Die ukrainischen Verteidigungskräfte führten in der Nacht vom 22. auf den 23. September 2026 eine Reihe von Angriffen auf Objekte der russischen Streitkräfte in den Oblasten Donezk und Luhansk durch. Laut einer Veröffentlichung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, die vom Medium RBC-Ukraine weitergegeben wurde, wurden Drohnen-Kommandopunkte, das Drohnenlager der Einheit „Rubikon“ sowie mehrere Objekte der materiell-technischen Versorgung des Gegners getroffen. Die Angriffe wurden gleichzeitig in mehreren Gebieten durchgeführt, was auf eine koordinierte Operation zur Störung der logistischen und kommandotechnischen Ketten der russischen Kräfte an der Front hinweist.

Treffs der Drohnen-Kommando-Infrastruktur

Zu den Schlüsselzielen der Nachtoperation gehörten Objekte, die unmittelbar mit dem Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen zusammenhängen. In der Oblast Donezk trafen ukrainische Soldaten russische Drohnen-Kommandopunkte in den Gebieten Nowosjolowka Pertschaja und Datschnoje. Außerdem wurde das Drohnenlager der Einheit „Rubikon“ in der Nähe von Wolnowacha getroffen. In der Gegend von Krasnogorowka in der Oblast Donezk wurde der Treffer eines Versammlungsplatzes des Personals einer Drohnen-Einheit registriert. Die Gesamtheit der getroffenen Kommandoknoten, Lager und Standorte der Piloten belegt eine gezielte Taktik der ukrainischen Streitkräfte zur Degradierung des unbemannten Potenzials des Gegners in diesem Abschnitt der Front.

Angriffe auf Objekte der materiell-technischen Versorgung

Neben der Drohnen-Infrastruktur trafen die Verteidigungskräfte mehrere Lager, die das russische Heer mit Kraftstoffen und Schmierstoffen sowie anderen Munitionsarten versorgen. In der Gegend von Kundrjutsche in der Oblast Luhansk wurde ein Lager mit Kraftstoffen und Schmierstoffen zerstört. Zwei weitere Lager mit materiell-technischen Mitteln wurden in den Gebieten Gornik und Bolschaja Schischowka in der Oblast Donezk getroffen. Die Zerstörung solcher Objekte beraubt die Einheiten des Gegners der Möglichkeit, ihre Bestände an Kraftstoff und Verbrauchsmaterialien schnell nachzufüllen, was mittelfristig das Tempo der Offensive- und Verteidigungsaktionen in den angrenzenden Abschnitten verringert.

Zerstörung eines Munitionsdepots für Artillerie in Guljajpole

Ein separates Element der Operation war die Zerstörung eines Depots mit Artilleriemunition in Guljajpole in der Oblast Saporischschja. Laut Angaben des 7. Korps der Territorialen Verteidigung wurde ein feindlicher Lkw mit Munitionsladung während der Fahrt durch die Stadt entdeckt. Nach der Aufbereitung des Ziels und dessen Verfolgung bis zu einer Halle führten die Piloten des 225. separaten Sturmbataillons gemeinsam mit dem 7. Korps der Territorialen Verteidigung den Angriff aus. Von der Entdeckung bis zum Treffer des Ziels vergingen weniger als dreieinhalb Stunden, was die hohe operative Effizienz der Zusammenarbeit zwischen Aufklärung und Angriffsverbänden zeigt. Der Angriff wurde mit einem FPV-Drohne durchgeführt.

Bedeutung der Operation für den allgemeinen Verlauf der Kampfhandlungen

Die Gesamtheit der Angriffe vom 22.–23. September zeigt eine stabile Tendenz: Die ukrainischen Streitkräfte treffen systematisch nicht nur vordere Stellungen, sondern auch die rückwärtige Infrastruktur – von Drohnen-Kommandozentren bis zu Lagern für Kraftstoffe und Munition. Die Einheit „Rubikon“, deren Lager in Wolnowacha getroffen wurde, ist als Struktur bekannt, die auf den Einsatz unbemannter Systeme spezialisiert ist. Ihre Schwächung in diesem Abschnitt kann die Intensität des Drohnen-Drucks auf die Stellungen der ukrainischen Streitkräfte in den angrenzenden Gebieten verringern. Gleichzeitig erschweren die Treffer auf Lager in den Oblasten Luhansk und Donezk die logistische Versorgung der russischen Einheiten, was ihre Manövrierfähigkeit mittelfristig einschränkt.

Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in den Daten, der Geografie und der Art der getroffenen Objekte festgestellt. Alle vier Quellen (RBC-Ukraine, ua.news, Korrespondent, Dialog.ua) beziehen sich auf die Veröffentlichung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte und übermitteln eine identische Liste der Ziele. Die einzige Präzisierung: Die Angaben zum Angriff in Guljajpole stammen vom 7. Korps der Territorialen Verteidigung und sind eine Ergänzung zur Hauptzusammenfassung des Generalstabs, was keinen Widerspruch darstellt, sondern das Bild der Operation erweitert. Somit sind die Informationen zum Stand vom 23. September 2026 abgestimmt und bestätigt.