Die Verteidigungskräfte der Ukraine haben über eine Reihe von Schlägen gegen die Militärinfrastruktur des Gegners berichtet, darunter Orte zur Lagerung und zum Start von Angriffsdrohnen, Kommandopunkte, Kraftstoffdepots sowie Aufklärungs- und Kommunikationsmittel. Dies erklärte laut RBC-Ukraine der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Den offiziellen Angaben zufolge wurden die Schläge sowohl auf den vorübergehend besetzten Gebieten als auch in der Krim und auf dem Gebiet der Russischen Federation geführt.
Schläge gegen Drohneninfrastruktur und Kommandopunkte
Im Gebiet des vorübergehend besetzten Donezk trafen ukrainische Soldaten einen Ort zur Lagerung, Vorbereitung und zum Start von Angriffsdrohnen. Darüber hinaus fügten Einheiten der Verteidigungskräfte einem Kommandopunkt des Gegners in der Siedlung Fedorówka in der Oblast Donezk und einem Kommando- und Beobachtungspunkt in Petrowka in der Oblast Charkiw einen Schlag zu. In Rowenky in der Oblast Luhansk wurde ein Kraftstoffdepot der Besatzer getroffen, was nach Logik des Militärkommandos die Logistik und die Versorgung der vorderen Einheiten erschweren soll.
Aufklärung und Kommunikation: Ziele auf russischem Gebiet und in der Krim
Wie der Generalstab erklärte, außer Kraft gesetzt ukrainische Verteidiger eine Reihe von Aufklärungs- und Kommunikationsmitteln des Gegners auf russischem Gebiet und in der besetzten Krim. Insbesondere wurde in Bobryk in der Oblast Brjansk eine Radarstation getroffen, und in Gustomaja in der Oblast Kursk ein Relais der MESH-Netze der Besatzer. In den Siedlungen Suworowo und Risowo in der Krim wurden Posten der technischen Aufklärungsmittel „Grenadier“ getroffen. Solche Ziele sind nach Einschätzung von Militärexperten für den Aufbau eines einheitlichen Überwachungs- und Steuerungssystems des Gegners von entscheidender Bedeutung.
Kontext: frühere Schläge am 3. September
Zur Erinnerung: Am 3. September trafen ukrainische Drohnen die russische Radarstation „Kasta-2E2“ in der Oblast Saporischschja. Je nach Ausstattung beginnt der geschätzte Wert eines solchen Systems bei 60 Millionen Dollar. Auch in der Nacht zum 3. September trafen die Verteidigungskräfte in Sewastopol das russische Landungsboot BK-16; der Umfang der Schäden am Schiff wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch geklärt.
Widersprüchliche Angaben
Die Darstellungen beider Seiten über die Ergebnisse der Schläge weichen erheblich voneinander ab. Das ukrainische Kommando stellt die Ereignisse als erfolgreichen Treffer auf Drohnenlager, Kommandopunkte, Radarstationen und Aufklärungsposten dar. Gleichzeitig präsentieren russische staatliche und verbündete Medien (insbesondere Beiträge im Stil der Veröffentlichung auf news.mail.ru) die Lage im entgegengesetzten Sinne und sprechen von „Vergeltungsschlägen“ auf Stützpunkte der ukrainischen Streitkräfte und Infrastruktur auf ukrainischem Gebiet. Eine unabhängige Verifizierung konkreter Schäden an jedem einzelnen Objekt war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht möglich, daher bleiben einige Details – insbesondere der Grad der Zerstörung – auf dem Niveau der Angaben einer der Seiten.
Zusammenfassend ist somit zum Stand vom 4. September 2026 die Reihe der gemeldeten Schläge und die Liste der vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte genannten Ziele bestätigt, während die endgültigen Verluste und der Umfang der Schäden an einzelnen Objekten einer weiteren Überprüfung bedürfen.