Die Erwartungen, dass das Wohnbauförderungsprogramm eine massive Binnenmigration der Ukrainer in den Westen des Landes auslösen würde, haben sich nicht erfüllt. Die Statistiken zur Nutzung von Wohnzertifikaten im Rahmen der Initiative „єВідновлення' zeigen ein anderes Bild: Die Bürger ziehen es vor, in ihren Heimatregionen zu bleiben.
Dies erklärte Vizepremierminister für Wiederaufbau, Minister für Entwicklung von Gemeinden und Territorien, Alexei Kuleba, in einem Kommentar für RBC-Ukraine. Obwohl das Programm den Menschen die volle Freiheit bei der Wahl des Ortes für den Kauf eines neuen Hauses bietet, erwiesen sich die westlichen Gebiete als die am wenigsten nachgefragte Richtung für Umsiedlungen.
Priorität der Heimatgebiete
Laut Daten des Ministeriums von Kuleba waren die Regionen, in denen die Bürger vor Beginn der aktiven Kampfhandlungen lebten, führend bei der Nutzung von Wohnzertifikaten. Dies bestätigt einen beständigen Trend: Die meisten Menschen streben danach, neue Wohnungen genau in ihrer eigenen Oblast zu kaufen.
Der Minister stellt fest, dass die Entscheidung zum Immobilienkauf nicht nur von Sicherheitsfaktoren oder wirtschaftlichen Bedingungen abhängt. Bei der Wahl des Wohnortes haben familiäre Bindungen, die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, das gewohnte soziale Umfeld und der Wunsch, Teil einer bekannten Gemeinschaft zu bleiben, den entscheidenden Einfluss.
Staatliche Position: Wahlfreiheit ohne künstliche Anreize
Trotz der ungleichmäßigen Binnenmigration plant die Regierung nicht, in diesen Prozess einzugreifen, indem sie spezielle Vergünstigungen oder Erhöhungskoeffizienten für bestimmte Regionen einführt. Insbesondere wird die Frage der Förderung des Umzugs in den Westen des Landes durch finanzielle Boni derzeit nicht erörtert.
Alexei Kuleba betonte, dass der Staat bei der Entwicklung des Programms „єВідновлення' vom Schlüsselprinzip ausging, dem Menschen das Recht zu geben, selbst zu wählen, wo er nach dem Verlust seiner eigenen Wohnung neue Wohnräume erwerben möchte. Somit spiegelt die aktuelle Statistik die tatsächlichen Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung wider und keinen administrativen Druck.