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title: "„Schwieriger, länger und teurer\": Wie die Ukraine ihr Ernährungssystem trotz Angriffen auf Lager hält"
description: "Der ukrainische Agrarminister erklärte, dass es trotz der Zerstörung von bis zu 90 % der Lagerkapazitäten keinen systemischen Mangel an Grundnahrungsmitteln gibt: Der Handel strukturiert die Logistik um und verlagert Bestände."
date: 2026-08-28T12:18:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-ohne-systemischen-mangel-an-lebensmitteln-trotz-angriffen-auf-lager
tags: [ukraine, food-supply, retail, logistics, war-economy, rbc-ukraine]
publisher: "XAB.info"
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# „Schwieriger, länger und teurer": Wie die Ukraine ihr Ernährungssystem trotz Angriffen auf Lager hält

![Leeres Regal im Supermarkt NOVUS mit dem Schild „Dieses Produkt wurde von Russland zerstört“ – Folgen der Angriffe auf Lager in der Ukraine](https://xab.info/media/2026/08/28/ukraina-bez-sistemnogo-deficita-produktov-nesmotrya-na-udary-po-skladam/ukraina-bez-sistemnogo-deficita-produktov-nesmotrya-na-udary-po-skladam-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Nach Einschätzung des Ministers Taras Wysozkyj gibt es in der Ukraine trotz der Angriffe auf Lager keine Bedrohung durch einen systemischen physischen Mangel an Grundnahrungsmitteln.
- In einigen Gebieten erreichen die Verluste der Lagerkapazitäten 90 %, daher strukturiert der Handel Strecken und Lagerformate in Echtzeit um.
- Die Kompensation der zerstörten Ware ist ungelöst: Der Minister schlägt eine paritätische, aber nicht unbedingt 50/50-Risikoverteilung zwischen Herstellern, Lieferanten und Ketten vor.

Trotz der anhaltenden russischen Angriffe auf Lager und die Lebensmittellogistik funktioniert das System zur Versorgung der Ukraine mit Grundnahrungsmitteln weiter. Dies erklärte der ukrainische Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel, Taras Wysozkyj, während seines wöchentlichen Gesprächs mit Vertretern der Medien, worauf RBC-Ukraine unter Verweis auf das Ministerium aufmerksam machte. Seinen Worten zufolge passen die Handelsketten und Lieferanten ihren Betrieb an die neuen Bedingungen an: Sie verlagern Bestände, ändern Lieferstrecken und suchen alternative Lagerformate. Ein visueller Marker dieser Umstrukturierung ist bereits in den Geschäften zu sehen: Auf den Regalen von Ketten wie „NOVUS“ erscheinen grüne Schilder mit der Aufschrift „Цей товар знищила Росія — нова партія вже прямує до нас“, die den vorübergehenden Unterbruch in der Lieferung eines bestimmten Produkts ehrlich dokumentieren.

### Angriffe auf die Logistik: Umfang der Verluste

Die russischen Angriffe auf Lager- und Logistikobjekte haben die Arbeit des Lebensmittelsektors erheblich erschwert. Laut den Daten, die RBC-Ukraine in der Schlagzeile des Beitrags anführt, ist ein erheblicher Teil der modernen Lagerkapazitäten bereits zerstört, in einigen Gebieten erreichen die Verluste 90 %. Das bedeutet, dass gerade die Verteil- und Lagerknotenpunkte – und nicht die Produktion – zum wichtigsten schwachen Glied in der Kette „Fabrik – Regal“ geworden sind.

### Anpassung des Handels: Wie sich das System umstrukturiert

Gleichzeitig gibt es nach Einschätzung des Ministers derzeit keine Grundlage, von einem systemischen Mangel an Grundnahrungsmitteln zu sprechen. Wysozkyj betont: „Es ist schwieriger, länger und teurer, aber das System passt sich an. Eine Bedrohung durch einen systemischen physischen Mangel an Grundnahrungsmitteln gibt es heute nicht.“ Die neue Logistik des Lebensmittelsektors wird im Wesentlichen in Echtzeit aufgrund der ständigen Angriffsrisiken geformt: Bestände werden zwischen den Regionen umverteilt, Strecken umgehen beschädigte Knotenpunkte, und die Lagerhaltung wird in andere Formate verlagert. In einzelnen Geschäften kann sich dies als vorübergehende Änderung des Sortiments oder der Verfügbarkeit bestimmter Positionen zeigen, aber nicht als allgemeine Knappheit an Grundwaren.

### Kompensation der Verluste: Streit über die Risikoverteilung

Eine separate und bislang ungelöste Frage bleibt die Kompensation der durch die Angriffe zerstörten Ware. Der Minister erläuterte, dass die Versorgung und der Verkauf von Waren wirtschaftliche und vertragliche Beziehungen zwischen Herstellern, Distributoren und Handelsketten seien, daher müssten Risiken und Verluste zwischen allen Beteiligten der Kette verteilt werden. „Ein fairer Ansatz wäre eine paritätische Risikoverteilung zwischen allen Seiten. Das muss nicht unbedingt 50 zu 50 sein“, so Wysozkyj. Er fügte hinzu, dass für verschiedene Warenkategorien die Margen, die Kooperationsbedingungen und das wirtschaftliche Ergebnis unterschiedlich seien, daher müsse der Mechanismus zur Verlustverteilung für jede Kategorie gesondert festgelegt werden, unter Berücksichtigung, wie der Gewinn zwischen den Parteien aufgeteilt wird. Ein solcher Ansatz sollte, seiner Meinung nach, auch auf die zusätzlichen Kosten für die Umstrukturierung der Logistik angewendet werden.

