In Belgien ist ein ukrainischer Soldat – ein Drohnenoperator namens Roman – verstorben, der mit Verbrennungen in das Königreich zur Behandlung überführt worden war. Die Leiche des Verstorbenen wurde bereits in die Ukraine repatriiert. Dies teilte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken in seinem Account im sozialen Netzwerk X (Twitter) mit, wie das Medium RBC-Ukraine berichtete. Laut dem Minister gelang es den belgischen Ärzten nicht, den Patienten zu retten, trotz aller unternommenen Anstrengungen.
Erklärung des belgischen Verteidigungsministers
„Die Leiche des ersten ukrainischen Kriegers, der in Belgien gestorben ist, wurde gerade repatriiert. Roman. Drohnenoperator. Er erlitt Verbrennungen und wurde in unser Land überführt. Wir konnten ihn nicht retten“, schrieb Theo Francken. Der Minister betonte, dass belgischen Ärzten zuvor Dutzende Male gelungen war, ukrainische Soldaten zu retten, diesmal jedoch nicht. Sein Beitrag schloss mit den Worten: „Leb wohl, Roman. Ruhm den Helden“.
Belgische medizinische Versorgung ukrainischer Kämpfer
Belgien nimmt seit Beginn des Krieges ukrainische Soldaten zur Behandlung auf, darunter auch solche mit schweren Verbrennungen und Verletzungen, die eine spezialisierte Versorgung erfordern. Laut Francken ist dies nicht der erste Fall, in dem belgische Ärzte um das Leben eines ukrainischen Kämpfers kämpften; dieser Vorfall ist jedoch der erste, in dem die Behandlung keinen positiven Verlauf nahm. Damit wurde der Tod von Roman zum ersten dokumentierten tödlichen Ausgang unter den ukrainischen Patienten, die im Königreich behandelt wurden.
Drohnenoperatoren: eine der gefährlichsten Rollen
Der Tod von Roman lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Rolle der Drohnenoperatoren in den modernen Kampfhandlungen. Dieses Fachgebiet gilt als eines der belastendsten und riskantesten: Die Operatoren arbeiten in der Nähe der Kontaktlinie, oft unter direktem Beschuss, und genau ihre Verletzungen und Verbrennungen erfordern häufig eine langwierige stationäre Behandlung. Eine Reihe von Kommentatoren und Beobachtern, auch in Materialien über die Arbeit ukrainischer Drohnen, bezeichnen diesen Beruf als „einen der gefährlichsten der Welt“, was indirekt auch dadurch bestätigt wird, dass ausgerechnet ein Drohnenoperator der erste ukrainische Soldat war, der nach einer Behandlung in Belgien nicht überlebte.
Rechtlicher Kontext: Leistungen während der Behandlungszeit
Angesichts dieser Ereignisse bleibt die Frage der sozialen Absicherung von Soldaten, die eine langwierige Behandlung durchlaufen, aktuell. Kürzlich unterzeichnete der Präsident ein Gesetz, das die Regeln für die Weiterzahlung der Leistungen an Soldaten während der gesamten Zeit der stationären Behandlung und Rehabilitation ändert. Diese Entscheidung zielt darauf ab, dass Kämpfer, die sich in einer langwierigen Behandlung befinden, auch im Ausland, ihre zustehenden Leistungen während der Genesungszeit nicht verlieren – was besonders für die Familien und die selbst schwer verwundeten Soldaten von Bedeutung ist.