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title: "Gezielte Jagd auf die Logistik: Wie «Ukrposhta» unter Beschuss in den Frontregionen überlebt"
description: "«Ukrposhta» ist gezwungen, auf Notbetriebsmodi umzusteigen, bedingt durch gezielte Beschüsse russischer Besatzer. In der Oblast Sumy und in Nikopol arbeitet die Logistik unter ständiger Bedrohung und nutzt mobile Filialen sowie geheime Routen für die Postzustellung. 🇺🇦📦🚚"
date: 2026-06-22T19:10:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Gezielte Jagd auf die Logistik: Wie «Ukrposhta» unter Beschuss in den Frontregionen überlebt

![Soldat im Tarnanzug steht am Fenster der Ukrposhta und sendet ein Paket – Symbol für Logistik unter Beschuss](https://xab.info/media/2026/06/22/ukrposhta-rabotaet-pod-obstrelyami-v-prifrontonnyh-zonah/ukrposhta-rabotaet-pod-obstrelyami-v-prifrontonnyh-zonah-1.webp)

Die Logistikinfrastruktur der Ukraine ist zu einem prioritären Ziel für die russischen Streitkräfte geworden. Unter den Bedingungen anhaltender Angriffe auf zivile Objekte ist der staatliche Postdienst «Ukrposhta» gezwungen, seine Arbeitsstrategie in den Grenzregionen radikal zu ändern, um die Fähigkeit zur Versorgung der Bevölkerung zu erhalten und die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Der Generaldirektor des Unternehmens, Ihor Smylianskyj, bestätigte, dass russische Besatzer regelmäßig Objekte des Postdienstes in mehreren Städten beschießen, was das Unternehmen zwingt, auf neue Arbeitsformate umzusteigen. Die Situation bleibt kritisch, doch das Unternehmen hat nicht vor, seine Verpflichtungen gegenüber den Bewohnern aufzugeben.

### Zerstörungen in der Oblast Sumy

Besonders hart getroffen wurde die Oblast Sumy. In der Stadt Sumy führten feindliche Angriffe zu Schäden am Sortierzentrum, dem Verwaltungsgebäude und einer der Postfilialen. Trotz der Zerstörungen haben das Sortierzentrum und die Filiale den Betrieb bereits wieder aufgenommen und bedienen weiterhin Kunden. Im Verwaltungsgebäude laufen derzeit Arbeiten zur Beseitigung der Angriffsfolgen.

Die Situation bleibt auch in anderen Grenzstädten der Oblast angespannt, insbesondere in Belopollja und Woroschba. Ihor Smylianskyj betonte die Einzigartigkeit der Lage in Belopollja: Derzeit ist «Ukrposhta» das einzige Unternehmen, das in der Stadt neben den Kommunalbetrieben, der Polizei und dem Katastrophenschutz (GSChS) weiterarbeitet.

Um die Risiken für das menschliche Leben zu minimieren, hat das Unternehmen diese Ortschaften auf die Bedienung durch mobile Filialen umgestellt. Der Arbeitsplan dieser mobilen Punkte hängt direkt von der aktuellen Sicherheitslage und der Bedrohung durch Beschuss ab.

### «Jagd» auf Fahrzeuge in Nikopol

In der Stadt Nikopol hat sich die Taktik des Gegners geändert: Die Besatzer begannen, gezielt «auf Fahrzeuge des Postdienstes zu jagen». Um Mitarbeiter und Technik vor der Zerstörung zu schützen, entwickelte «Ukrposhta» neue Sicherheitsrouten. Die Details dieser Routen gibt das Unternehmen nicht bekannt, um die Geheimhaltung zu wahren und die logistischen Ketten zu schützen.

Trotz ständiger Bedrohungen und der Gefahr, beschossen zu werden, bietet das Unternehmen den Bewohnern von Nikopol weiterhin das volle Spektrum an Dienstleistungen an. Kunden werden jedoch über mögliche vorübergehende Änderungen im Arbeitsplan informiert, die je nach operativer Lage auftreten können.

### Angriffe auf Logistik-Hubs

Angriffe auf die Logistik beschränken sich nicht nur auf die Grenzstädte. In der Nacht zum 8. Juni traf ein feindlicher Kamikaze-Drohne den Logistik-Hub von «Ukrposhta» in Charkiw. Durch den Treffer wurde das Objekt teilweise zerstört, aber laut Smylianskyj gab es keine Verletzten unter dem Personal.

Zuvor, am Morgen des 17. Mai, griffen russische Drohnen zweimal das Sortierterminal des Konkurrenten – «Nova Poshta» – in der Oblast Sumy an. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich mehr als 13.000 Sendungen im Terminal, was die Dimension der Angriffe auf die gesamte Logistikinfrastruktur des Landes bestätigt.