Am 29. Oktober 2026 verübten das russische Militär einen Angriff mit einer Drohne mit Strahltriebwerk auf den Bahnhof in Dnipro. Nach Angaben von „Ukrsalisnyzja“ traf der Einschlag einen der Bahnsteige, auf dem sich zum Zeitpunkt des Angriffs der Personenzug Nr. 866 auf der Strecke Dnipro — Saporischschja befand. Offiziell wurden 14 Todesopfer bestätigt. Die ukrainische Luftwaffe veröffentlichte am selben Tag Fotobeweise, die ihrer Ansicht nach das Narrativ der russischen Propaganda über die „Arbeit der ukrainischen Luftabwehr“ als Ursache der Zerstörung vollständig widerlegen.

Angriffsverlauf und Folgen für die Infrastruktur

Der Angriff auf den Bahnhof in Dnipro war Teil einer anhaltenden Serie von Attacken auf die zivile Infrastruktur der Region. Laut Mitteilung von „Ukrsalisnyzja“ befand sich zum Zeitpunkt des Einschlags ein aktiver Personenzug am Bahnsteig. Die Anwesenheit von Menschen in der Trefferzone machte die Folgen besonders schwer: Die Zahl der Opfer belief sich vorliegenden Daten zufolge auf 14 Personen. Die auf Fotos dokumentierten Zerstörungen am Bahnsteig und im umliegenden Gebiet zeugen von einem direkten Munitionseinschlag und nicht von Kollateralschäden durch Luftabwehrsysteme.

Das russische Propagandanarrativ und seine Widerlegung

Wie die ukrainische Luftwaffe betont, starten russische Propagandakanäle nach jedem Angriff auf ukrainische Städte eine standardmäßige Welle von Berichten darüber, dass die Zerstörungen angeblich durch die „Arbeit der ukrainischen Luftabwehr“ verursacht wurden. In einer offiziellen Erklärung im Telegram-Kanal der Luftwaffe wurde direkt darauf hingewiesen, dass der Zweck solcher Veröffentlichungen darin besteht, „die eigenen Kriegsverbrechen zynisch zu rechtfertigen, die Ukrainer einzuschüchtern und zu versuchen, die Verantwortung für den Tod von Zivilisten abzuwälzen“. Diese Erklärung erfolgte als Reaktion auf eine gezielte Welle von Falschinformationen nach dem Angriff auf den Bahnhof in Dnipro.

Fotobeweise: Trümmer russischer Drohnen auf dem Bahnsteig

Ein zentrales Argument bei der Widerlegung war die Veröffentlichung von Fotografien, die die Trümmer der russischen Jet-Drohne direkt auf dem Bahnsteig des Bahnhofs dokumentieren. Nach Angaben von Vertretern der Luftwaffe schließt das Vorhandensein von Drohnenfragmenten in der Trefferzone die Version aus, dass die Zerstörungen ausschließlich durch Flugabwehranlagen hätten verursacht werden können. „Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Ziel des Feindes zivile Infrastruktur und Menschen sind“, betonte das Ministerium und machte darauf aufmerksam, dass die Trümmer genau dort gefunden wurden, wo sich Passagiere und der Zug befanden.

Aufruf zur Überprüfung von Informationen und Angriffskontext

Die ukrainische Luftwaffe rief die Bürger auf, ausschließlich verifizierten Informationsquellen zu vertrauen und sich nicht von Manipulationen leiten zu lassen, die über russische Propagandakanäle verbreitet werden. Der Angriff auf den Bahnhof in Dnipro am 29. Oktober war nicht der einzige Vorfall an diesem Tag: Vorliegenden Daten zufolge griffen die Russen im selben Zeitraum auch andere Infrastrukturobjekte an. Die Veröffentlichung von Fotobeweisen mit Drohnentrümmern auf dem Bahnsteig schließt nach Einschätzung des ukrainischen Militärs die Frage nach der Art des eingesetzten Kampfmittels und schließt alternative Interpretationen aus, die von russischer Seite verbreitet werden.