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title: "Erste Tarifanpassung seit drei Jahren: Ukrzaliznyzja erhöht die Frachtraten"
description: "«Ukrzaliznyzja» erhöht erstmals seit 2022 die Tarife für den Güterverkehr. Die Entscheidung wurde aufgrund der steigenden Inflation und der Notwendigkeit, hunderte beschädigte Lokomotiven zu reparieren, getroffen. Experten warnen vor möglichen Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Risiken für die Metallurgie. 🚂💸"
date: 2026-07-30T16:34:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ukrzaliznyzja-erhoht-tarife-fuer-den-gueterverkehr
tags: [ukrzaliznytsya, ukraine-economy, freight-rates, sergey-belenky, logistics]
publisher: "XAB.info"
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# Erste Tarifanpassung seit drei Jahren: Ukrzaliznyzja erhöht die Frachtraten

![Frachtcontainer der Ukrzaliznytsia mit UZ-Logo und Hashtag #залізною_веземо auf einer Eisenbahnplattform — Illustration zur Nachricht über Tariferhöhung im Güterverkehr](https://xab.info/media/2026/07/30/ukrzaliznytsya-povyshaet-tarify-na-gruzovye-perevozki/ukrzaliznytsya-povyshaet-tarify-na-gruzovye-perevozki-1.webp)

In der Ukraine treten Änderungen der Tarife für den Güterverkehr auf der Schiene in Kraft. Die offizielle Veröffentlichung der Entscheidung wird am 31. Juli erwartet. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung des staatlichen Eisenbahnunternehmens «Ukrzaliznyzja».

Das Dokument, das die neuen Preise regelt, hat alle erforderlichen gesetzgeberischen Abstimmungsverfahren durchlaufen und wurde beim Justizministerium der Ukraine registriert. Das Unternehmen betont, dass dies die erste Tarifanpassung seit 2022 ist, was angesichts des andauernden Krieges eine erzwungene Maßnahme darstellt.

### Wirtschaftlicher Druck und Inflation

Die Geschäftsführung von «Ukrzaliznyzja» begründet die Notwendigkeit der Erhöhung mit der industriellen Inflation, die seit der letzten Indexierung mehr als verdoppelt wurde. Gleichzeitig muss das Unternehmen unter Bedingungen einer kritischen Ressourcenknappheit arbeiten. Während der Kampfhandlungen wurden mehr als 460 Lokomotiven beschädigt, und umfangreiche Reparaturarbeiten erfordern eine ständige Finanzierung.

Trotz der schwierigen Situation wird der Zugverkehr nicht eingestellt. Die finanzielle Belastung für das Personal hat jedoch einen kritischen Punkt erreicht: In den letzten zweieinhalb Jahren hatte das Unternehmen keine Möglichkeit, die Löhne der Eisenbahner zu indexieren. Derzeit liegt das Lohnniveau in der Branche an einem der letzten Plätze in der Industrie.

### Kompromiss und Stufen der Indexierung

Ursprünglich schlug «Ukrzaliznyzja» eine Tariferhöhung um 45 % vor. Im Rahmen der Verhandlungen wurde jedoch eine Kompromisslösung gefunden: Die Indexierung soll in zwei Schritten erfolgen. Dies wird dazu beitragen, den Schock für die Wirtschaft abzumildern und den Versendern Zeit zur Anpassung an die neuen Bedingungen zu geben.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Unternehmen sich so lange wie möglich einer Preisanpassung enthielt. Nach Schätzungen der Experten von UZ hat die Verzögerung der Indexierung in den letzten Jahren den Versendern einen wirtschaftlichen Effekt von mehr als 100 Milliarden Griwna gebracht. Selbst die für Januar dieses Jahres geplante Indexierung wurde auf die zweite Jahreshälfte verschoben.

### Auswirkungen auf andere Branchen

Die Entscheidung zur Tariferhöhung löst Besorgnis in benachbarten Wirtschaftssektoren aus. Der Vorsitzende der Föderation der Metallurgen der Ukraine, Serhij Belenkyj, warnte davor, dass die steigenden Transportkosten vor dem Hintergrund steigender Stromtarife zu einer massiven Stilllegung von Betrieben im Bergbau- und Metallurgiekomplex führen könnten.

Zudem prognostizieren Experten, dass die gestiegenen Logistikkosten der Lieferanten sich auf die Endverbraucher auswirken werden. Insbesondere könnte dies zu einer Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise in der Ukraine führen.

Um die Schäden zu minimieren, setzt das Unternehmen das größte Kostensenkungsprogramm der letzten Jahre mit einem erwarteten wirtschaftlichen Effekt von 10,2 Milliarden Griwna um. Außerdem wurde erstmals in der Geschichte ein staatlicher Auftrag für den Personenverkehr im Inland eingeführt, wofür bis zu 16 Milliarden Griwna aus dem Haushalt bereitgestellt wurden. Dies wird es ermöglichen, die Verluste im Personenverkehr nicht auf den Güterverkehr abzuwälzen.