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title: "Mangel an „Patriot“-Raketen und steigende russische Ballistik: zwei Schutzszenarien für die Ukraine laut The Economist"
description: "The Economist stellt fest: Bei nahezu erschöpften PAC-3-Beständen und einer Steigerung der russischen Ballistikproduktion auf hundert Raketen pro Monat bleiben der Ukraine zwei Schutzwege – Schläge gegen die Produktion und eigene Ballistikraketen."
date: 2026-09-10T06:40:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukraine-zwei-schutzszenarien-gegen-ballistik
tags: [ukraine, air-defense, patriot, ballistic-missiles, the-economist, russia]
publisher: "XAB.info"
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# Mangel an „Patriot“-Raketen und steigende russische Ballistik: zwei Schutzszenarien für die Ukraine laut The Economist

![Rettungskraft in Schutzausrüstung mit ukrainischer Flagge hilft einer älteren Frau vor einem zerstörten Gebäude nach einem Raketenangriff – Illustration des Patriot-Mangels](https://xab.info/media/2026/09/10/ukraina-dva-varianta-zashity-ot-balistiki/ukraina-dva-varianta-zashity-ot-balistiki-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die Bestände an PAC-3-Abfangraketen für die Patriot-Systeme in der Ukraine sind nahezu erschöpft, während Russland die Produktion von Ballistikraketen auf etwa 100 Raketen pro Monat gesteigert hat.
- The Economist hebt zwei Schutzszenarien hervor: Schläge gegen Fabriken und Startrampen vor dem Schuss sowie die Ergänzung des Arsenal mit eigenen Ballistikraketen („Sapsan“, FP-7, FP-9).
- Der HUR warnt vor einer Verstärkung kombinierter Angriffe auf die Energieversorgung diesen Herbst und diesen Winter sowie vor möglichen Erprobungen von Ballistikraketen mit einer Reichweite von bis zu 800 km bis Ende des Jahres.

Vor dem Hintergrund eines akuten Mangels an Abfangraketen und der anhaltenden Steigerung der russischen Produktion von ballistischen Raketen verfügt die Ukraine laut The Economist über zwei Hauptansätze zum Schutz vor Angriffen. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf das britische Magazin. Es geht um eine Situation, in der die traditionelle Flugabwehr-Raketenabwehr allmählich an ihre Grenzen stößt, während der Gegner seinen Bestand an hochgeschwindigkeitsfähigen Munitionsmitteln weiter ausbaut, was die Suche nach alternativen, einschließlich offensiver, Möglichkeiten zur Reduzierung der Bedrohung erzwingt.

### Mangel an Abfangraketen und steigende Produktion von Ballistikraketen

Das zentrale Problem, auf das The Economist hinweist, ist die nahezu vollständige Erschöpfung der ukrainischen Bestände an PAC-3-Abfangraketen für die Patriot-Systeme. Gleichzeitig hat Russland laut dem Magazin die Produktion von ballistischen Raketen auf etwa hundert Stück pro Monat gesteigert. Ein zusätzlicher Verwundbarkeitsfaktor ist, dass das Raketenabwehrsystem Freya noch nicht einsatzbereit ist. Zusammen genommen erzeugen diese Umstände eine Lücke zwischen dem Produktionsrhythmus der Ballistikraketen des Gegners und der Fähigkeit der Ukraine, jeden Start abzufangen.

### Erstes Szenario: Reduzierung des Arsenal durch Schläge gegen die Produktion

Der erste der beiden Ansätze, die The Economist hervorhebt, ist offensiver Natur und zielt darauf ab, die Anzahl der Raketen zu verringern, über die Russland verfügt. Die Strategie sieht Schläge gegen Fabriken vor, die Ballistikraketen produzieren, sowie die Zerstörung von Startrampen noch bevor ein Schuss erfolgt. Das Ziel besteht also nicht darin, die Rakete in der Luft abzufangen, sondern sie am Start zu hindern, indem man entweder die Produktionsbasis oder das Trägersystem selbst in der Startvorbereitungsphase zerstört.

### Zweites Szenario: eigene ballistische Raketen

Der zweite Ansatz hängt damit zusammen, dass die Ukraine in den kommenden Monaten hofft, ihr Arsenal mit eigenen ballistischen Raketen zu ergänzen. In erster Linie geht es um die Rakete „Sapsan“, an der „Juschmasch“ arbeitet, sowie um Produkte des Unternehmens Fire Point – FP-7 und die weiter reichende FP-9. Laut The Economist werden diese Raketen dank ihrer hohen Geschwindigkeit in der Lage sein, mobile Startrampen des Gegners effektiver als Drohnen zu treffen, bevor sie schießen und sich dem Einschlag entziehen können.

