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title: "Zwei Tage in Oslo festgesessen: Ukrainischem Rollstuhlfahrer Ryanair-Flug verweigert"
description: "Dem ukrainischen Passagier Bohdan Woloschyn mit Behinderung der Gruppe I wurde in Oslo der Ryanair-Flug verweigert, da in der über Kiwi getätigten Buchung kein Rollstuhl-Antrag vorlag."
date: 2026-10-15T15:10:08.871Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukrainischer-rollstuhlfahrer-ryanair-flug-oslo
tags: [ryanair, oslo, ukraine, disability, kiwi, airport]
author: "Roman V."
publisher: "XAB.info"
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# Zwei Tage in Oslo festgesessen: Ukrainischem Rollstuhlfahrer Ryanair-Flug verweigert

![Ryanair-Flugzeuge stehen vor dem Abflug auf dem Vorfeld des Flughafens](https://xab.info/media/2026/10/15/ukraincyu-otkazali-v-posadke-na-reys-ryanair-v-oslo/ukraincyu-otkazali-v-posadke-na-reys-ryanair-v-oslo-1.webp)

## Kernpunkte

- Ein Ukrainer mit Behinderung der Gruppe I saß wegen Rollstuhl-Transportproblemen zwei Tage am Flughafen Oslo fest.
- Das Ticket wurde über Kiwi gekauft, wo laut Unternehmensangaben kein Antrag auf Sonderhilfe registriert war.
- Ryanair beruft sich auf die Pflichtregel, den Beförderer 48 Stunden vor Abflug über den Hilfebedarf zu informieren.
- Der betroffene Passagier beabsichtigt, die Erstattung von Tickets und Unterbringungskosten sowie eine Diskriminierungsbeschwerde einzureichen.

Der ukrainische Staatsbürger Bohdan Woloschyn, der eine Behinderung der Gruppe I hat, geriet am Flughafen Oslo-Gardermoen in eine kritische Situation, als die Billigfluggesellschaft Ryanair ihm das Boarding für seinen geplanten Flug verweigerte. Der Vorfall ereignete sich, als der Mann nach einem zweijährigen Aufenthalt unter vorübergehendem Schutz in Norwegen nach Hause zurückkehren wollte. Ursache des Konflikts waren Unstimmigkeiten bei der Ticketbuchung über einen Vermittler, weshalb in den Reisedokumenten keine Informationen über die Notwendigkeit des Transports eines Rollstuhls vermerkt waren.

### Konfliktdetails und Position des Passagiers

Nach Angaben von Bohdan Woloschyn wurde das Ticket über den Buchungsdienst Kiwi erworben, doch die Mitarbeiter des Vermittlungsunternehmens handelten fahrlässig, indem sie keinen Antrag auf besondere Hilfe im System erfassten. Zuvor war der Mann mit einem SAS-Flug nach Norwegen gereist, und damals gab es keinerlei Probleme beim Transport seines Fortbewegungsmittels. Am Flughafen Oslo forderten Ryanair-Vertreter eine zusätzliche Check-in-Gebühr, obwohl der Passagier sich bereits eigenständig registriert und 400 Kronen ausgegeben hatte, woraufhin der Flug FR7101 ohne ihn abhob.

Der Reisende bemerkte, dass er sich wie die Filmfigur in „Terminal“ fühlte, die im Flughafenterminal feststeckt, ohne abreisen zu können. Er musste auf eigene Kosten ein neues Ticket kaufen und zwei Tage auf den nächsten Flug warten, während ihm Hotelunterbringungskosten entstanden. Woloschyn betonte, dass die Mitarbeiter des Billigfliegers kein angemessenes Engagement zeigten und ihm trotz seiner körperlichen Einschränkungen sogar anboten, zu Fuß zum Flugzeug zu gehen, und er nun beabsichtigt, Schadensersatz für diskriminierendes Verhalten zu fordern.

### Klarstellungen von Ticketagent und Fluggesellschaft

Vertreter des Buchungsdienstes Kiwi teilten auf Medienanfrage mit, dass im bearbeiteten System kein Antrag auf Sonderhilfe oder Rollstuhlbereitstellung vorlag. Das Unternehmen erinnerte daran, dass Passagiere bei Buchungen über ihre Plattform verpflichtet seien, solche Daten vor dem Abflug im Bereich „Meine Reisen“ eigenständig einzutragen, da die Agentur nur bereits eingetragene Informationen an den Beförderer übermitteln kann.

Vertreter des Ryanair-Supportdienstes verwiesen auf interne Richtlinien, wonach Passagiere, die besondere Betreuung benötigen, Anträge mindestens 48 Stunden vor dem Abflug des Luftfahrzeugs stellen müssen. Die Vertreter der Fluggesellschaft erklärten, sie hätten das Recht, Passagieren mit Behinderungen das Boarding zu verweigern, wenn Sicherheitsanforderungen oder technische Merkmale des Flugzeugs einen solchen Transport physisch unmöglich machen, konnten jedoch keine direkte Bewertung des konkreten Vorfalls mit dem ukrainischen Passagier abgeben.

### Bedeutung des Vorfalls und Regeln für Reisende

Dieser Fall offenbarte ernsthafte systemische Risiken für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität beim Ticketkauf über Drittanbieter und der strengen Einhaltung von Sicherheitsvorschriften durch Billigfluggesellschaften. Die Situation verdeutlicht, wie wichtig die strikte Einhaltung von Antragsfristen für Sonderdienste von mindestens 48 Stunden sowie eine klare Koordination zwischen Ticket-Aggregatoren und Fluggesellschaften ist, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Reisenden wird empfohlen, alle Optionen in den Routenbelegen im Voraus zu überprüfen, um nicht in ausländischen Flughäfen in die Transportisolation zu geraten.

## Faktencheck und Quellen

- ["Застрял в Осло на два дня": украинцу на кресле колесном отказали в посадке на рейс Ryanair](https://www.rbc.ua/ukr/news/zastryag-oslo-dva-dni-ukrayintsyu-krisli-1792069452.html) - Der Artikel bestätigt vollständig die Details des Vorfalls mit Bohdan Woloschyn am Flughafen Oslo, die Position des Kiwi-Dienstes und die Ryanair-Vorschriften.

## Häufige Fragen

### Warum wurde dem ukrainischen Passagier das Boarding bei Ryanair verweigert?

In den Dokumenten fehlten Angaben zum Rollstuhl, da bei der Buchung über Kiwi kein Antrag auf besondere Hilfe gestellt wurde.

### Wie lange blieb der Passagier am Flughafen Oslo?

Bohdan Woloschyn musste zwei Tage am Flughafen verbringen und ein Hotel bezahlen, während er auf den nächsten Flug mit einem neuen Ticket wartete.

### Welche Regeln gelten bei Ryanair für Passagiere mit Behinderungen?

Die Fluggesellschaft verlangt, dass Anträge auf Sonderhilfe spätestens 48 Stunden vor dem geplanten Abflug eingereicht werden.