In der Nacht zum 1. Juli führten die ukrainischen Streitkräfte eine großangelegte Operation durch und griffen strategische Ziele tief im russischen Hinterland an. Ziel der Attacke waren ein Erdölraffinerie in Ufa und ein Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes in der Region Pensa.
Angriff auf die Kraftstoffinfrastruktur in Baschkortostan
Laut Angaben von ukrainischem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erreichten Drohnen Ufa, das mehr als 1300 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt. Das Angriffsziel war einer der größten Hersteller von Schmierölen in Russland. Dies ist bereits der zweite Vorfall, bei dem ukrainische Langstreichschläge diese Raffinerie getroffen haben, was die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte unterstreicht, Ziele im tiefen Hinterland des Gegners zu erreichen.
Treffer auf einen Rüstungsbetrieb in Pensa
Gleichzeitig mit dem Angriff auf Baschkortostan trafen ukrainische Drohnen ein strategisches Objekt in der Region Pensa. Die Entfernung zum Ziel betrug etwa 600 Kilometer. Das Unternehmen befasst sich mit der Entwicklung und Herstellung von Komponenten für Rüstungswaffen, die die russischen Besatzer für Angriffe auf ukrainisches Territorium einsetzen.
Position Kiews: „Gerechte Sanktionen“
Wolodymyr Selenskyj bezeichnete diese Aktionen als Teil des Plans zur Anwendung von „Langstreich-Sanktionen“, der täglich umgesetzt wird. In seiner Erklärung betonte der Staatsoberhaupt, dass solche Schläge eine gerechte Antwort auf die Aktionen Russlands seien. „Frieden ist notwendig, und genau das muss die russische Führung erkennen. Russland muss seinen Krieg beenden“, so der Präsident.
Kontext: Serie von Angriffen auf Raffinerien
Die Angriffe auf Ufa und Pensa sind die Fortsetzung einer Kampagne zur Zerstörung der Energieinfrastruktur Russlands. Bisher hat die Ukraine acht der zehn größten Erdölraffinerien Russlands angegriffen. Einige dieser Einrichtungen wurden bereits mehrfach beschossen.
Ein jüngstes Beispiel für einen großangelegten Angriff ereignete sich in der Nacht zum 28. Juni, als Drohnen eine Raffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani in der Region Krasnodar trafen. Eine Serie starker Explosionen führte zum Brand mehrerer Tanks mit Erdölprodukten und einem Großbrand auf dem Werksgelände.