### Komplexität der Aufgabe und Warnungen des Auslandsgeheimdienstes

Gleichzeitig betont The Economist, dass die Umsetzung beider Szenarien äußerst schwierig ist: Selbst die Vereinigten Staaten, die über eine vollständige Luftüberlegenheit über dem Iran verfügen, haben Mühe, mobile Startrampen des Gegners zu zerstören. Der Bedrohungskontext wird durch Aussagen des Auslandsgeheimdienstes ergänzt. Der Chef des Hauptverwaltungsgeheimdienstes (HUR) Oleh Hwyschtschenko hatte davor gewarnt, dass Russland diesen Herbst und diesen Winter kombinierte Angriffe auf die Energie- und Wärmegenerierung der Ukraine verstärken werde, dabei gleichzeitig Ballistikraketen, Marschflugkörper, reaktive „Schehedy“ und neue brennende Munitionsmittel einsetzen werde, was die Arbeit der Luftverteidigung erschwere. Außerdem hatte der HUR-Sprecher Wadym Skybytskyi erklärt, dass Russland bis Ende des Jahres die Erprobung eines neuen Typs ballistischer Raketen mit einer Reichweite von bis zu achthundert Kilometern abschließen plane, und im Rahmen dieser Erprobungen der Gegner möglicherweise Objekte in den westlichen Gebieten der Ukraine angreifen könne.

Zusammenfassend steht die Ukraine laut The Economist vor der Wahl zwischen der Verstärkung offensiver Schläge gegen die Produktions- und Startinfrastruktur der Ballistikraketen und der beschleunigten Schaffung eines eigenen hochgeschwindigkeitsfähigen Raketenarsenals – wobei beide Wege mit hoher technischer und operativer Komplexität verbunden sind.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Die Ukraine hat zwei Schutzvarianten gegen Ballistikraketen, – The Economist](https://www.rbc.ua/ukr/news/ukrayini-e-dva-varianti-zahistu-vid-balistiki-1789022175.html) - Первичный источник: два сценария защиты, дефицит PAC-3, рост производства баллистики, ракеты «Сапсан», FP-7, FP-9.
- [Russland hat die Produktion ballistischer Raketen erhöht: The Economist warnt vor einem neuen Problem für ...](https://tsn.ua/ru/ato/rossiya-uvelichila-proizvodstvo-ballisticheskih-raket-the-economist-predupredil-o-novoy-probleme-dlya-ukrainy-3165149.html) - Корробирует тезис об увеличении производства баллистики РФ и проблеме для ПВО Украины.
- [Die Ukraine hat die Bestände an Raketen für F-16, die gegen neue russische Drohnen eingesetzt werden, nahezu erschöpft, – Medien](https://ukranews.com/news/1174024-ukraina-pochti-ischerpala-zapasy-raket-dlya-f-16-kotorye-ispolzuyutsya-protiv-novyh-dronov-rf-smi) - Подтверждено по источнику ukranews.com
- [The Economist: Russland produziert bis zu 100 ballistische Raketen pro Monat, während die Patriot-Bestände in der Ukraine nahezu ...](https://inforesist.org/the-economist-rossiya-proizvodit-do-100-ballisticheskih-raket-v-mesyacz-a-zapasy-patriot-v-ukraine-pochti-ischerpany/) - Подтверждает цифры: до 100 баллистик в месяц и почти исчерпанные запасы Patriot.

## ❓ FAQ

### Q: Warum hat die Ukraine laut The Economist ein Problem mit dem Schutz vor Ballistikraketen?
**A:** Weil die Bestände an PAC-3-Abfangraketen für die Patriot-Systeme nahezu erschöpft sind, Russland die Produktion von Ballistikraketen auf etwa hundert Raketen pro Monat gesteigert hat und das System Freya noch nicht einsatzbereit ist.

### Q: Welche zwei Schutzszenarien hebt The Economist hervor?
**A:** Das erste – Schläge gegen Produktionsfabriken und Startrampen vor dem Schuss; das zweite – die Ergänzung des Arsenal mit eigenen ballistischen Raketen: „Sapsan“ („Juschmasch“), FP-7 und FP-9 (Fire Point).

### Q: Als wie schwierig wird diese Aufgabe angesehen?
**A:** The Economist stellt fest, dass die Aufgabe sehr schwierig ist: Selbst die USA, die über eine Luftüberlegenheit über dem Iran verfügen, haben Mühe, mobile Startrampen des Gegners zu zerstören.