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title: "Gruselpilze in Ukraines Wäldern: Von „Ohren“ bis zu „Totenhand“ — was man essen kann und was man besser nicht berührt"
description: "In Ukraines Wäldern gibt es Pilze, die an menschliche Ohren, scharlachrote Tentakel und geschwärzte Totenfinger erinnern. Wir untersuchen, welche davon essbar sind und welche man nicht sammeln sollte."
date: 2026-10-16T12:36:55.448Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/ungew-hnliche-pilze-ukraine-ohr-totenhand
tags: [mushrooms, ukraine-forests, foraging, fungi, nature]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Gruselpilze in Ukraines Wäldern: Von „Ohren“ bis zu „Totenhand“ — was man essen kann und was man besser nicht berührt

![Mann im Wald zeigt mit dem Finger auf ungewöhnliche schwarze und rote Pilze auf einem Baumstumpf](https://xab.info/media/2026/10/16/neobychnye-griby-ukrainy-uh-i-paltsa-mertvetsa/neobychnye-griby-ukrainy-uh-i-paltsa-mertvetsa-1.webp)

## Kernpunkte

- In Ukraines Wäldern wachsen Pilze mit „schrecklichem“ Aussehen: Auricularia, Schwarzer Pfifferling, Gitterlinge und Xylaria
- Auricularia und Schwarzer Pfifferling gelten nach der Zubereitung als essbar und werden in der Küche geschätzt
- Gitterlinge (Clathrus ruber und Clathrus archeri) werden für den Verzehr nicht empfohlen: ihre Sicherheit ist nicht bestätigt
- Xylaria („Totenhand“) sollte nicht gegessen werden — der Fruchtkörper ist hart und holzig
- Experten warnen: Wildpilze dürfen ohne exakte Artbestimmung nicht verzehrt werden

Ukraines Wälder verbergen Bewohner, die problemlos als Kulisse für einen Horrorfilm durchgehen würden. Zwischen laubbedecktem Boden und verrottendem Holz wachsen Pilze, die an menschliche Ohren, scharlachrote Tentakel oder aus Baumstümpfen ragende geschwärzte Finger erinnern. Die Publikation Styler hat fünf ungewöhnliche Arten gesammelt, die durch ihr Aussehen auffallen, und untersucht, welche davon essbar sind und welche man besser nicht berühren sollte.

### Das Holziges Ohr: Auricularia

Der „süßeste“ Pilz auf dieser Liste ist Auricularia (Auricularia). Wie der Blogger Jaroslaw Fischenko in einem Video auf der Facebook-Seite „Charakternyk Show“ erklärt, besitzt der Pilz einen braunen, geleeartigen Fruchtkörper mit gewellten Rändern, der tatsächlich an ein menschliches Ohr erinnert. Er wächst meist auf abgestorbenem Holunderholz, ist gelegentlich aber auch an anderen Laubbäumen zu finden. Laut dem Pilzratgeber First Nature ist Auricularia nach dem Kochen essbar; in den Küchen ostasiatischer Länder werden verwandte Arten wegen ihrer charakteristischen elastischen Textur in Suppen und anderen Gerichten geschätzt. Man sollte ihn nur dann zum Verzehr sammeln, wenn die Art exakt bestimmt wurde.

### Die Totentrompete: Schwarze Pfifferling

Der Schwarze Pfifferling, oder Craterellus cornucopioides, hat die Form eines tiefen Trichters, der sich nach unten verengt. Die Färbung variiert von grau-braun bis fast schwarz, weshalb man den Pilz im laubbedeckten Boden leicht übersehen kann. Gleichzeitig ist er kulinarisch geschätzt: Laut einer im Fachjournal Nutrients veröffentlichten wissenschaftlichen Übersicht gehört der Schwarze Pfifferling zu den essbaren Arten — er wird in Saucen verwendet, getrocknet und Gerichten zugefügt. Auf Englisch nennt man ihn Trumpet of Death (Totentrompete), doch dieser Name leitet sich von seinem unheimlichen Aussehen ab und nicht von tödlicher Giftigkeit.

