In der Ukraine wurde ein neuer Schritt in der Entwicklung von unbemannten Systemen vorgestellt – die Abfangdrohnen P1-SUN Long des Unternehmens SkyFall, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz. Dies berichtet RBK-Ukraine unter Bezugnahme auf The New York Times.

Ausbildung anhand von Tausenden Kampfaufzeichnungen

Das in den P1-SUN Long integrierte KI-System wurde mit mehr als 10.000 Videoaufzeichnungen realer Kampfabfangungen trainiert. Dies ermöglicht der Drohne, ein Luftziel autonom auf eine Entfernung von bis zu 800 Metern zu erkennen. Nach Bestätigung durch den Operator erfasst das System das Ziel automatisch, verfolgt es und zerstört es.

Dutzende bestätigte Treffer

Laut NYT haben solche Abfangdrohnen bereits Dutzende bestätigte Kampftreffer gegen russische „Schahed'-Drohnen auf ihrem Konto. Die Modifikation P1-SUN Long stellt einen wichtigen Schritt bei der Schaffung eines autonomen Komplexes zur Bekämpfung von Luftbedrohungen dar, bei dem die KI einen erheblichen Teil der Arbeit bei der Suche, Verfolgung und Zerstörung von Zielen übernimmt.

Ein Operator steuert Dutzende Missionen gleichzeitig

Jetzt kann ein einzelner Operator Dutzende Missionen gleichzeitig steuern, was die Effizienz und Skalierbarkeit des Systems drastisch erhöht. Die Drohne arbeitet autonom, aber die endgültige Entscheidung über den Einsatz bleibt beim Menschen.

FPV-Drohnen SHRIKE mit KI-Steuerung

Zudem hat The New York Times die Funktionsweise von FPV-Drohnen SHRIKE mit KI-Steuerungssystemen demonstriert, die zur Zerstörung von Bodenzielen eingesetzt werden. Auch diese Geräte nutzen künstliche Intelligenz für eine präzise Zielansteuerung und zur Steigerung der Angriffseffizienz.

Entwicklung des ukrainischen Verteidigungssektors

Zuvor berichtete RBK-Ukraine darüber, wie sich das Beschaffungssystem für Drohnen für die Streitkräfte der Ukraine verändert und wie der spezielle Waffen-Marktplatz DOT-Chain Defence funktioniert. Auch die Medien erfuhr neue Details über die ukrainische Gleitbombe „Vyravnjatel' – die erste Gleitbombe, die nach fast eineinhalb Jahren Entwicklungsarbeit erstellt wurde.