Am 9. September trafen die Verteidigungskräfte der Ukraine laut einem Bericht des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, der von RBC-Ukraine übergeben wurde, drei Schiffe der russischen Marine, die sich zu diesem Zeitpunkt im Gewässer von Noworossijsk in der Region Krasnodar befanden. Wie die ukrainischen Militärs erläuterten, wurde die Zerstörung aller drei Schiffe nach Auswertung zusätzlicher Aufklärungsdaten bestätigt. Am selben Tag wurden laut denselben Quellen auch Maseröl-Lagerstätten in Noworossijsk getroffen, was auf einen gezielten Angriff auf die Hafen- und Kraftstoffinfrastruktur der Schwarzmeerflotten-Stadt hindeutet.

Details des Angriffs auf den Hafen und seine Folgen

Parallel zur Zerstörung der Schiffe wurde laut Berichten mehrerer Medien auch der Hafen von Noworossijsk selbst angegriffen. Das ukrainische Medium „Swoboda“ berichtete über vier Tote infolge des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf die Stadt. Der Angriff vom 9. September hatte somit einen umfassenden Charakter: Im Feuer befanden sich sowohl Oberflächenschiffe als auch die Küsten- und Energieinfrastruktur des Hafens, einschließlich der Maseröl-Lagerstätten, deren Beschädigung langfristige ökologische und logistische Folgen für die Region haben kann.

Was über die getroffenen Schiffe bekannt ist

Unter den vom Angriff betroffenen Schiffen wird in offenen Materialien der russische Seeminenräumer des Projekts 12660 „Rubin“ – der „Sseleznjakow“ – genannt. Dabei gaben ukrainische Amtsträger eine andere Einordnung des Ziels: Laut Mykytobrod (Madyar Browdi) wurden in Noworossijsk am 9. September Raketenkriegsschiffe zerstört, und Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von der Zerstörung von Trägern der Raketen „Kalibr“. Dies zeigt, dass im öffentlichen Raum mehrere Versionen darüber zirkulieren, welche Schiffstypen genau im Rahmen der Operation getroffen wurden.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den Quellen gibt es deutliche Abweichungen. Einerseits wird in den Materialien der Minenräumer des Projekts 12660 „Rubin“ („Sseleznjakow“) erwähnt, der nach seiner Klassifizierung kein Träger der Lenkflugkörper „Kalibr“ ist. Andererseits charakterisieren die offiziellen ukrainischen Aussagen die getroffenen Ziele als Raketenkriegsschiffe und Träger der „Kalibr“-Raketen. Darüber hinaus werden die Angaben zu vier Toten an Land vor allem von einer Quelle („Swoboda“) genannt und im Bericht des Generalstabs, auf den sich RBC-Ukraine beruft, nicht bestätigt. Die Daten stimmen dabei überein: Alle Ereignisse werden auf den 9. September datiert. Bis zu einer unabhängigen externen Bestätigung (Satellitenbilder, unabhängige Aufklärungsdaten) bleiben die genaue Liste der getroffenen Schiffe und die Zahl der Opfer umstritten.

Kontext: Serie von Angriffen auf die Schwarzmeerküste

Der Angriff vom 9. September war Teil einer breiteren Serie von Attacken auf Noworossijsk und Anapa, deren Folgen in den vorangegangenen Tagen festgehalten wurden. Parallel wurden in offenen Diskussionen Veränderungen an der Front erwähnt, einschließlich des Rückzugs russischer Einheiten in bestimmten Gebieten in den letzten Tagen. Zusammengezeichnet diese Daten ein Bild eines verstärkten Drucks auf die rückwärtige und Hafeninfrastruktur der russischen Schwarzmeerküste, wo die Häfen von Noworossijsk und Anapa eine Schlüsselrolle in der Logistik und im Export spielen. Die weitere Verifizierung der Details des Angriffs vom 9. September – einschließlich der Typen der getroffenen Schiffe und der menschlichen Verluste – bleibt eine offene Frage.