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title: "Ukrainischer Taschenempfaenger D-Vision SDR faengt Videosignale russischer Drohnen auf bis zu 10 km ab"
description: "Das ukrainische Unternehmen CODE380 hat den 290 g schweren SDR-Taschenempfaenger D-Vision SDR vorgestellt, der russische Drohnensignale bis zu 10 km im Bereich von 500 MHz bis 8,7 GHz abfaengt, einschliesslich der Frequenzen neuer \"Molnia\"-Drohnen."
date: 2026-11-03T15:36:21.019Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukrainischer-empfaenger-d-vision-sdr-faengt-dronen-ab
tags: [drone-defense, sdr-receiver, ukraine-miltech, code380, d-vision, counter-drone, molniya-drone]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Ukrainischer Taschenempfaenger D-Vision SDR faengt Videosignale russischer Drohnen auf bis zu 10 km ab

![Tragbarer passiver D-Vision SDR-Empfaenger zur Drohnenerkennung in einem geschuetzten Gehaeuse](https://xab.info/media/2026/11/03/ukrainskij-priemnik-d-vision-sdr-perexvatyvaet-drony/ukrainskij-priemnik-d-vision-sdr-perexvatyvaet-drony-1.webp)

## Kernpunkte

- Der D-Vision SDR von CODE380 ist ein passiver 290-g-SDR-Empfaenger zum Abfangen von UAV-Videostreams
- Scannt den Bereich 500 MHz–8,7 GHz ohne tote Winkel; bis zu 10 km Reichweite auf analogen Frequenzen
- Deckt den Bereich 4,1–4,5 GHz ab, der von neuen "Molnia"-Drohnen genutzt wird
- Doppelt so leicht wie konkurrierende ukrainische Passivsensoren
- Experten weisen auf die Bedrohung durch den Uebergang des Feindes zu digitalen und Glasfasersystemen hin

Das ukrainische Unternehmen CODE380 hat den tragbaren Passivempfaenger D-Vision SDR vorgestellt, der dazu entwickelt wurde, Videostreams von russischen Angriffsdrohnen in Echtzeit abzufangen. Das Geraet in einem geschuetzten Gehaeuse mit einem Gewicht von etwa 290 Gramm ermoeglicht es Operatoren, Kurs und Ziel einer feindlichen Drohne vor dem Einschlag zu erkennen, ohne dabei die eigenen Positionen zu verraten. Auf dem Display des Empfaengers sind, wie in veroeffentlichten Aufnahmen zu sehen, Signalparameter wie RSSI und SNR im Frequenzbereich von 500 MHz bis 8,7 GHz sowie ein Multirotoren-Drohnensymbol zu erkennen, was den Zweck des Systems bestaetigt.

### Software-Defined Radio ohne "tote Winkel"

Der D-Vision SDR basiert auf einer Software-Defined-Radio-Architektur (SDR), die ein kontinuierliches Scannen eines breiten Frequenzbereichs von 500 Megahertz bis 8,7 Gigahertz ohne die fuer schmalbandige Empfaenger typischen "toten Winkel" gewaehrleistet. Analoge Videostreams werden aus Entfernungen von bis zu 10 Kilometern auf Frequenzen von 540 MHz bis 6 GHz abgefangen, waehrend die Erfassungsreichweite bei hoeheren Frequenzen zwischen 3,5 und 5 Kilometern liegt. Ein wesentlicher Vorteil der Softwareimplementierung ist die Moeglichkeit, die Firmware schnell an neue Merkmale feindlicher Drohnen anzupassen, ohne die Hardware austauschen zu muessen.

### Abdeckung des Frequenzbereichs neuer "Molnia"-Drohnen

Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung auf den Bereich von 4,1 bis 4,5 GHz gelegt, auf den im Juni 2026 russische "Molnia"-Angriffsdrohnen umgestellt wurden. Die vollstaendige Abdeckung dieses Intervalls macht den D-Vision SDR zu einem der wenigen passiven Sensoren, die Videosignale der neuesten Modifikationen von Angriffsdrohnen abfangen koennen. Da analoge Drohnen Videos unverschluesst uebertragen, erhaelt der Operator die Moeglichkeit, Angriffsflugbahn und -ziel im Voraus zu sehen, was fuer die Organisation fruehzeitiger Gegenmassnahmen von entscheidender Bedeutung ist.

### Rekordverdaechtige Leichtigkeit im Segment passiver Drohnensensoren

Auf dem Markt fuer passive Drohnensensoren zeichnet sich der D-Vision SDR durch ein rekordverdaechtig geringes Gewicht aus: 290 Gramm — halb so viel wie konkurrierende ukrainische Pendants. Dies ermoeglicht es, den Empfaenger auf Ebene einer Infanterieeinheit oder eines einzelnen Flugabwehroperators einzusetzen, ohne zusaetzliche logistische Lasten zu erzeugen. Das Geraet ist mit zwei Antennenanschlueszen ausgestattet und fuer den Feldeinsatz ausgelegt.

### Der Uebergang zu Digitaltechnik und Glasfaser: Die groesste Herausforderung

Experten warnen jedoch: Die russische Seite plant langfristig die vollstaendige Umstellung auf digitale Videostreams und kabelgebundene Glasfaser-Steuerungssysteme, mit denen aktuelle Taschendetektoren und stationaere Stationen bisher noch nicht umgehen koennen. Die ukrainische MilTech-Branche plant bereits Aufruestungsmoeglichkeiten in neue Geraete ein, um die Effektivitaet der passiven Erkennung angesichts der evolutionaeren Taktiken des Gegners beim Drohneneinsatz zu wahren.

## Faktencheck und Quellen

- [Российские "Молнии" больше не скроются: что умеет украинский приемник D-Vision SDR](https://www.rbc.ua/ukr/news/rosiyski-molniyi-bilshe-shovayutsya-shcho-1793715807.html) - Primaerquelle. Alle technischen Daten (Gewicht 290 g, Bereich 500 MHz–8,7 GHz, Reichweite bis 10 km, Abdeckung 4,1–4,5 GHz) sind im Text aufgefuehrt. Informationen ueber den Wechsel von "Molnia" auf den neuen Bereich im Juni werden im selben Material bestaetigt.

## Häufige Fragen

### Was ist der D-Vision SDR und wer hat ihn entwickelt?

Der D-Vision SDR ist ein tragbarer passiver Software-Defined-Radio-Empfaenger, der vom ukrainischen Unternehmen CODE380 entwickelt wurde. Er dient dem Abfangen von Videosignalen russischer Drohnen in Echtzeit.

### Wie gross ist die Reichweite des Empfaengers?

Bei Frequenzen von 540 MHz bis 6 GHz betraegt die Reichweite zum Abfangen analoger Videostreams bis zu 10 Kilometer. Bei hoeheren Frequenzen sinkt die Reichweite auf 3,5–5 Kilometer.

### Warum wiegt das Geraet nur 290 Gramm?

Der D-Vision SDR gilt als leichtester passiver Drohnensensor unter den ukrainischen Entwicklungen — halb so schwer wie konkurrierende Gegenstuecke. Dies ermoeglicht den Einsatz auf Ebene einzelner Operatoren oder Infanterieeinheiten.

### Kann der Empfaenger mit digitalen Drohnen umgehen?

Experten warnen, dass aktuelle Taschendetektoren einschliesslich des D-Vision SDR bei einer vollstaendigen Umstellung der russischen Seite auf digitale Videostreams und Glasfaserkanale solche Signale noch nicht abfangen koennen. Entwickler integrieren jedoch Moeglichkeiten fuer zukuenftige Updates.