Die «Ukrzaliznytsia» hat den Übergang zu strengeren Kontrollen bei Schwarzfahrern im Vorortsverkehr angekündigt. Das Unternehmen betont jedoch: Es geht weniger um Strafen, sondern vielmehr um das Überleben des Transportsystems selbst. Der Kauf eines Tickets ist nicht nur die Bezahlung einer Dienstleistung, sondern ein statistisches Signal, auf dessen Basis der Fahrplan erstellt wird, die Anzahl der Wagen festgelegt wird und das Schicksal einzelner Haltestellen entschieden wird.
Warum Schwarzfahrer die Realität verzerren
Die Logik der Eisenbahn ist einfach: Wenn ein Fahrgast kein Ticket kauft, taucht er nicht in der offiziellen Statistik auf. Infolgedessen sieht das Management eine zu niedrige Nachfrage auf der Strecke. Dies kann zu einer Reduzierung der Fahrten, einer Verringerung der Wagenanzahl oder sogar zur Einstellung von Haltestellen führen, die in Wirklichkeit nachgefragt werden.
«Die Zeiten, in denen man jahrelang ohne Ticket fahren und sich dann über überfüllte Wagen oder verschwundene Fahrten wundern konnte, gehen allmählich zu Ende», so der Beförderer. In Zukunft wird der Vorortsverkehr streng an die tatsächlichen Daten angepasst, die aus dem Ticketverkauf gewonnen werden.
Wirtschaft und Komfort: Wer zahlt für fremde Verstöße?
Schwarzfahren hat eine dreifache negative Auswirkung auf das System:
- Es erhöht die Verluste im Vorortsverkehr, der seit vielen Jahren im Minus arbeitet.
- Es erzeugt eine zusätzliche Belastung für das Rollmaterial und beschleunigt dessen Verschleiß.
- Es verschlechtert den Komfort für die Fahrgäste, die ihre Fahrt ehrlich bezahlt haben, aufgrund der Überfüllung der Wagen.
Kontrolle der Kontrollore: Kampf gegen Korruption
Die «Ukrzaliznytsia» kontrolliert nicht nur die Fahrgäste, sondern verstärkt auch die Aufsicht über die Arbeit ihrer eigenen Mitarbeiter. Sicherheitsabteilungen überwachen die Einhaltung der Regeln bei der Ausstellung von Tickets durch die Zugbesatzungen. Fahrgäste werden aufgefordert, Fälle von illegaler Geldannahme zu melden – zum Beispiel, wenn ein Zugmitarbeiter Geld für die Fahrt verlangt, ohne ein offizielles Dokument auszustellen. Alle Beschwerden werden оперативно untersucht.
Sicherheitsbedrohung: Von der Strafe bis zur Haftstrafe
Besonderes Augenmerk wird auf Handlungen gelegt, die den Zugverkehr stören können. In letzter Zeit häuften sich Fälle, in denen Schwarzfahrer den Zug behinderten – sie blockierten Türen, betraten die Gleise oder verursachten andere Hindernisse. Solche Handlungen fallen unter Artikel 279 des Strafgesetzbuchs der Ukraine.
Für die Blockade von Verkehrswegen, wenn dies den Betrieb des Verkehrs beeinträchtigt oder eine Gefahr schafft, sind Geldstrafen, Arbeitsstrafen, eine Bewährungsstrafe oder eine Freiheitsbeschränkung von bis zu drei Jahren vorgesehen. Wenn die Handlungen jedoch zum Tod von Menschen oder anderen schwerwiegenden Folgen führen, kann die Strafe eine Freiheitsstrafe von acht bis fünfzehn Jahren betragen.
Wie man ein Ticket kauft und Probleme vermeidet
Ein Ticket für einen Vorortszug kann nicht nur an den Kassen, sondern auch online über die offizielle App der «Ukrzaliznytsia» für Android und iOS gekauft werden. Das Unternehmen ruft die Fahrgäste auf, ihre Fahrkarten im Voraus zu lösen – dies hilft, Strafen zu vermeiden und zu einem qualitativ hochwertigen, komfortablen und sicheren Vorortsverkehr beizutragen.
Zuvor berichtete RBC-Ukraine, dass im Jahr 2026 neue Regeln für die Haftung bei Verstößen auf der Eisenbahn in Kraft treten werden: Strafen sind nicht nur für Schwarzfahren, sondern auch für Rauchen in den Wagen, das Betreten der Gleise an verbotenen Stellen, Sachbeschädigung und andere Verstöße vorgesehen.