### Rote Tentakel: Gitterlinge

Der Scharlachrote Gitterling (Clathrus ruber) erinnert aus der Ferne an einen roten Käfig oder ein Wesen von einem anderen Planeten. Zunächst entwickelt er sich in einer weißen, eiförmigen Hülle, bevor ein scharlachroter, hohler, gitterförmiger Fruchtkörper zum Vorschein kommt. Im Inneren des reifen Pilzes befindet sich eine dunkle, schleimige Masse mit einem stechenden Geruch nach verfaultem Fleisch, die Fliegen und andere Insekten anlockt, welche die Sporen verbreiten. Experten weisen darauf hin, dass die Essbarkeit dieser Art nicht ordnungsgemäß bestätigt ist, weshalb der Gitterling nicht als sicher für den Verzehr eingestuft werden sollte. Eine ähnliche Art — Clathrus archeri — ähnelt im Frühstadium ebenfalls einem weißen Ei, aus dem sich scharlachrote, finger- oder tentakelartige Fortsätze ausbreiten; auch von ihrem Verzehr wird abgeraten, da die Toxizität unbestätigt und die Sicherheit nicht etabliert ist.

### Totenhand: Xylaria

Xylaria polymorpha wächst auf Baumstümpfen, am Fuß abgestorbener Bäume und auf morschem Holz. Junge Fruchtkörper können hell oder weißlich sein, dunkeln jedoch mit dem Alter nach und werden fast schwarz, während ihre unebene, runzelige Oberfläche an verkohlte Finger erinnert — daher der schaurige volkstümliche Name. Nach Angaben des Naturschutzministeriums des US-Bundesstaates Missouri und der britischen Organisation Woodland Trust wird vom Verzehr dieser Art abgeraten: Der Fruchtkörper ist hart, holzig und für die übliche Zubereitung ungeeignet. In der Natur erfüllt der Pilz eine wichtige Funktion — er hilft dabei, totes Holz zu zersetzen und Nährstoffe in das Ökosystem zurückzuführen.

### Essbar oder nicht: Was sagen Experten

Ein ungewöhnliches Aussehen eines Pilzes ist kein Beweis für dessen Giftigkeit, doch auch das Fehlen offensichtlicher Anzeichen von Gefahr garantiert nicht, dass er essbar ist. Fachleute von Poison Control erinnern daran: Wildwachsende Pilze dürfen nicht verzehrt werden, wenn ihre Art nicht von einem kompetenten Experten bestimmt wurde. Daher sollte selbst der optisch „essbarste“ Pilz aus dem Wald nur dann gesammelt werden, wenn man sich bei der Artbestimmung absolut sicher ist.

## Faktencheck und Quellen

- [Необычные грибы в Украине, похожие на человеческие уши и пальцы мертвеца: безопасны ли они для употребления](https://styler.rbc.ua/ukr/useful/nezvichni-gribi-ukrayini-shozhi-lyudski-vuha-1792153893.html) - Primärquelle: Beschreibung von fünf Pilzarten, ihrer Essbarkeit und Zuordnung zu Expertenquellen (First Nature, Nutrients, Woodland Trust, Poison Control). Die Fakten des Artikels entsprechen der Grundlage.

## Häufige Fragen

### Welche der beschriebenen Pilze kann man essen?

Laut der Quelle gelten Auricularia und Schwarzer Pfifferling nach der Zubereitung als essbar. Von Gitterlingen und Xylaria wird abgeraten.

### Warum wird der Schwarze Pfifferling als „Totentrompete“ bezeichnet?

Der Name Trumpet of Death bezieht sich auf das unheimliche Aussehen des Pilzes und nicht auf eine tödliche Giftigkeit — laut einem wissenschaftlichen Review in der Zeitschrift Nutrients gehört er zu den essbaren Arten.

### Ist es gefährlich, ungewöhnlich aussehende Pilze zu sammeln?

Experten von Poison Control erinnern daran, dass Wildpilze unabhängig von ihrem Aussehen nicht verzehrt werden dürfen, wenn ihre Art nicht von einem kompetenten Fachmann bestimmt wurde.