: "Ukraine ändert die Spielregeln: Wie man jetzt ohne Warteschlangen beim TSK Freiwilliger wird"
description: "In der Ukraine wurde das Verfahren für die freiwillige Einberufung vereinfacht: Man kann sich nun direkt in einer militärischen Einheit registrieren, ohne das TSK zu besuchen. Kommandeure dürfen nun selbst Überweisungen zur medizinischen Kommission ausstellen, und Freiwillige sind 5 Tage lang vor erzwungener Mobilmachung geschützt. 🇺🇦📄"
date: 2026-07-23T15:10:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-neuer-regelung-freiwillige-einberufung-ohne-tsk
tags: [ukraine, mobilization, ministry-of-defense, military-service]
publisher: "XAB.info"
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# Ukraine ändert die Spielregeln: Wie man jetzt ohne Warteschlangen beim TSK Freiwilliger wird

![Spezialakte eines Wehrpflichtigen des Verteidigungsministeriums der Ukraine, die neue Mobilisierungsregeln und die Möglichkeit symbolisiert, ohne Warteschlangen im TCC Freiwilliger zu werden](https://xab.info/media/2026/07/23/ukraina-novyy-poryadok-dobrovolnogo-prizyva-bez-tsk/ukraina-novyy-poryadok-dobrovolnogo-prizyva-bez-tsk-1.webp)

In der Ukraine hat sich der Ansatz zur Registrierung von Freiwilligen während der Mobilmachung grundlegend geändert. Ein neuer Mechanismus ist in Kraft getreten, der darauf abzielt, den Prozess des Eintritts in den Dienst für Bürger zu vereinfachen und zu beschleunigen. Nun können diejenigen, die das Land schützen möchten, direkt mit militärischen Einheiten interagieren und bürokratische Hürden der territorialen Rekrutierungszentren umgehen.

### Der direkte Weg zum Dienst: Vom TSK zu den Kommandeuren

Bisher erforderte das Registrierungsverfahren den obligatorischen Besuch der territorialen Zentren für Rekrutierung und soziale Unterstützung (TSK und SP). Dieser Schritt wurde für Freiwillige nun abgeschafft. Ein Kandidat hat das Recht, eine bestimmte militärische Einheit auszuwählen, in der er dienen möchte, und die Registrierung direkt dort zu beginnen.

Ein zentrales Novum ist die Erweiterung der Befugnisse der Kommandeure. Sie erhielten das Recht, Kandidaten eigenständig zur medizinischen Militärkommission (WWK) zu überweisen. Diese Entscheidung soll die Wartezeiten erheblich verkürzen und unnötige Besuche bei Behörden ausschließen.

### Ablauf für Freiwillige

Die neue Ordnung sieht eine klare Abfolge von Schritten für diejenigen vor, die sich freiwillig zum Dienst melden:

    - **Auswahl der Stelle und Vorstellungsgespräch.** Der Kandidat kontaktiert die gewählte militärische Einheit, klärt den Bedarf und absolviert ein Vorstellungsgespräch.

    - **Einreichung des Antrags.** Nach einer positiven Entscheidung des Kommandos reicht der Kandidat einen offiziellen Antrag auf Ableistung des Militärdienstes ein.

    - **Überweisung zur medizinischen Kommission.** Der Kommandeur der Einheit stellt eine Überweisung zur Untersuchung durch die WWK aus.

    - **Registrierung und Vorbereitung.** Nach erfolgreichem Bestehen der Kommission trifft der Freiwillige in der Einheit ein, um die endgültige Registrierung abzuschließen. Falls erforderlich, absolviert er vor Beginn der Kampfeinsätze eine grundlegende allgemeine militärische Ausbildung.

### Sicherheit und Schutz vor erzwungener Mobilmachung

Ein wichtiger Aspekt des neuen Mechanismus ist der rechtliche Schutz der Freiwilligen in der Anfangsphase der Registrierung. Ab dem Zeitpunkt der Ausstellung der Überweisung zur WWK durch den Kommandeur kann der Bürger mindestens fünf Tage lang nicht zwangsweise mobilisiert werden. Dies garantiert dem Menschen Zeit, um das Registrierungsverfahren auf freiwilliger Basis abzuschließen.

Es ist zu beachten, dass die neue Ordnung ausschließlich für Bürger gilt, die sich im Rahmen der Mobilmachung freiwillig zum Dienst melden. Für diejenigen, die einen Vertragssoldaten-Dienst planen, bleibt das Verfahren unverändert.

### Kontext der Reformen im Verteidigungsbereich

Die Änderungen im Rekrutierungsverfahren finden vor dem Hintergrund einer allgemeinen Reorganisation der Ressourcenverwaltung statt. Zuvor wurde in der Ukraine die Schaffung eines neuen Koordinierungsgremiums beschlossen, das sich um Fragen der Ausnahmeregelung (Bronsierung) für Wehrpflichtige kümmern wird. Dieses Gremium wird auch an der Bestimmung von Unternehmen beteiligt sein, die für die Wirtschaft und die Aufrechterhaltung des Landeslebens von kritischer Bedeutung sind, was dazu beitragen soll, die Bedürfnisse von Front und Hinterland auszugleichen.