Am 11. August 2026 kündigte die ukrainische Eisenbahngesellschaft «Ukrzaliznyzja» eine vorübergehende Aussetzung des Ticketverkaufs für bestimmte Strecken und konkrete Daten an. Grund für diese Entscheidung waren die Folgen massiver russischer Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur, die erhebliche Schäden an Rollmaterial und Gleisen verursachten. Die Gesellschaft ist gezwungen, die Logistik neu zu gestalten und den Fahrplan der Züge anzupassen, um die Sicherheit der Passagiere und die Wiederherstellung des Netzwerks zu gewährleisten.
Gründe für die Aussetzung des Verkaufs
Die Pressestelle von «Ukrzaliznyzja» gab bekannt, dass die letzten feindlichen Schläge zum Tod von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie zur Beschädigung und Zerstörung von Lokomotiven, Wagen und anderen Infrastrukturelementen geführt haben. Dies zwang die Gesellschaft, den Ticketverkauf für bestimmte Daten und Strecken ab dem 27. August vorübergehend einzustellen. Die Entscheidung wurde getroffen, um weitere Störungen zu vermeiden und die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.
Neugestaltung der Logistik und der Fahrpläne
«Ukrzaliznyzja» arbeitet derzeit an der Neugestaltung der Logistik und der Fahrpläne der Züge. Die Gesellschaft strebt danach, die Auswirkungen der Angriffe auf den Betrieb des Eisenbahnnetzes zu minimieren und die maximale Sicherheit für die Passagiere zu gewährleisten. Allerdings werden genaue Zeitpunkte für die Wiederaufnahme des Verkaufs derzeit nicht genannt, da die Gesellschaft die Möglichkeit der Durchführung der Fahrten endgültig festlegen und alle notwendigen technischen Entscheidungen treffen muss.
Widersprüchliche Daten
Während «Ukrzaliznyzja» von einer Aussetzung des Verkaufs berichtet, deuten einige Quellen auf eine teilweise Wiederaufnahme des Vorverkaufs von Tickets hin. Beispielsweise berichtet die Zeitung zn.ua, dass die Gesellschaft den Vorverkauf von Tickets wieder aufnimmt, präzisiert jedoch nicht, auf welche Strecken und Daten dies zutrifft. Dies schafft eine gewisse Unsicherheit für Passagiere, die Reisen planen.
Sicherheit der Passagiere
Die Gesellschaft erinnert daran, dass Zugbegleiter während des Kriegszustands die Passagiere zwingend über die Gefahr feindlicher Angriffe informieren. Es ist wichtig zu wissen, wie man bei der Gefahr eines Angriffs auf einen Zug zu handeln hat, und den Anweisungen des Personals genau zu folgen. Außerdem bitten die Eisenbahner, die Luftalarm-Signale nicht zu ignorieren, da das Verweilen auf Bahnhöfen und in der Nähe der Gleise während massiver Angriffe eine erhöhte Gefahr darstellt.
Vorübergehende Einschränkungen und alternative Routen
Zuvor hatte die Gesellschaft mitgeteilt, dass einige Fahrten ihr Ziel nicht erreichen werden, da die Infrastruktur beschädigt ist und in der Oblast Dnipropetrowsk die Gefahr von Beschuss besteht. Eine Reihe von Zügen verkehrt mit einer Verspätung von mehr als 10 Stunden. In diesem Zusammenhang hat «Ukrzaliznyzja» vorübergehende Routeneinschränkungen eingeführt und in mehreren Gebieten Bus- und Vorstadttransfers für Passagiere organisiert.