In der Nacht zum 21. Juni erschütterten starke Explosionen die besetzte Krim. Ukrainische unbemannte Fluggeräte (Drohnen) führten einen erfolgreichen Schlag gegen ein Ölterminal im Hafen von Keratsch aus. Die offizielle Bestätigung der Operation stammt von der Pressestelle der Spezialkräfte der ukrainischen Streitkräfte, wie das Medienhaus RBC-Ukraine berichtete.
Strategische Bedeutung des Ziels
Die Wahl des Ziels war nicht zufällig: Das Ölterminal in Keratsch ist einer der wichtigsten Knotenpunkte im Logistiksystem für die Lieferung von Mineralölprodukten auf der Halbinsel. Die Anlage erfüllt kritische Funktionen und gewährleistet die Annahme, Lagerung und Umschlag von Öl zwischen Eisenbahntransport, Tanklagern und Seetankern.
Zudem spielt das Terminal eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Fährverbindung, die das russische Festland mit der Krim verbindet, sowie bei der Betankung von Schiffen. Die Außerbetriebnahme dieses Objekts trifft die Energie- und Transportinfrastruktur der Region schwer.
Ausmaß der Folgen
Als Ergebnis des erfolgreichen Schlags brachen auf dem Hafengelände zahlreiche Brände aus. Quellen zufolge entzündeten sich großflächige Feuer, was auf Treffer in Brennstofftanks oder Entladeeinrichtungen hindeutet.
Teil einer großangelegten Operation
Der Angriff auf Keratsch war Teil eines umfassenderen Schlags, den die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 21. Juni führten. Die Operation umfasste Ziele in einem Radius von etwa 300 km von der Frontlinie und betraf sowohl Objekte auf der Krim selbst als auch Infrastruktur in der Nähe der Krimbrücke.
Im Rahmen der nächtlichen Aktionen wurden folgende Ziele getroffen:
- Objekte der militärischen Logistik des Gegners;
- Knotenpunkte der Ölindustrie;
- Elemente des Luftverteidigungssystems.
Besonderes Augenmerk lag auf den Luftverteidigungsmitteln. Laut Geheimdienstinformationen zerstörten ukrainische Kräfte erfolgreich vier Radaranlagen, die zu den Flugabwehrraketensystemen S-400 gehören, sowie zwei „Pantsir“-Komplexe. Die Schläge wurden auf Objekte auf beiden Seiten der Krimbrücke geführt, einschließlich der maritimen Logistik für den Öltransport in der Region Krasnodar und der Ölbasis in Keratsch.