Die Ukraine hat umfangreiche Arbeiten zur Rückführung der sterblichen Überreste bedeutender historischer Persönlichkeiten in die Heimat aufgenommen. Laut neuesten Daten befinden sich mehrere hundert Personen, deren Gräber im Ausland liegen oder gemäß neuen Standards des nationalen Gedenkens umgebettet werden müssen, in der Bearbeitung.
Dies teilte der Leiter des Ukrainischen Instituts für nationales Gedenken, Oleksandr Alfjorow, während eines Auftritts im Telethon mit. Der Experte betonte, dass unter den prioritären Fällen, die auf höchster Ebene geprüft werden, die Frage der Umbettung von Stepan Bandera, dem Leiter des revolutionären Flügels der OUN, eine Rolle spielt.
Interministerielle Koordination
Alfjorow stellte fest, dass eine derart großangelegte Operation eine tadellose Synchronisation der Bemühungen staatlicher Organe erfordert. Für die erfolgreiche Ausführung der Aufgabe müssen das Außenministerium, das UINP, das Büro des Präsidenten, das Ministerium für Veteranen, die Staatsgrenzschutztruppen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Angehörige der Verstorbenen einbezogen werden.
„Diese Umbettung muss eine große institutionelle Kapazität zur Vereinigung aller genannten Strukturen aufweisen“, betonte der Leiter des Instituts.
Die Arbeit findet in einem komplexen rechtlichen Umfeld statt, das die Einhaltung der ukrainischen Gesetzgebung, der Normen des Völkerrechts sowie der Vorschriften der Länder, in denen sich die sterblichen Überreste derzeit befinden, umfasst. Dies betrifft sowohl die Grenzüberschreitung als auch die prozeduralen Aspekte der Exhumierung und des Transports.
Die ersten Schritte sind bereits getan
Der Prozess der Rückkehr der Helden hat bereits an Fahrt gewonnen. So hat die Ukraine beispielsweise die offizielle Genehmigung zur Umbettung von Jewhen Konowalzew erhalten – einem Oberst der Armee der Ukrainischen Volksrepublik, Kommandeur der Sichschützen und ersten Vorsitzenden der OUN. Seine sterblichen Überreste ruhen auf dem Friedhof Kruiskerk in Rotterdam (Niederlande).
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Umbettung von Andrij Melnyk und seiner Frau, die am 25. Mai auf dem Nationalen Militärgedenkfriedhof stattfand. Dieses Ereignis war der erste Schritt in der systematischen Rückführung ukrainischer Kämpfer für die Unabhängigkeit, die im Ausland begraben sind.
Es ist auch erwähnenswert, dass das Parlament kürzlich eine Entscheidung getroffen hat, die es ermöglicht, Soldaten mit Vorstrafen auf dem Nationalen Gedenkfriedhof zu begraben, was die Möglichkeiten zur Ehrung aller erweitert, die sich für die Ukraine eingesetzt haben.