In der Nacht zum 30. Juli wurde die Logistikinfrastruktur eines der größten russischen Einzelhändler schwer geprüft. Ukrainische Drohnen griffen Lagerhäuser des Unternehmens Wildberries an, die tief im russischen Hinterland liegen. Insbesondere ein Objekt in der Stadt Sarapul in der Republik Udmurtien wurde getroffen.
Das Ausmaß des Brandes war so erheblich, dass die Folgen des Angriffs sogar aus dem Weltraum sichtbar waren. Satellitenbilder zeigten eine gewaltige Säule aus schwarzem Rauch, die sich über dem Industriegebiet erhob. Visuell wirkte dies wie eine mächtige Wolke, die das Gelände des Logistikkomplexes umhüllte, in dem aktive Brandherde zu sehen waren.
Ziele des Angriffs: Penza und Sarapul
Laut Daten, die von RBC-Ukraine unter Berufung auf das russische Medium „Radio Swoboda“ zitiert werden, wurden in der Nacht zum 30. Juli zwei große Objekte gleichzeitig getroffen. Neben Sarapul wurde auch das Logistikzentrum in Penza angegriffen. Dieser Komplex ist einer der wichtigsten für das Unternehmen und umfasst eine Fläche von etwa 180.000 Quadratmetern.
Für die Angriffe wurden FPV-Drohnen eingesetzt. Der Vorfall in Sarapul ging mit einem heftigen Brand einher, der schnell einen großen Teil des Gebäudes erfasste. Fotos vom Tatort zeigen, wie Flammen aus den Fenstern und zerstörten Konstruktionen schlagen, während dichter Rauch den Himmel verdeckt.
Serie von Angriffen auf die Logistik
Der Angriff auf die Objekte in Udmurtien und Penza ist kein Einzelfall. Seit dem 18. Juli hat der Ukraine 13 Lagerhäuser von Wildberries mit unterschiedlichem Schweregrad beschädigt. Dies deutet auf einen systematischen Ansatz zur Zerstörung der Logistiknetzwerke des Einzelhändlers hin.
Einer der größten Vorfälle war der Angriff auf Rjasan am 29. Juli. In dieser Nacht wurde die Stadt massiv von Drohnen bombardiert. Ziele waren nicht nur das Sortierzentrum von Wildberries, sondern auch ein lokales Ölraffinerie-Werk, was auf eine breite Palette von Zielen für die Angriffe hindeutet.
Folgen für das Geschäft
Unter den Bedingungen der anhaltenden Angriffe ist das Unternehmen gezwungen, Wege zur Minimierung der Risiken zu suchen. RBC-Ukraine berichtete, dass Wildberries erwägt, einen Teil seiner Logistikkapazitäten außerhalb Russlands, insbesondere nach Kasachstan, zu verlagern. Angesichts der regelmäßigen Angriffe auf Lagerhäuser sucht das Unternehmen dringend nach neuen Räumlichkeiten, die einen unterbrechungsfreien Betrieb trotz der Bedrohung durch Beschuss gewährleisten können.