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title: "Ungarn bietet sich als Verhandlungsplattform zwischen der Ukraine und Russland an: Die Position des neuen Ministerpräsidenten Madjar"
description: "Der neue ungarische Ministerpräsident Péter Madjar hat Budapest als Verhandlungsplattform zwischen der Ukraine und Russland vorgeschlagen. 🇭🇺🤝🇺🇦🇷🇺 Madjar erklärte, dass Waffen keine Sicherheit garantieren, und betonte die Bereitschaft des Landes, diplomatische und humanitäre Hilfe zu leisten, aber keine Truppen zu entsenden."
date: 2026-06-03T09:40:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Ungarn bietet sich als Verhandlungsplattform zwischen der Ukraine und Russland an: Die Position des neuen Ministerpräsidenten Madjar

![Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Madjar hält eine Rede vor ungarischen und EU-Flaggen und bietet sein Land als Verhandlungsplattform zwischen der Ukraine und Russland an.](https://xab.info/media/2026/06/03/vengriya-gotova-stat-ploshchadkoy-dlya-peregovorov-ukrainy-i-rf-madjar/vengriya-gotova-stat-ploshchadkoy-dlya-peregovorov-ukrainy-i-rf-madjar-1.webp)

Ungarn ist bereit, eine neutrale Plattform für Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu bieten. Dies erklärte der Ministerpräsident des Landes, Péter Madjar, in einem Interview mit der deutschen Zeitung *Frankfurter Allgemeine Zeitung*. Budapest äußerte auch Unterstützung für die Idee, Kiew Sicherheitsgarantien zu gewähren, formulierte jedoch seinen Ansatz zu dieser Frage mit wichtigen Vorbehalten.

### Waffen sind keine Garantie für Sicherheit

Im Gespräch mit Journalisten wurde Madjar gefragt, ob er der Meinung ist, dass ein ausreichendes Volumen an militärischer Hilfe und Waffen zur Selbstverteidigung ein notwendiger Bestandteil zukünftiger Sicherheitsgarantien für die Ukraine sei. Der ungarische Ministerpräsident stimmte diesem Ansatz nicht zu.

Laut Madjar können echte Garantien nur durch den kollektiven politischen Willen der führenden Staaten gewährleistet werden, nicht durch die Menge der gelieferten Ausrüstung.

„Ich bin nicht der Meinung, dass Waffen eine Garantie für Sicherheit sind. Sicherheitsgarantien kann nur die internationale Gemeinschaft bieten. Ungarn kann hier keine entscheidende Rolle spielen; dies ist eine Angelegenheit der Großmächte', erklärte er.

### Drei Bereiche der Beteiligung Budapests

Madjar umriss deutlich drei Bereiche, in denen Ungarn bereit ist, sich dem Konfliktlösungsprozess anzuschließen. Nach seinen Worten kann das Land Folgendes bieten:

- Diplomatische Hilfe;

- Humanitäre Unterstützung;

- Ein Territorium für die Durchführung von Verhandlungen.

### Position zu militärischer Hilfe und Besuch in Berlin

Das Interview wurde unmittelbar nach dem Besuch von Madjar in Berlin veröffentlicht, wo er ein Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz führte. Auf der gemeinsamen Pressekonferenz bestätigte der ungarische Ministerpräsident, dass Ungarn auch unter der neuen Regierung weder Waffen noch Soldaten an die Ukraine schicken wird.

### Kontext des Machtwechsels

Erinnerung sei daran, dass die Partei Madjars „Tisza' im April 2026 die Parlamentswahlen in Ungarn gewann und damit der 16-jährigen Herrschaft von Viktor Orbán ein Ende setzte. Der neue Ministerpräsident erklärte unmittelbar nach seinem Amtsantritt, dass die Ukraine Opfer eines unverhältnismäßigen Angriffs Russlands ist und das volle Recht hat, ihre territoriale Integrität zu verteidigen.

Es ist erwähnenswert, dass die Idee Ungarns als Ort für Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau nicht neu ist. Zuvor, noch unter der Regierung Orbán, hatte der damalige Außenminister Péter Szijjártó die Bereitschaft geäußert, solche Verhandlungen aufzunehmen.