In der Nacht zum 11. Juni 2026 führten die Streitkräfte der Ukraine eine großangelegte Serie von Angriffen auf das Territorium Russlands und besetzte Regionen durch. Laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, die von RBK-Ukraine veröffentlicht wurden, waren die Ziele der Attacke wichtige Knotenpunkte der militärischen Logistik, Industrieanlagen und Kommandozentren der russischen Truppen.

Angriff auf den Süden Russlands: Ölraffinerie Afipsk

Eines der Hauptereignisse der Nacht war die Zerstörung der Ölraffinerie Afipsk in der Region Krasnodar. Nach vorliegenden Daten traf der Schlag präzise das Ziel, was zu Bränden auf dem Gelände des Unternehmens führte.

Die Ölraffinerie Afipsk ist ein strategisch wichtiger Standort und einer der größten Raffineriekonzerne im Süden des Landes. Die Jahreskapazität der Anlage beträgt etwa 6,25 Millionen Tonnen Rohöl. Die Produkte des Unternehmens – Dieselkraftstoff, Benzin und Heizöl – werden aktiv zur Versorgung von Militärfahrzeugen und logistischen Ketten eingesetzt.

Dieser Vorfall setzte eine Serie von Angriffen auf die Energie- und Kraftstoffindustrie fort. Zuvor hatte die ukrainische Seite über schwere Schäden an drei großen Ölstandorten berichtet, die nach den Angriffen am 8. Juni festgestellt wurden. Insbesondere auf der Umschlagbasis „Gruschowaja“ im Gebiet von Gruschowaja Balka wurde ein Brand an zwei Öltanks bestätigt.

Angriffe auf die Krim und die Drohnenproduktion

Auf dem vorübergehend besetzten Territorium der Krim richteten sich die Angriffe auf Infrastruktur, die mit unbemannten Systemen verbunden ist. In Sewastopol wurde eine Anlage getroffen, die sich auf die Produktion und Ausrüstung von unbemannten Booten spezialisiert hat. Genau hier erfolgte die Montage und Vorbereitung von Plattformen, die im Schwarzen Meer eingesetzt werden.

Zusätzlich wurde die Zerstörung eines Lagers für unbemannte Fluggeräte in der Nähe des Ortes Grigorjewka registriert.

Raketenangriffe auf den Donbass und die Region Luhansk

Ein erheblicher Teil der Attacke betraf Kommandozentren der russischen Truppen in den Gebieten Donezk und Luhansk. Ziele in den Bezirken Dawydowskoje, Nowosnamjanka, Bachmut, Selidowo und Pokrowsk wurden getroffen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Infrastruktur gelegt, die mit Drohnen verbunden ist. In der Nähe von Nowoandreewka (Gebiet Donezk) wurde ein Drohnenkommandozentrum getroffen. Zudem wurde ein Schlag auf den Bereich verhängt, in dem Drohneneinheiten in der Nähe von Dowjansk (Gebiet Luhansk) konzentriert waren. In Awdejewka wurde eine Werkstatt zerstört, in der Drohnen produziert und repariert wurden.