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title: "Unter der Erde und im Ausland: Wie ukrainische Waffenhersteller unter Beschuss überleben"
description: "Ukrainische Waffenhersteller müssen Fabriken unter die Erde verlegen und Produktionslinien ins Ausland verlagern, um Beschüssen zu entgehen. Victoria Kulchytska, Geschäftsführerin von Trypillian, berichtete über Überlebensstrategien der Rüstungsindustrie. 🏭💣🇺🇦"
date: 2026-07-21T10:02:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukrainische-waffenhersteller-passen-sich-unter-beschuss-an
tags: [ukraine, defense-industry, trypillian, build-with-ukraine, victoria-kulchytska]
publisher: "XAB.info"
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# Unter der Erde und im Ausland: Wie ukrainische Waffenhersteller unter Beschuss überleben

![Zerstörtes Gebäude und Baumaschinen im Hintergrund von Wiederherstellungsarbeiten nach Beschuss in der Ukraine](https://xab.info/media/2026/07/21/ukrainian-weapon-makers-adapt-under-fire/ukrainian-weapon-makers-adapt-under-fire-1.webp)

Die ukrainische Rüstungsindustrie arbeitet unter Bedingungen, die sich nicht nach Lehrbüchern planen lassen. Die ständige Bedrohung durch russische Beschüsse zwingt die Waffenhersteller dazu, nicht nur zu produzieren, sondern sich ständig anzupassen, ihre Kapazitäten zu diversifizieren und unkonventionelle Lösungen für das Überleben des Geschäfts zu finden.

Laut Victoria Kulchytska, der Geschäftsführerin der Defence-Tech-Firma Trypillian, muss sich der Markt jährlich an neue Realitäten anpassen. Für jeden Hersteller sind die Angriffe des Gegners nicht nur ein Risiko, sondern eine Herausforderung, die eine sofortige Reaktion und strategische Flexibilität erfordert.

### Strategie der Dezentralisierung und Tarnung

Um das Risiko eines vollständigen Verlusts der Produktionskapazitäten zu minimieren, wenden ukrainische Unternehmen einen komplexen Ansatz an. Das Hauptprinzip lautet: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Produktionslinien werden in verschiedenen Städten im ganzen Land verteilt, was sie weniger anfällig für gezielte Angriffe macht.

Neben der geografischen Streuung setzen die Unternehmen aktiv auf Tarnung. Teile der Produktion werden unter die Erde verlegt, um kritisch wichtige Ausrüstung und Personal vor Artilleriebeschuss und Luftangriffen zu schützen.

### Globalisierung der Produktion

Eines der wichtigsten Instrumente für das Überleben ist die Diversifizierung über die Landesgrenzen hinaus. Programme wie „Build with Ukraine“ ermöglichen es, Teile der Produktionslinien im Rahmen konkreter Verträge ins Ausland zu verlegen. Dies bietet die Möglichkeit, die Arbeit auch im Falle einer kritischen Situation auf dem Territorium der Ukraine fortzusetzen.

Wie Victoria Kulchytska jedoch anmerkte, erfordert jede solche internationale Zusammenarbeit eine separate vertragliche Basis und hat ihre eigenen Nuancen. Dies ist ein komplexer Prozess, der Zeit und Ressourcen erfordert, aber zur Sicherstellung der Lieferkontinuität notwendig wird.

### Fehlen einer universellen Lösung

Unter Kriegsbedingungen gibt es kein einziges Rezept zum Schutz von Unternehmen. Alle Akteure der Branche kombinieren verfügbare Optionen: von unterirdischen Werkshallen bis hin zu internationalen Partnerschaften. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Fähigkeit zur Herstellung von Waffen, die für die Landesverteidigung notwendig sind, zu erhalten.

Zuvor nannte Trypillian als Hauptproblem der Branche das Fehlen einer langfristigen Planung von Aufträgen und eine ungleichmäßige Finanzierung. Diese Herausforderungen werden durch die aktuelle Situation verschärft, in der jeder Tag neue Bedrohungen für die Produktionskapazitäten bringen kann.