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title: "Ukrposhta gegen NBU: Chaos mit personenbezogenen Daten auf Quittungen und bei Nachnahme"
description: "🚨 „Ukrposhta' gab neue Regeln für den Druck persönlicher Daten auf Quittungen bekannt, doch die NBU widerlegte diese Anforderungen. Der Regulator erklärte, keine Regeln für die obligatorische Angabe der Steuernummer und vollständiger Kartennummern in Quittungen eingeführt zu haben. Dennoch gehen die Streitigkeiten weiter: Die Post präzisierte die Regeln für Nachnahmezahlungen, bei denen die Steuernummer nun immer erforderlich ist. Juristen warnen vor Risiken rechtlicher Unbestimmtheit für Unternehmen. #Ukrposhta #NBU #PersonenbezogeneDaten #Ukraine"
date: 2026-08-07T11:08:02.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukrposhta-gegen-nbu-personenbezogene-daten-quittungen-konflikt
tags: [ukraine, ukrposhta, nbu, personal-data, finance, regulation]
publisher: "XAB.info"
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# Ukrposhta gegen NBU: Chaos mit personenbezogenen Daten auf Quittungen und bei Nachnahme

![Eine Frau untersucht sorgfältig einen Beleg mit persönlichen Daten, was das Datenschutzproblem bei Nachnahme-Zahlungen der Ukrposhta symbolisiert](https://xab.info/media/2026/08/07/ukrposhta-vs-nbu-personal-data-receipts-conflict/ukrposhta-vs-nbu-personal-data-receipts-conflict-1.webp)

Im ukrainischen Informationsraum entbrennt ein ernsthafter Streit zwischen dem größten Postbetreiber und dem Finanzregulator. Im Zentrum des Konflikts steht die Frage, welche personenbezogenen Daten der Bürger auf Papierquittungen und in Dokumenten bei Finanztransaktionen angezeigt werden müssen. Die Situation, die mit einer Erklärung der „Ukrposhta' über neue Anforderungen begann, eskalierte zu einer öffentlichen Widerlegung durch die Nationalbank der Ukraine (NBU), was bei Bevölkerung und Unternehmen für Verwirrung sorgte.

### Aussage der „Ukrposhta': Neue Regeln ab dem 1. August

Alles begann am Montag, dem 3. August 2026, als die „Ukrposhta' offiziell von einem neuen Abschnitt in der Arbeit mit Zahlungsdokumenten berichtete. Das Unternehmen erklärte, dass ab dem 1. August auf Papierquittungen für Versorgungsleistungen und andere Zahlungen vollständige Informationen über den Zahler gedruckt werden. Laut dem Postbetreiber stammt diese Anforderung von der Nationalbank der Ukraine.

Die Liste der Daten, die der „Ukrposhta' zufolge nun auf der Quittung angegeben werden müssen, umfasst den vollständigen Namen des Zahlers, die Registrierungsnummer der Steuerkarte des Steuerzahlers (RNOCKPP) und die vollständige Kartennummer bei der Zahlung mit Karte. Das Unternehmen merkte jedoch an, dass Kunden, die ihre Steuernummer bereits früher bei der Inanspruchnahme anderer Dienste angegeben hatten, dies nicht erneut tun müssen. Die „Ukrposhta' selbst nahm jedoch eine kritische Haltung zu diesen Anforderungen ein und erklärte, dass sie den internationalen Standards zum Schutz personenbezogener Daten widersprechen. Sie wandte sich an die Regierung und den Ombudsmann mit der Bitte, die Regeln zu überarbeiten.

### Widerlegung des Regulators: Die NBU hat keine solchen Anforderungen eingeführt

Bereits am nächsten Tag, dem 4. August, trat die Nationalbank der Ukraine mit einer offiziellen Erklärung auf, die die Aussage des Postbetreibers faktisch widerlegte. Der Regulator wies die Information kategorisch zurück, dass er neue Anforderungen für den obligatorischen Druck der individuellen Steuernummer (INN) oder der vollständigen Bankkartennummer in Quittungen festgelegt habe.

Die NBU betonte, dass die von der „Ukrposhta' verbreiteten Informationen nicht der geltenden Gesetzgebung entsprechen. Darüber hinaus teilte der Regulator mit, dass er die Praxis der Erstellung von Zahlungsdokumenten durch den Postdienst nach dessen öffentlichen Erklärungen überprüfen werde. Die Nationalbank forderte die Marktteilnehmer auf, regulatorische Diskussionen auf den genauen Inhalt der Rechtsvorschriften zu stützen und nicht auf Interpretationen.

### Widersprüchliche Daten: Nachnahme und Steuernummern

Die Situation wird dadurch komplizierter, dass im Informationsfeld gleichzeitig zwei verschiedene Probleme diskutiert werden, die oft vermischt werden. Das erste betrifft den Druck von Daten auf Quittungen, wobei die NBU eine klare Position „dagegen' eingenommen hat. Das zweite Problem ist die Identifizierung von Kunden bei Finanztransaktionen, insbesondere bei der Abwicklung von Nachnahmezahlungen für Postsendungen.

Am Donnerstag, dem 6. August, klärte der Generaldirektor der „Ukrposhta', Igor Smilianskyj, die Situation mit Nachnahmezahlungen. Er bestätigte, dass bei der Abwicklung eines solchen Dienstes die Steuernummer unabhängig vom Transaktionsvolumen angegeben werden muss. Smilianskyj präzisierte, dass diese Anforderungen alle Betreiber von Finanzdienstleistungen betreffen und nicht nur die Post. Gleichzeitig vermutete er, dass die NBU bei Überprüfungen die Betreiber möglicherweise auffordern wird, die Richtigkeit der Steuernummer zusätzlich zu überprüfen, wenn diese nur mündlich mitgeteilt wird. Dies schafft eine Situation, in der Anforderungen an Quittungen und Anforderungen an die Identifizierung bei Transaktionen unterschiedlich interpretiert werden können.

### Rechtliche Analyse: Risiko rechtlicher Unbestimmtheit

Der Leiter der Praxis für Business-Begleitung bei Juscutum, Artem Narodenko, stellt fest, dass die Wurzel des Problems weniger im Text der Gesetze liegt als vielmehr im Verhältnis von Rechtsvorschriften und ihrer Anwendung. Nach Ansicht des Juristen sollte, wenn ein Regulator ein bestimmtes Merkmal als obligatorisch ansieht, dies direkt und eindeutig in einer Rechtsvorschrift festgelegt sein.

„Wenn der Text mehrere Interpretationsvarianten zulässt oder keinen direkten Hinweis auf eine universelle Verpflichtung enthält, besteht die Gefahr, dass die Marktteilnehmer die Anforderungen unterschiedlich verstehen', erläuterte Narodenko. Er betonte, dass Zweifel am Inhalt der Pflichten der Teilnehmer des Zahlungsmarkts wünschenswertweise auf Gesetzes- und nicht durch fragmentierte Erläuterungen geklärt werden sollten. Der Jurist warnte, dass die Diskrepanz zwischen dem Text der Akte, offiziellen Erklärungen und der Überwachungspraxis erhebliche Risiken für Unternehmen schafft und die Compliance-Kosten erhöht.

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- [Юрист Хаминский посоветовал не выбрасывать документы с личными данными](https://fedpress.ru/news/77/society/3431986) - Источник подтверждает актуальность темы защиты персональных данных и юридические аспекты обращения с документами, что коррелирует с позицией юриста Народенко в тексте.