Angesichts der andauernden Kampfhandlungen und der massiven Angriffe auf ukrainische Städte hat die staatliche Postdienstleistung der Ukraine eine einzigartige wohltätige Initiative angekündigt. Der Generaldirektor von «Ukrposhta», Ihor Smelianskyj, bestätigte den Start des Verkaufs einer limitierten Sammlung historischer Dienstwaffen.
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf offizielle Quellen berichtet, fließen die Erlöse aus dieser Aktion direkt in die Bedürfnisse der Streitkräfte. Für jeden verkauften Exemplar überweist das Unternehmen 1000 Griwna zur Unterstützung der ukrainischen Armee.
Die Geschichte im Detail: Vom Postenschutz zur Sammlung
Verkauft werden Exemplare, die jahrzehntelang im Besitz der Mitarbeiter des Postdienstes waren und zum Schutz wertvoller Sendungen eingesetzt wurden. Die Sammlung besteht aus zwei Typen legendärer Waffen:
- Revolver des Systems Nagan — Vintage-Modelle, die zwischen 1929 und 1945 hergestellt wurden.
- Pistolen TT — Exemplare aus der Produktion der Jahre 1936–1954.
Wichtig ist, dass alle zum Verkauf stehenden Gegenstände einem strengen Demilitarisierungsprozess unterzogen wurden. Sie sind keine Schusswaffen und können nicht zum Schießen verwendet werden. Rechtlich werden diese Gegenstände als Maßstabsmodelle eingestuft, die ausschließlich zum Sammeln und Aufbewahren bestimmt sind.
Echtheit und Symbolik
«Ukrposhta» betont die hohe Symbolik dieser Initiative. Jedes Exemplar in der Sammlung ist einzigartig: Es hat eine individuelle Seriennummer und wird von einem Pass begleitet, der die Echtheit und die Geschichte des Gegenstands bestätigt. Dies ermöglicht es den Käufern, nicht nur ein Souvenir, sondern ein echtes historisches Artefakt mit dokumentierter Biografie zu erwerben.
Die Sammlung ist bereits im offiziellen Online-Shop «Ukrposhta.Market» erhältlich. Auf der Plattform sind detaillierte Fotos, Spezifikationen und der Preis jedes Exponats zu finden. Die Auflage ist begrenzt, daher können Käufer historische Exemplare nur im Rahmen der verfügbaren Menge erwerben.
Ausbau der Infrastruktur
Parallel zum Start der wohltätigen Sammlung entwickelt der Postdienst sein Logistiknetz weiter. Zuvor hatte das Unternehmen die Erweiterung des Netzwerks der Postautomaten angekündigt. Seit Ende Juni haben automatisierte Abholstellen für Pakete an vier weiteren Standorten im ganzen Land den Betrieb aufgenommen. Diese Neuerung soll den Prozess des Empfangs von Sendungen für die Kunden vereinfachen und beschleunigen und die Verfügbarkeit der Dienste auch unter Bedingungen der Instabilität gewährleisten.