### Widersprüchliche Daten

Hier gibt es zwei bemerkenswerte Spannungen, die ehrlich widergespiegelt werden sollten. Erstens – der Bruch zwischen dem Umfang der angegebenen Verluste und der Schlussfolgerung über das Fehlen eines Mangels: Wenn in einigen Gebieten bis zu 90 % der Lagerkapazitäten zerstört wurden, stützt sich die Aussage „kein systemischer Mangel“ auf die Fähigkeit des Handels, die Logistik schnell umzustrukturieren, und nicht auf den Erhalt der Infrastruktur. Das heißt, die Widerstandsfähigkeit wird nicht durch einen Puffer an Kapazitäten, sondern durch die Flexibilität der Strecken gewährleistet, was das System auf lange Sicht teurer und fragiler macht. Zweitens – die Frage der Kompensation: Der Staat arbeitet an systemischen Mechanismen zur Versicherung militärischer Risiken, aber bis zu deren vollständiger Inbetriebnahme bleiben die Regeln zur Verteilung der Verluste und Zusatzkosten zwischen Herstellern, Lieferanten und Ketten Gegenstand von Vereinbarungen und keine fertige normative Lösung. Somit sind „kein Mangel“ und „die Verluste muss jemand kompensieren“ zwei Seiten desselben Problems, und die zweite ist bislang nicht geschlossen.

### Was das für den Käufer bedeutet

Für den Endverbraucher besteht der zentrale Schluss darin, dass Grundnahrungsmittel im Allgemeinen weiterhin verfügbar bleiben, aber in konkreten Geschäften aufgrund der Angriffe auf Verteilzentren vorübergehende Lieferverzögerungen und eine Verengung des Sortiments einzelner Positionen möglich sind. Händler und Lieferanten tragen zusätzliche Kosten für die Umstrukturierung der Logistik, und die Frage, wer und in welchem Verhältnis die zerstörte Ware ersetzen wird, wird auf der Ebene der vertraglichen Beziehungen zwischen den Beteiligten der Kette gelöst, bis die staatlichen Mechanismen zur Versicherung militärischer Risiken in Betrieb genommen werden.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Russland hat bis zu 90 % der Lebensmittellager zerstört: Minister erklärt, ob es einen Mangel geben wird](https://www.rbc.ua/ukr/news/rosiya-znishchila-90-produktovih-skladiv-1787919153.html) - Первичный источник: заявления министра Т. Высоцкого об отсутствии системного дефицита, адаптации логистики и паритетном распределении рисков; цифра «до 90%» — из заголовка.
- [Kabinett hat das Agrarministerium wiederhergestellt und das Ministerium für Regionen und besetzte Gebiete geschaffen – Korezkyj](https://ukranews.com/news/1163670-kabmin-vosstanovil-minagropolitiki-i-sozdal-minsotsialnyh-voprosov-i-vpl-koretskij) - Контекст: подтверждает существование и статус Минагрополитики как ведомства, от имени которого звучат заявления; не касается цифр по складам.
- [Zwei Minister statt eines: Was wird aus dem Wirtschaftsministerium und wer leitet die getrennten Behörden](https://www.obozrevatel.com/ekonomika-glavnaya/analytics-and-forecasts/v-ukraine-reorganizovali-vazhnoe-ministerstvo-kto-vozglavil-novyie-vedomstva.htm) - Подтверждено по источнику obozrevatel.com
- [Die UZa bittet, das Agrarministerium der Ukraine als eigenständiges Ministerium zu erhalten](https://www.apk-inform.com/ru/news/1531182) - Подтверждено по источнику apk-inform.com

## ❓ FAQ

### Q: Gibt es in der Ukraine einen systemischen Mangel an Grundnahrungsmitteln?
**A:** Den Worten des Agrarministers Taras Wysozkyj zufolge gibt es heute keine Bedrohung durch einen systemischen physischen Mangel an Grundnahrungsmitteln. Handel und Lieferanten strukturieren die Logistik um, verlagern Bestände und ändern die Lagerformate.

### Q: Wie groß sind die Verluste der Lagerinfrastruktur?
**A:** Laut den Daten, die RBC-Ukraine anführt, ist ein erheblicher Teil der modernen Lagerkapazitäten zerstört, in einigen Gebieten erreichen die Verluste 90 %. Dies erschwert und verteuert die Arbeit des Lebensmittelsektors.

### Q: Wer wird die zerstörte Ware kompensieren?
**A:** Der Minister ist der Ansicht, dass die Verluste zwischen den Beteiligten der Kette – Herstellern, Distributoren und Handelsketten – paritätisch, aber nicht unbedingt 50 zu 50, unter Berücksichtigung der Marge jeder Warenkategorie verteilt werden sollten. Bis zur Inbetriebnahme der staatlichen Mechanismen zur Versicherung militärischer Risiken werden die Regeln vertraglich festgelegt.