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title: "Umfassender Drohnenkrieg: Russland greift die Ukraine mit hunderten UAVs an, Kiew schlägt mit Angriffen auf Raffinerien im Wolgagebiet zurück"
description: "Russische Truppen griffen die Ukraine mit mehr als 200 Drohnen an und schlugen auf die Oblaste Tschernihiw und Dnipro zu. Als Antwort trafen ukrainische Drohnen eine Raffinerie in der Oblast Saratow und eine Schlüsselölleitung in der Oblast Kirow. Selenskyj forderte den Westen auf, die Lieferung von Luftabwehrsystemen zu beschleunigen."
date: 2026-05-31T13:03:00.000Z
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# Umfassender Drohnenkrieg: Russland greift die Ukraine mit hunderten UAVs an, Kiew schlägt mit Angriffen auf Raffinerien im Wolgagebiet zurück

![Dichte Rauchwolken über einer Industrieanlage nach einem Schlag gegen ein Raffinerie im Wolgagebiet – ukrainische Gegenmaßnahme gegen russische Energieinfrastruktur](https://xab.info/media/2026/05/31/masshtabnaya-voyna-dronov-rossiya-atakovala-ukrainu-otvetnye-udary-po-npz/masshtabnaya-voyna-dronov-rossiya-atakovala-ukrainu-otvetnye-udary-po-npz-1.webp)

In der Nacht zum Sonntag führte die russische Armee eine großangelegte Luftoperation gegen die Ukraine durch. Laut Angaben der ukrainischen Behörden feuerte der Gegner mehr als 200 Kampfdrohnen und Attrappen ab. Die Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine (AFU) berichten, dass die überwiegende Mehrheit der Ziele abgeschossen werden konnte, jedoch wurden 14 Treffer in 11 Ortschaften registriert.

### Zerstörungen und Opfer im Norden und Süden des Landes

Besonders stark betroffen waren die nördlichen Regionen. In der Oblast Tschernihiw traf eine Drohne das Gelände eines Industrieunternehmens. Bei dem Vorfall kam ein 58-jähriger Mann ums Leben. Ein Brand brach auf einem Parkplatz aus, bei dem sieben Lastwagen vernichtet wurden.

In der Oblast Riwne wurde ein nicht mehr in Betrieb befindliches Unternehmen angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gouverneurs der Oblast, Alexander Kowal, konnten menschliche Opfer vermieden werden.

Im Südosten, in der Oblast Dnipro, fügten russische Truppen etwa 20 Angriffe mit Drohnen und Artillerie zu. In Dnipro brach in einem Lager einer Logistikfirma ein Feuer aus. Bei den Angriffen wurden zwei Personen verletzt. Ein Kindergarten, eine medizinische Praxis, mehrere Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser sowie landwirtschaftliche Gebäude wurden beschädigt.

### Statistik der Angriffe und Appell an die Luftabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte in seinen sozialen Medien die Statistik der Aggression für die aktuelle Woche. Nach seinen Angaben hat Russland mehr als 2300 Kampfdrohnen, etwa 1560 gelenkte Luftbomben und 108 Raketen verschiedener Typen auf das Land abgefeuert.

„Alle diese Angriffe richten sich gegen die zivile Infrastruktur – Wohnhäuser, Energieversorgung“, betonte der Staatsoberhaupt. Selenskyj forderte die westlichen Partner erneut auf, die Lieferung von Raketen für Luftabwehrsysteme zu beschleunigen, um ein ausreichendes Schutzniveau zu gewährleisten.

Am Samstag erhielt die Ukraine von Deutschland eine neue Starteinheit für das Flugabwehrraketensystem IRIS-T. Selenskyj dankte Berlin für ihren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und stellte fest, dass eine solche Unterstützung Tausende von Leben rettet. Der Präsident äußerte zudem die Hoffnung auf Unterstützung durch die USA und andere europäische Länder und nannte die Abwehr von Ballistischen Raketen eine Schlüsselpriorität, um Russland den taktischen Vorteil zu nehmen.

### Gegenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur

Als Reaktion auf die russischen Angriffe fügten ukrainische Drohnen Schäden an Objekten der Ölindustrie in verschiedenen Regionen Russlands zu. In der Oblast Saratow wurde eines der größten Ölraffinerien im Wolgagebiet, das zur Struktur von „Rosneft“ gehört, beschädigt. Die geplante Kapazität des Unternehmens beträgt etwa 7 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Der Gouverneur Roman Busargin bestätigte Schäden an der zivilen Infrastruktur, gab jedoch keine Details bekannt.

Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine und die Drohneneinheiten bestätigten den Angriff und den Ausbruch eines Feuers auf der Raffinerie.

Ein weiteres Angriffsziel war die lineare Produktions- und Leitstelle (LPDS) „Lasarewo“ in der Oblast Kirow. Dieses Objekt sichert den Öltransit in den zentralen Teil Russlands. Der Gouverneur Alexander Sokolow berichtete über einen Brand im Unternehmen im Rajon Urjumsch und stellte fest, dass es keine Verletzten gab.

Die Spezialeinheiten der Ukraine präzisierten, dass ein Schlüsselknotenpunkt der Ölpipelines, die Sibirien mit Europa verbinden, getroffen wurde. Die LPDS „Lasarewo“, die 1200 Kilometer von der Grenze entfernt liegt, ist Teil der Hauptleitung „Surгут-Polozk“. Über diese Arterie wird Öl in die baltischen Häfen Primorsk und Ust-Luga sowie nach Belarus transportiert. Die Station ist auch in das Pipeline-System „Freundschaft“ integriert.