Die ukrainische Wirtschaft hat im Jahr 2026 eine fundamentale Wendung in ihren Ansätzen zur Gewährleistung der Energiesicherheit vollzogen. War der Fokus vor einigen Jahren noch rein auf das Überleben gerichtet, so verlagert sich der Unternehmenssektor heute auf langfristige strategische Planung. Laut Daten des Unternehmens YASNO (Teil der D.Solutions-Gruppe) hat sich die Struktur der Bestellungen von Geschäftskunden radikal verändert: Auf Energiespeichersysteme (Energy Storage) entfallen derzeit rund 65 % der gesamten installierten Ausrüstung. Dies steht im starken Kontrast zu früheren Perioden, in denen Solarkraftwerke (PV-Anlagen) dominierten.

Paradigmenwechsel: Von der Erzeugung zur Speicherung

Sergej Kowalenko, Geschäftsführer von D.Solutions, betonte in einem Interview mit Forbes Ukraine, dass die Nachfrage nach eigener Energieinfrastruktur seitens der Unternehmen jährlich um etwa 20 % wächst. Das entscheidende Veränderung liegt jedoch weniger im Volumen als in der Art der Ausrüstung. Unternehmen betrachten Solarmodule nicht mehr als Allheilmittel. Angesichts der Instabilität des Stromnetzes, bei der Ausfälle sowohl kurzfristig als auch langanhaltend sein können, werden Speichersysteme zum „Goldstandard“ für Autonomie.

Experten erklären dies damit, dass die solare Stromerzeugung von Tageszeit und Wetter abhängt, während Speicher es ermöglichen, Verbrauchsspitzen zu glätten und den unterbrechungsfreien Betrieb kritischer Prozesse jederzeit zu gewährleisten. Die Energieinfrastruktur eines Unternehmens wird nun nicht mehr nur für eine Saison, sondern mindestens für drei bis fünf Jahre in die Zukunft geplant, was komplexere und kostspieligere Lösungen erfordert.

Ökonomie der Autonomie: Wie man an Stromausfällen verdient

Ein wichtiger Aspekt der neuen Strategie ist die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit. Führungskräfte von D.Solutions betonen: Moderne Lösungen müssen nicht nur während Blackouts nützlich sein, sondern auch in Zeiten stabiler Netzfunktion. Energiespeichersysteme ermöglichen es Unternehmen, durch Stromarbitrage zu verdienen – Energie zu kaufen, wenn die Tarife niedrig sind, und sie zu nutzen, wenn sie hoch sind, oder überschüssige Energie ins Netz zu verkaufen.

„Man sollte nicht nur darüber nachdenken, wie man den einen Winter übersteht“, warnt Sergej Kowalenko. Er fordert Unternehmer auf, das Konzept der „vorübergehenden Lösung“ abzulegen und zu komplexen Modellen überzugehen. Für große Unternehmen werden zu den Speichersystemen oft Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen hinzugefügt, die eine hohe Effizienz bei der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom gewährleisten.

Technische Architektur: Das Basisszenario

Die Konfiguration der Energieversorgung hängt heute vom Arbeitsprofil des Unternehmens ab, aber Experten empfehlen ein Basisszenario. Es umfasst drei Schlüsselelemente: 1. Energiespeichersystem (Energy Storage): Gewährleistet die kontinuierliche Unterstützung kritischer Prozesse während kurzer Ausfälle und glättet Übergänge. 2. Solarkraftwerk (PV-Anlage): Ermöglicht eine teilweise Eigenversorgung durch eigene Erzeugung während des Tages und entlastet so das Netz. 3. Generator oder Kraft-Wärme-Kopplung: Dient als „schwere Artillerie“ für den Betrieb bei längerem Stromausfall im Netz.

Einer der häufigsten Fehler, so Experten, bleibt der Versuch, eine billige vorübergehende Lösung zu kaufen, um einfach nur den „Winter zu überstehen“. Eine solche Ausrüstung passt oft nicht in das langfristige Modell und amortisiert sich nicht.

Intelligentes Management und Energieaudit

Bevor Ausrüstung ausgewählt wird, empfiehlt YASNO dringend die Durchführung eines Basis-Energieaudits. Dies ist eine kritisch wichtige Phase, die es ermöglicht, Volumen und Zeitplan des Verbrauchs zu bestimmen, kritische Lasten zu identifizieren und die erforderliche Dauer des autonomen Betriebs zu berechnen. Ohne diese Daten ist die Auswahl der Leistung der Ausrüstung unmöglich, was entweder zu unnötigen Ausgaben oder zu unzureichendem Schutz führt.

Zur Umsetzung dieser Strategien hat D.Solutions das Energiemanagementsystem für Solarenergie – YASNO Power EMS – vorgestellt. Es integriert sich mit Solarkraftwerken und Speichern und bietet Kunden ein bequemes Online-Portal. Über dieses können Kunden den Betrieb der Ausrüstung in Echtzeit überwachen, Produktion, Verbrauch, Speicherung und Nutzung von Strom verfolgen, Kosten optimieren und die Effizienz des Unternehmens steigern.