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title: "Anstieg der Xenophobie in Polen: 67% der Polen unterstützen die Abschiebung arbeitsloser Ukrainer"
description: "🇵🇱 Soziologischer Schock in Polen: 67 % der Polen unterstützen die Abschiebung arbeitsloser ukrainischer Männer. 📊 Die IBRiS-Umfrage zeigt einen tiefen gesellschaftlichen Graben: - 80 % der Polen über 50 Jahre sind „DAFÜR“. - Nur 43 % der Jugendlichen (18–29 Jahre) unterstützen die Idee. 🗳️ Initiative der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ vor dem Hintergrund von Eurostat-Daten zur Verringerung der Zahl der Flüchtlinge. #Polen #Ukraine #Migration #Politik"
date: 2026-08-12T08:32:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/umfrage-67-prozent-der-polen-untstuetzen-abschiebung-arbeitsloser-ukrainer
tags: [ukraine-war, poland, migration, social-survey, pis-party]
publisher: "XAB.info"
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# Anstieg der Xenophobie in Polen: 67% der Polen unterstützen die Abschiebung arbeitsloser Ukrainer

![Person mit ukrainischer Flagge vor einem Schild 'Platz der Freien Ukraine' in Polen, das die Themen Xenophobie und Unterstützung für die Deportation arbeitsloser Ukrainer illustriert.](https://xab.info/media/2026/08/12/poll-67-poles-support-deportation-of-unemployed-ukrainian-men/poll-67-poles-support-deportation-of-unemployed-ukrainian-men-1.webp)

## 🎯 Key Points

- 67,2 % der Polen unterstützen die Abschiebung arbeitsloser ukrainischer Männer.
- Die Unterstützung der Initiative steigt mit dem Alter: von 43 % bei Jugendlichen bis zu 80 % bei Menschen über 50 Jahren.
- Die Initiative geht von der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ aus und betrifft Männer im Wehrdienstalter.
- Die Zahl der Ukrainer unter vorläufigem Schutz in Polen ging im Juni 2026 um 0,7 % zurück.

### Umfrageergebnisse: Mehrheit für Abschiebung

In Polen wurde ein erheblicher Anstieg der öffentlichen Unterstützung für radikale Maßnahmen gegenüber ukrainischen Migranten verzeichnet. Laut den Ergebnissen einer aktuellen soziologischen Studie des Instituts IBRiS für die Zeitung Rzeczpospolita sprechen sich 67,2 % der Bürger Polens für die Abschiebung ukrainischer Männer ohne legale Arbeit aus. Nur 23,4 % der Befragten wandten sich gegen diese Initiative. Die übrigen Teilnehmer der Umfrage konnten sich nicht entscheiden oder nahmen eine neutrale Position ein.

Die Studie wurde im Zeitraum vom 7. bis 8. August 2026 durchgeführt und umfasste eine Stichprobe von über tausend Personen. Der zeitliche Rahmen der Umfrage fiel mit der Bekanntgabe einer neuen politischen Initiative zusammen, was auf eine hohe Aktualität des Themas für die polnische Gesellschaft im aktuellen Moment schließen lässt.

### Alters- und gesellschaftlicher Graben

Eine detaillierte Analyse der Umfragedaten zeigt eine klare Korrelation zwischen dem Alter der Befragten und ihrer Einstellung zur Idee der Abschiebung. Die Unterstützung radikaler Maßnahmen zeigt einen stabilen Anstieg mit dem Alter: In der jüngsten Gruppe (18–29 Jahre) bewerten nur 43 % der Befragten die Initiative positiv. Gleichzeitig erreicht dieser Wert in der Altersgruppe über 50 Jahre 80 %. Dies zeugt von einem tiefen generationellen Graben in der Wahrnehmung der Migrationspolitik.

Neben dem Alter ist die Religiosität ein bedeutender Faktor. Die Studie zeigte, dass gläubige Menschen die Vorschläge der regierenden Partei deutlich häufiger unterstützen als nicht gläubige Bürger. Dies deutet darauf hin, dass das Migrationsproblem in Polen eng mit traditionellen Werten und der konservativen Weltanschauung eines erheblichen Teils des Wählerkorpus verflochten ist.

### Politischer Kontext: Initiative von „Recht und Gerechtigkeit“

Die Umfrageergebnisse waren eine Reaktion auf die Aussage der Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), die kürzlich die Idee vorgebracht hat, ukrainische Männer im Wehrdienstalter, die nicht legal im Land arbeiten, auszuweisen. Die Partei begründet dies mit der Notwendigkeit des Schutzes des polnischen Arbeitsmarktes und der nationalen Sicherheit, doch die Initiative löst heftige Diskussionen in der Gesellschaft aus.

Polen bleibt eines der EU-Länder mit der größten Anzahl von Ukrainern. Ende Juni 2026 befanden sich 961.170 ukrainische Bürger im Land unter vorläufigem Schutz. Obwohl die aktualisierten Daten von Eurostat zeigen, dass die Zahl der Ukrainer unter vorläufigem Schutz im Juni um 6.335 Personen (oder 0,7 %) zurückgegangen ist, bleiben die absoluten Zahlen kritisch hoch, was den Nährboden für soziale Spannungen bildet.

### Widersprüchliche Daten

Es gibt eine Diskrepanz zwischen statistischen Daten zu Migrationsströmen und der Stimmung in der Gesellschaft. Einerseits verzeichnet Eurostat einen langsamen, aber stabilen Rückgang der Zahl der Ukrainer unter vorläufigem Schutz (-0,7 % im Monat), was auf eine schrittweise Anpassung oder Rückkehr in die Heimat hindeuten könnte. Andererseits zeigt die soziologische Umfrage einen starken Anstieg der Unterstützung für repressive Maßnahmen (67,2 %), was nicht immer mit der tatsächlichen Verringerung des Migrationsdrucks korreliert. Experten stellen fest, dass der Anstieg der Unterstützung für Abschiebungen weniger durch einen tatsächlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Migranten als vielmehr durch politische Narrative und Wahlkampfretorik verursacht sein könnte.

## ❓ FAQ

### Q: Welche Partei hat die Idee der Abschiebung vorgeschlagen?
**A:** Die Initiative wurde von der Oppositionspartei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) vorgeschlagen.

### Q: Wie viele Ukrainer befinden sich in Polen?
**A:** Ende Juni 2026 befanden sich 961.170 ukrainische Bürger unter vorläufigem Schutz.

### Q: Wie beeinflusst das Alter die Meinung der Polen?
**A:** Je älter der Befragte ist, desto höher ist die Unterstützung für die Abschiebung: von 43 % bei Jugendlichen bis zu 80 % bei Menschen über 50 Jahren.