In der Nacht zum 4. Juli erschütterten eine Reihe starker Explosionen das Gebiet von Sankt Petersburg. Infolgedessen brach an einem der wichtigsten Knotenpunkte der russischen Logistik ein Großbrand aus. Nach Angaben ukrainischer Quellen war das Ziel des Angriffs ein Öltankterminal, das eine strategische Rolle beim Export russischer Energieträger spielt.
Ziel des Angriffs: Finanzierung des Krieges
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte offiziell die Durchführung der Operation. In seinem Telegram-Kanal erklärte er, dass ukrainische Langstreichschläge die Hafen-Ölinfrastruktur in der Nähe von St. Petersburg getroffen hätten. Laut dem Staatsoberhaupt sei der Angriff eine Antwort auf den von Russland geführten Krieg und darauf gerichtet, die Finanzierungsquellen der Feindhandlungen zu untergraben.
„In dieser Nacht haben unsere ukrainischen Langstreich-Sanktionen gegen Russland für diesen Krieg in der Nähe von St. Petersburg gewirkt. Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben die Hafen-Ölinfrastruktur getroffen, die Geld für den russischen Krieg verdient', schrieb Selenskyj.
Details der Operation und Ausmaß der Schäden
Die Pressestelle der ukrainischen Spezialkräfte (SSO) präzisierte die Details des Vorfalls. Nach ihren Informationen wurde das Objekt von einer Gruppe unbemannter Fluggeräte angegriffen. Durch die Treffer brach auf dem Gelände des Terminals ein intensiver Brand aus.
Die Operation wurde in beträchtlicher Entfernung zur Frontlinie durchgeführt. Die Distanz von der ukrainischen Staatsgrenze zum Ort des Angriffs beträgt mehr als 850 Kilometer. Neben dem Öltankterminal griffen die ukrainischen Streitkräfte auch die Basis „Kronstadt' in der Oblast Leningrad an, die als wichtiges militärisches Ziel eingestuft wird.
Wirtschaftliche Bedeutung des Objekts
Das getroffene Terminal ist einer der wichtigsten Knotenpunkte an der Ostsee. Über diese Infrastruktur werden russische Erdölprodukte in Länder Afrikas, des Nahen Ostens und anderer Regionen geliefert. Experten betonen, dass die Einnahmen aus diesem Handel eine wesentliche Quelle für die Aufstockung des russischen Militärbudgets darstellen.
Reaktion der Behörden und Folgen
In der Nacht zum 4. Juli meldeten Anwohner und Beobachter in Sankt Petersburg Explosionen und Brände im Bereich der Hafeninfrastruktur. Aufgrund der Bedrohung durch Drohnen erklärte der Gouverneur der Oblast Leningrad, Alexander Drozdenko, den Alarmzustand.